Wednesday, July 04, 2007

die letzten stunden

Es sind jetzt nur noch ein paar Stunden, bis ich mich in den Flieger nach Toronto setzen werde. Ich habe nochmal alle meine Fluege gecheckt, mich von jedem verabschiedet und mein Gepaeck gewogen...ich glaub, ich bin, so gut es geht, vorbereitet. oder zumindest hoffe ich es wenigstens
wir werden ja sehen
heute habe ich den rest des tages noch mit matthew und jordan verbracht und werde spaeter noch zu meinem Boss fuer ein letztes Abendessen gehen. Darauf freue ich mich auch schon, weil es mir wahrschienlich helfen wird, meine Gedanken (die die ganze Zeit ueber nur um den Abflug kreisen) auf etwas anderes zu lenken.
na gut, ich werde jetzt mal noch ein bisschen die zeit hier geniessen und ein weiteres Mal (min. schon 6) meine Koffer auf Gewicht ueberpruefen.
Ich sehe euch dann Freitagmorgen.
Bis dann!
PS: dies hier ist der letzte Post, weil ich in Zukunft keine Beitraege mehr schreiben werde...
eine allerletzte Sache noch: Henry und Loretta's Blog ist: www.henlor.blogspot.com. Ihr muesst euch das unbedingt anschauen und alles durchlesen (ist nicht sooo viel), weil es wirklich interessant ist. Ich weiss, es ist Englisch, aber es wird schon gehen...

Monday, July 02, 2007

Canada Day

In den letzten Tagen habe ich nichts Besonderes gemacht. Ich habe mir Filme mit Freunden angesehen, bin ab und zu schwimmen gegangen und bin viel einfach nur durch das Dorf geradelt. Allerdings habe ich meine Koffer gepackt!! Und dabei herausgefunden, dass ich ein paar alte Sachen wahrscheinlich hier lassen muss und auch noch min. ein Packet schicken muss. Das Problem mit dem Packet ist nur, dass ich kein Geld habe, weil ich zwar noch ein bisschen von meinem Boss kriege, der aber gerade Camping ist. Ausserdem moechte Larissa mit mir noch Golf spielen und deshalb habe ich alle Haende voll zu tun, dass noch alles zusammen zu bringen.
Achso, gestern war Canada Day (1.Juli) und dadurch, dass es mein letzter Sonntag hier war, sind wir dann gleich nach der Kirche erstmal zu BostonPizza und haben dort Carl und einen seiner Freunde getroffen und mit ihnen Mittag gegessen. Spaeter bin ich dann erstmal nach Hause habe Matthew angerufen und ihn gefragt, ob er nicht mit uns nach Winnipeg kommen wolle, weil dort ja das ganz grosse Feuerwerk stattfinden sollte. Er hat dann auch gleich eingewilligt und wir haben uns halbwegs gemuetlich in Carls Van auf den Weg gemacht (Carl, Sara, Derek Friesen, Matthew, Me). Auch Ryan Jedel und Jenna Rempel haben sich zeitgleich auf den Weg gemacht und wir sind dann die meiste Zeit Seite an Seite ueber den Highway hinweggesaust. Und das meine ich Ernst: das Speedlimit hier ist 100kmh und wir sind mit mindestens 140kmh den ganzen Weg nach Winnipeg gefahren und hinzu kam noch, dass es geregnet hat, wie nur an dem Tornado-Wochenende zuvor. Wir hatten also ein bisschen Bedenken ueber neue Tornados, aber auch ueber das Feuerwerk, weil es ja aus Kannen geregnet hatte. Wir sind dann aber wohlbehaten angekommen und haben dort auch noch Lacey und Sim getroffen (2 von Sarahs Freunden). Nun war der Van aber wirklich voll und wir haben uns dann auch erstmal in Richtung Olive Garden begeben. Dort haben wir nach langer Wartezeit (wir waren ja immerhin 9 Leute und ausserdem war es Canada Day) dann endlich einen Tisch bekommen und jeder hat sein Essen bestellt. Was man hierzu sagen muss, ist, dass es sehr gut schmeckende “Brotstaebe” (breadsticks) kostenlos gibt und nachdem man sich einmal Suppe gekauft hat, kann man es mit allen Suppen unbegrenzt nachfuellen. Das habe ich dann auch gemacht und habe ich also nur von Suppe und Brot ernaehrt (schliesslich brauche ich ja noch Geld fuer das letzte Packet). Die anderen haben aber kraeftig zugelangt und nachdem wir dann endlich fertig waren, sind wir auch schon zu den “The Forks” gefahren, weil dort das Feuerwerk sein sollte.
Angekommen haben wir uns schnell einen guten Platz auf einem der Huegel dort gesucht und die letzten 3h, bevor es dann endlich losging, damit verbracht uns die professionellen Biker und Skateboarder in dem Winnipeg-Skatepark anzuschauen (das ist uebrigens der Skatepark, wo ich Tony Hawk am Anfang des Jahres gesehen habe). Kurz bevor es dann auch anfing, haben Sara und Carl entschieden, unsere Decken zum Flussufer zu bewegen. Nach ein paar Minuten hat es dann auch angefangen und wir haben ganz schnell gemerkt, dass wir zwar eine romantische Flusssicht hatten, aber vom Feuerwerk ganz schoen weit weg waren. Wir haben es trotzdem genossen und dann nach dem relative kurzen Feuerwerk, haben wir uns auf zu dem naechsten Kino gemacht, weil wir uns auch noch einen Film anschauen wollten. Dort angekommen, haben wir festgestellt, dass es allerdings schon geschlossen hatte, weil es bereits 1:00Uhr morgens war. Wir haben dann schnell Lacey und Sim nach Hause gebracht und sind dann nach Macgregor gefahren, wo wir so gegen 3:00Uhr angekommen sind. Das war eine lange Nacht und auch jetzt am naechsten Morgen fuehle ich mich immernoch etwas muede…Ich freue mich allerdings schon auf Donnerstag, wo es dann fuer mich zurueck nach Hause geht.

Monday, June 25, 2007

Kenora, ein verstecktes Paradies

Dieses Wochenende war eines der erlebnisreichsten hier in Kanada. Wir sind am Freitag zusammen mit Mike, Adam und den Sawatzky-Kids nach Winnipeg gefahren, um uns dort Ocean's 13 anzuschauen und einen schoenen Abend mit Blizzards (DQ) udn Pizza zu verbringen. Auf dem Weg zurueck sind wir in einen grossen Sturm reingefahren und haben sogar eine Getreidefabrik gesehen, ueber die ein Tornado hinweggebraust war. Die Silos waren total zerstoert und runtherum lagen auseinandergerissene Teile der Trucks, die dort vorher geparkt waren. Einer der Farmer hat ein Video von dem Tornado gemacht und Youtube zur Verfuegung gestellt. Der Link ist der folgende: http://youtube.com/watch?v=kEUXr6FMtWk . Oder auch: http://www.youtube.com/watch?v=zv8H-RTVGew&NR=1. Ihr muesst euch unbedingt diese beiden Videos anschauen. Das ist verrueckt!!! Der zweite Link ist sogar noch besser, ich habe ihn mir gerade angesehen und er hat ein paar Fotos, die unbedingt sehenswert sind.
Wir sind dann anschliessend noch zu den Sawatzkys gegangen und haben ein paar Minuten im Poo verbracht.Am Abend dann musste ich schnell meine Sachen packen, weil es am naechsten Morgen ja los nach Kenora gehen sollte. Wir habens uns dann auch am naechsten Morgen gegen 7Uhr auf den Weg gemacht und sind nach ca. 3h an der Mitte Kanadas vorbeigekommen. Da steht dann einfach nur ein Schild, auf dem geschrieben steht: "Willkommen zur geographischen Mitte Kanadas". 1-2h spaeter sind wir dann auch schon auf einen kleinen Seitenhighway abgebogen, auf dem wir dann allerdings auch noch min. 1h fahren mussten. Diese Strasse hat sich durch die Waelder, Suempfe und Berge Ontarios geschlaengelt und man kann schon einen grossen Unterschied zwischen den flachen Prairies und dem bewaelderten, urwaldartigen Ontario erkennen. Carl Enns ist uebrigens auch gekommen, er hatte allerdings am Morgen noch etwas zu tun und hat sich deshalb erst spaeter auf sein Motorbike geschwungen und ist die 4-5h nach Kenora gefahren. Sobald wir angekommen waren, haben wir auch gleich gemerkt, wie heiss es war. Wir haben dieses Wochenende also mit den Thiessens verbracht. Sarah Thiessen ist eine gute Freundin meiner Gastschwester und hat auf mich auch die eine Woche, wo Tina in Mexiko war, "aufgepasst". Ich kenn sie also schon ganz gut. Auch ihre Familie ist sehr nett und spricht sogar Deutsch. Ihr Vater war Opernsaenger in Deutschland fuer 7 Jahre und die Mutter hat eine Familie mit hochdeutschem Hintergrund (gluecklicherweise nicht noch mehr Plattdeutsche...). Die Mutter ist eine Gymnastik-Lehrerin und ihre beiden Toechter (Sarah und Erika) haben seit ihrem dritten Lebensjahr diesen Sport betrieben und deshalb hat Sarah mit dann auch die tollsten Spruenge vom Sprungbrett und Handstaende auf dem Surfboard zeigen koennen. Sie haben eine Villa bei dem "Lake of the Woods" und verbringen dort immer den gesamten Sommer. Sie haben dieses Haus schon 30 Jahre! Und alle ihre Kinder sind dort auch aufgewachsen. Der Vater hat mir erzaehlt, wie sie das ganze Land bekommen haben. Ihnen gehoert naemlich ein ganzer Landstreifen mit einem grossen Wald und dem Strand ganz in der Naehe des Sees, wo sie einen langen Steg fuer ihre grosses Boot haben. "Lake of the Woods" ist ein riesiger See, der von hoch oben in Kanada bis in die Staaten geht. Es gibt dort tausende von Fischen und angeblich haben hunderte von Celebrities diese Gegend als kleines Versteck erkannt und dort ihre Palaeste aufgebaut. Also wie sie zu dem ganzen Land dort gekommen sind, ist folgende Geschichte. Die Regierung hat einen gesamten Landstrich an einen Anwalt verkauft, den die Familie gut kannt und sie haben dann ein Viertel des Landes fuer einen relativ guten Preis von ihm abgekauft. das Haus draufgebaut. Die ersten 10Jahre, die sie in dem Haus gelebt haben, mussten sie dort immer mit dem Boot hinfahren, weil es keine Strasse zu diesem versteckten Schlupfwinkel gab. Das gesamte Material fuer das Haus haben sie nur im Winter ueber eine Eisstrasse auf dem gefrorenen See bringen koennen. Okay, wir sind also gegen Samstag Mittag dort angekommen und sind auch sofort in den See gesprungen, der trotz seiner Groesse kuschlige 22Celsius warm war. Anschliessend haben wir Mittag gegessen und was ich zum Essen dort nochmal schnell sagen will, ist, dass es wirklich supergut ist und ich mich dort imemr wirklich vollgegessen habe. Am Nachmittag dann haben wir den ganzen Tag am Strand verbracht und alle ihre "Spielgeraete" ausprobiert. Zuerst mal haben die ein altes Surfboard (ohne Segel), worauf man sich hinlegen kann und sich dann einfach mit Schwimmbewegungen nach vorne schiesst. Es ist wirklich sehr schnell und man kann die umliegenden Inseln innerhalb von wenigen Minuten erreichen. Ausserdem haben sie noch ein Paddelboot, was man fuer den selben Zweck nutzen kann, welches allerdings nicht ganz so schnell ist. Die beste Sache, die sie haben, ist allerdings das Sea-Doo, worauf wir praktisch den ganzen Abend verbracht haben und was niegelnagelneu ist. Das Sea-Doo wurde bis zu dem Wochenende nur 4h benutzt! Wir sind also mit TopSpeed ueber die Wellen gesaust; es kann bis zu 120km/h schnell fahren! Spaeter am Abend war ich mit Sarah auf dem Sea-Doo und dadurch, dass sie ihr ganzes Leben auf solchen Geraeten verbracht hat, konnte sie schon ein paar verrueckte Dinge machen. Wir sind also durch die Buchten gesaust und haben Kurve und Slalom nach Slalom hingelegt und bei einer besonders engen Kurve hat es uns beide aus der Maschine rausgeschleudert und wir sind mit wenigstens 60km/h ins Wasser geknallt oder drueber hinweg geschossen. Gluecklicherweise hatten wir Schwimmwesten an und uns ist beiden nichts passiert. Wir waren zwar beide etwas durchgeschuettelt, aber sie hat einfach nru angefangen zu lachen, hat sich aufs Sea-Doo geschwungen und ist mit mir davongesaust (ich habs danach erstmal langsamer angehen lassen). Die Familie hat einen riesiges Hundebiest, was sie brauchen, weil es dort von Baeren nur so wimmelt. Deshalb ist ihr Haus auch eingezaeunt und man darf kein Essen draussen liegen lassen. Am Abend sind wir dann auf einen kleinen Spaziergang gegangen und haben sogar ein kleines Baerenkind gesehen, woraufhin wir dann lieber schnell nach Hause zurueckgekehrt sind, weil die Mutter ja wahrscheinlich nicht so weit weg sein kann. Carl und ich haben dann nach dem Abendessen das Zelt aufgebaut, in dem wir schlafen wollten, und es uns mit ein paar Schlafsaecken gemuetlich gemacht. Henry hatte ein bisschen Feuerwerk mitgenommen, was wir uns dann so gegen Mitternacht angeschaut haben. Anschliessend sind wir dann noch zu einem Mitternachtsschwimmgang aufgebrochen, was wirklich ein bisschen unheimlich war, wenn man bedenkt, was so alles in diesem riesigen See rumschwimmt (Monsterfische und Schnappschillkroeten). Sobald wir aus dem Wasser rauswaren, hat es angefangen zu stuermen und ein riesiges Gewitter hat sich ueber uns aufgebaut, weshalb wir dann schnell RIchtung Haus gefluechtet sind. Dadurch, dass es tagsueber so superheiss ist, verdampft viel Wasser von dem See und abends dann bilden sich immer grosse Stuerme. Wir konnten also Blitzschlag und orkanartige Boeen erleben und die Nacht war wirklich ernsthaft taghell, weil es jede Sekunde mindestens einen Blitzschlag irgendwo gab und man es ueber den See gut sehen konnte. Auch der Donner war ohrenbetaeubend laut, weil es durch den See so weit geleitet wurde. Das Gewitter ist dann aber langsam abgezogen und hat uns ein wunderschoenes Blitzschauspiel bewundern lassen. Wir konnten wirklich jede Sekunde einen Blitz sehen, der es dann sehr hell werden liess und wir konnten nichtmal den Donner hoeren, weil das Gewitter schon so weit weg war. Auch die Blitze zwischen den Wolken konnte man gut sehen und mit wurde in diesem Moment wirklich bewusst, wie wenig Kontrolle wir ueber alles haben, was um uns geschieht.Nach dem das Gewitter dann weit genug abgezogen war, haben Carl und ich es uns gemuetlich im Zelt gemacht und Sara und Sarah sind ins Haus gegangen. Carl hat mir dann im Zelt erzaehlt, dass er mit seinem Motorbike auf der Schlaengelstrecke einen Unfall gehabt hatte und dass dies der Grund fuer seine Blessuren und Kopfschmerzen sei, ueber die wir usn den ganzen Tag schon gewundert hatten. Er war auf den kleinen Steinchen auf der Strasse weggerutscht und ist dann in die Boeschung gesschlittert, die ungluecklicherweise anderthalb Meter abfiel und er da runtergefallen ist. Ihm gings aber ganz gut und wir sind schnell eingeschlafen. In der Nacht hat es wieder angefangen zu stuermen und wir sind am Morgen in einer riesigen Pfuetze aufgewacht und alle unsere Sachen waren nass. Gluecklicherweise hatte uns aber keiner der umgestuerzten Baeume und Aeste getroffen. Ich habe mit dann gleich am Morgen Taucherbrille und ein Fischenetz geschnappt und habe mich auf die Jagd nach kleinen Schnappschildkroeten gemacht. Die haben sich auf den umliegenden grossen Steinen gesonnt und von dort habe ich sie runtergescheucht und dann im Wasser mit dem Netz gejagt, wo ich sie auch meistens bekommen habe. Wir haben dann mit denen etwas rumgespielt, sie aber bald wieder zurueck ins Wasser geschmissen. Spaeter hat es sich dann etwas bewoelkt und das Wasser war wirklich sehr erfrischend. Wir haben ein paar Spiele gespielt und es war toll mal wieder Kartenspiele in einer netten Atmosphaere zu spielen. Ich habe dann spaeter das Zelt zusammengepackt und wollte schwimmen gehen, als ich gemerkt hab, wie viele Insekten ich an meinem Koerper hatte. Ich hatte mehrere Blutegel an meinen Beinen und Zecken und Holzboecke an Armen udn Ruecken, ich habe mich dann sofort daran gemacht, die loszuwerden und mich um ehrlich zu sein, etwas geekelt. Ich hatte das zwar schon einige Male zuvor, allerdings nie so viele und nie in so kurzer Zeit.Am Abend haben wir uns dann auf den Heimweg gemacht und in der Naehe Winnipegs gestoppt und zu tanken. Ich bin dort zufaellig auf Darcy Vermeulen und ein sehr gut aussehendes Maedchen gestossen. Er studiert in Winnipeg und ich habe ihn ein paar Mal auf Parties und so weiter getroffen. Wie sich herausstellte, war das Maedchen auf ganz nett und studiert auch in Winnipeg. Sie ist aus Deutschland und ihr Vater und ihr Bruder sind zur Zeit auch in Goettingen. Sie kommt alle zwei Jahre und das naechste Mal, wenn sie kommt, wird sie es mich wissen lassen und wir koennen vielleicht, was zusammen unternehmen. Und ja, sie spricht auch Deutsch.Wir sind dann auch nach Hause und ich bin gleich ins Bett gefallen, weil ich die Nacht davor aufgrund des Gewitters und all der Insekten in unserem Zelt ja nicht wirklich gut geschlafen habe!

Wednesday, June 20, 2007

Sportsawards und das erste Mal Traktorfahren

ICH HAB EINEN SPORTSAWARD BEKOMMEN. Und zwar fuer: Most Improved Male Senior Athlete. Jedes Jahr vergeben sie Awards, Pokale und so weiter fuer die erfolgreichsten Sportmaenner (und -frauen). Allerdings werden aus der gesamten Schuelerschaft jedes Jahr nur 8 rausgesucht (davon nur 4 maennlich und nur 2 in meiner Altersstufe), die auch wirklich geehrt werden. Ja und dadurch, dass ich an so vielen Sportarten teilgenommen habe und auch in den Intramural-Wettkaempfen ziemlich gut war haben sie mir eine dieser Trophaen ueberreicht. Der Hauptgrund war (natuerlich nicht, dass ich der beste in den Sportarten bin, denn das bin ich noch bei Weitem nicht), sondern eher, dass ich viele der Sportarten nie zuvor gesehen, geschweige denn gespielt habe! Die tollste Sache an dem Pokal ist, dass ich das ueberhaupt nicht erwartet habe und mich deshalb umso mehr drueber gefreut habe.Am Nachmittag dann habe ich schnell meine Sachen nach Hause gebracht, bevor Mark mich abholen sollte, weil meine Englischlehrerin mich zum Abendessen eingeladen hatte und er mich dort hinfahren sollte (nochmal zur Erinnerung: er ist ihr Sohn). Das hat dann aber nicht wirklich geklappt, weil Mark kein Auto zur Verfuegung stand und deshalb habe ich dann erstmal eine halbe Stunde allein zu Hause gewartet, bis mich dann meine Englischlehrerin angerufen hat und mir erklaert hat, dass ihre Mutter (meine Nachbarin, wunderschoener Garten!) mich hinfahren koennte, das Problem seie nur, dass sie nicht wuesste, wo ihre Mutter ist. Ich habe mich dann also auf die Suche nach meiner Nachbarin gemacht und nach einigen Minuten habe ich sie dann auch in ihre Garage fahren sehen, ihr alles erzaehlt und sie dann gebeten mich dorthin zu fahren. Sie wollte allerdings noch schnell Rasen maehen, wobei ich ihr dann tatkraeftig (und eigentlich auch freiwillig) geholfen habe und nach einer Stunde konnte es dann auch endlich losgehen. Wir sind also dann bald angekommen (sie leben in der Naehe von Bagot, wo auch meine Kirche ist und sie haben eine Weizenfarm) und ich musste Mark erstmal aufwecken, weil der sich zu einem Mittagsschlaf ins Bett fallen lassen hatte. Danach habe wir uns erstmal ein bisschen in seinem Haus umgeschaut und ein bisschen ferngesehen, bis dann auch shcon das Abendessen fertig war und ich ein ganz tolles Mahl geniessen durfte. Es hat wirklich supergut geschmeckt und obwohl ich mich noch ein bisschen mit seiner Familie (ich hatte seinen Vater nie zuvor gesehen, aber der sit wirklich superfreundlich und lacht ueber alles; sogar ueber Sachen, ueber die man vielleicht nicht unbedingt lachen sollte) unterhalten wolle, hat mich der ungeduldige Mark nach draussen gezogen, hat sich aufs Quad gesetzt und dann auf mich gewartet, auch mti aufzusteigen.Das habe ich dann auch gemacht, obwohl ihc wusste, das Mark fuer Unfaelle mit Dirtbike, Quad und Truck bekannt ist und solche Eskapaden schon haeufig fabriziert hat und auch obwohl ich nur eine kurze Hose und Sandalen anhatte. Ja und dann gings auch shcon los. Also er ist einfach, mit eiserner Hand auf dem Gashebel, durch die Buesche geduest und dadurch, dass ich nie zuvor diese Strecke durchs Hinterland gefahren war und nicht wusste, wann und wo ich mich zu den Seiten lehnen sollte, ist es mir ganz schoen schwergefallen, nicht runterzufallen. Wir sind dann also zu seiner Farm gefahren und haben uns dort einen der groessten Traktoren geschnappt, die die so haben (4 Raeder hinten und 2 riesige vorne). Damit hat er sich dann zurueck zu seinem Haus gemacht, waehrend ich das Quad nach Hause gefahren habe. Anschliessend haben wir an seinem DirtbikeTrack gearbeitet, was uns wirklich fast 5h gedauert hat und weshalb ich dann erst so gegen 11:30Uhr zu Hause war.Es hat sich aber wirklich gelohnt und zwar, weil er mich den Traktor fahren gelassen hat!!! Und das ist gar nicht mal so einfach und besonders die Schaufelsteuerung ist ein bisschen kompliziert. Ich habs dann allerdings recht schnell begriffen und waehrend er mit dem Quadbike ueber neugebaute Spruenge gefahren ist (um die Erde zu festigen), habe ich mehr und mehr Erde fuer neue Spruenge und Steilkurven mit dem Traktor gebracht und an richtiger Stelle aufgeschuettet.In der Zwischenzeit hatte sich ein grosser Sturm aufgebaut und ist dann einige Minuten spaeter mit atemberaubender Heftigkeit mit Hagel und sekundenfachen Blitzschlag ueber uns hinweggesaust und hat sogar einen der aelteren Baeume entwurzelt. Wir haben die 20min des Sturmcenters im Traktor verbracht, der selbst Blizen und starkem Regenfall leicht trotzen konnte.Am Ende des Abends (nacht) habe ich mir dann nochmal das Quad geschnappt und bin einen der beiden kleineren Spruenge gesprungen und einfach nur hin und her gesaust, wobei man allerdings auf ein paar kleine Huegel achtnehmen sollte.Heute hatte ich mein Physiktest und die letzten beiden Tage werden meine letzen Schultage sein. Morgen habe ich mein Geschichtsexam und am Freitag dann mein abschliessendes Pre-Calc Exam.Morgen gleich nach dem Exam (2-3h) werde ich nach Portage fahren, um mein verdientes Geld einzuzahlen und am Freitagnachmittag werde ich mit Matthew, Michael und Adam erstmal schwimmen gehen, danach nach Winnipeg fahren, um ein paar Sachen einzukaufen und mir anschliessend den Film "Ocean's Thirteen" ansehen, was ich eigentlich schon letzte Woche machen wollte, aber keine Zeit gefunden hatte.Ich werde uebrigens naechste Woche zur Grad-Party gehen, was wohl dem Standard, was man so in Filmen sieht, entsprechen wird. Ich werde mir dort das Zelt mit einem vernuenftigen jungen Mann (Tanner Nicoll) und keinem Vollidioten teilen. Ich hoffe, das ich dort Spass haben werde und Tina mich dann am naechsten Tag abholt (die Party ist fast 18h lang).Allerdings muessen die Eltern eines jeden kommenden GraduationStudents dort sein und auf alles aufpassen, weshalb es auch relativ gepflegt zugehen und niemand Dummheiten machen wird.Ja, und dieses Wochenende gehts auch noch nach Kenora zum Lake of the Woods, wo ich garantiert eine tolle Zeit mit Sea-doos, Angeln und Schwimmen haben werde...

Saturday, June 16, 2007

last Youth

Ich hatte gestern einen der tollsten Tage, die ich je hier in Kanada hatte. Die Bio30S-class ist am Nachmittag zu Matthews Haus zu einer Party gegangen und nach einigem Hin und Her konnte ich den Schulleiter dazu ueberreden, mich dort auch hingehen zu lassen. Ich habe also alles erstmal mit den Lehrern abgesprochen, deren Stunden ich verpassen wuerde und dann gings auch schon los. Ich habe natuerlich mit Getraenken auch ein bisschen mitgeholfen und wir haben zusammen (mit den meisten war ich wirklich gut befreundet) sehr viel Spass gehabt. Den groessten Teil der Zeit haben wir in Hottub und Pool verbracht und meine Schultern und mein Gesicht waren nach 6h Dauerschwimmen ganz verbrannt. Ich habe von dem Schulleiter auch die Extraerlaubnis bekommen, nicht zurueck zur Schule zu muessen sondern einfach bei Matthew zu bleiben und mit ihm den Nachmittag zu verbringen. Spaeter ist dann auch noch Mark mit seinem Dirtbike vorbeigekommen und hat sich dermassen auf die Nase gelegt (klingt komisch, war aber wirklich ein schlimmer Unfall), dass sowohl Kupplungs- als auch Bremshebel einfach weggebrochen sind. Was passiert war ist, dass er die frisch aufgeschuetteten Spruenge ausprobiert hat und bei dem einen sehr stark mit dem Vorderrad eingesunken ist, was sein Hinterrad katapultartig in die Luft geschossen hat, er ueber den Lenker geflogen ist und das Bike auf ihm gelandet ist und dann einige Meter spaeter endlich zum Stillstand kam. Ihm gehts aber nun ganz gut und bis auf ein paar ziemlich blutige Schrammen im Gesicht ist ihm auch nicht passiert. Er muss jetzt natuerlich erstmal wieder Geld in sein Bike investieren, worauf er sich bestimmt nicht sonderlich freut. Er ist dann auch bald abgezogen, waehrend wir uns auch schon auf die Jugend vorbereitet haben.
Es war ja mein Farewell-Evening.
Wir sind also beide zu Gord und Christines gefahren, was hoch in den Huegeln des ValleyViewBibleCamps liegt. Dort haben wir einen wunderschoenen Abend mit Geschichten, Lagerfeuer, kleinen Spielen, noch mehr Essen und tausenden von Muecken verbracht. Ich habe mich mit jedem gut unterhalten und sogar ein kleines Geschenk bekommen, worueber ich mich sher gefreut habe. Da es auch der letzte Abend der Familie Porter mit der Jugend war, wurde auch sie verabschiedet und jeder erzaehlte, die ein oder andere Kleinigkeit oder Geschichte, was wirklich sehr beruehrend war.
Anschliessend dann haben wir aber mit der Hauptaktivitaet angefangen. Wie ich ja schon erwaehnt habe, leben die Murrays, die heute die Gastgeber waren, hoch in den Huegeln und es gibt dort auch wirklich nichts anderes als Busch, Huegel und gelegentlich ein paar Schleichwege oder auch Kuhtrampelpfade durchs Gestraeuch. Das Spiel nennt sich "BibleSmugglers" und ist wirklich sehr unterhaltsam. Die Gruppe wir in kleine Teams (5-7Personen augespalten) und es gibt einen Start- und einen Zielpunkt, die in unserem Spiel suuuperweit auseinanderlagen (ca. 1,5Meilen). Jede Gruppe darf immer nur eine Bibel mit sich nehmen und zum Zielpunkt bringen (was entweder im Wipfel eines hohen Baumes, oder auch mitten im Gebuesch sein kann). Meine Gruppe bestand gluecklicherweise nur aus jungen Maennern, die alle ziemlich sportlich sind und das Gute daran ist, dass wir sehr schnell rennen konnten (einfach mal nur im Vergleich zu den etwas aelteren oder auch dem ein oder anderen Maedchen, was vielleicht kann, aber nicht wirklich will).
An der ganzen Sache gibt es aber noch einen Haken, die Teams koennen sich gegenseitig ueberfallen, um sich dann eine weitere Bibel (sprich einen weiteren Punkt, falls zum Ziel gebracht) zu ergattern. Ausserdem gibt es auch noch einen Geheimdienst, der komplett in Schwarz gekleidet ist und einem schon etwas Angst machen kann. Dieses Spiel wird von den meisten wie Football gespielt und deshalb sollte man sich schon umsehen, bevor man ins pechschwarze Gestruepp loswandert. Falls man von der Polizei gefangen und ins Gefaengnis (eher Bootcamp) gebracht wird, ergeht es einem gar nicht gut und man muss allerlei fiese Sachen durchleben, bevor man wieder rausgelassen wird und es ist gar nciht einfach wieder zur Gruppe zurueckzufinden, wenn es rabenschwarze Nacht ist. Dieses Spiel auch wenn es vielleicht nicht ganz so klingt, kann ganz schoen brutal zur Sache gehen: zum Beispiel, wenn man eine andere Gruppe ueberfaellt, oder von der Polizei zu Boden geworfen und gefesselt wird.
Dummerweise hatte ich allerdings kurze Hosen an, weshalb ich allerlei Geziefer und Scharten an meinen Beinen habe und sie merkwuerdigerweise nicht aufhoeren wollen zu jucken. Aber naja, das wars mir schon wert.
Ich bin am naechsten Morgen wiede arbeiten gegangen und trotz sengender Hitze haben wir einen erfolgreichen Tag gehabt, weil wir den zweiten Stock der Scheune fertigstellen konnten.
Am Abend jetzt habe ich mir den zweiten Teil der "Fantastic Four" angesehen und werde jetzt mal schnell ins Bett, weil morgen wahrscheinlich wieder ein langer Tag wird (ich will mit Jordan nach Winnipeg fahren, um mir Oceans 13 anzusehen).
PS: Andrea Porter ist die superbesteste Englischschuelerin in unserer Klasse und ich habe wirklich vorher noch nie so viel Talent zum Schreiben udn auch Tatendrang in einer Person gesehen. Aber zur Ueberraschung aller habe ich in meinem Final English Exam der Double Credit English Class einen Prozentpunkt mehr als sie und bin damit supergluecklich. Nicht dass ich mich hier mit ihr vergleichen will, aber wer sich mal ihren Blog durchliest, weiss schon wovon ich rede. Es gab nur einen Schueler, der besser war als wir und das war natuerlich Braden, der ja mal wieder dominieren musste;).
Braden: 91
ich: 88
Andrea: 87
alle dicht zusammen, und ich in der goldenen Mitte...das hat mich wirklich ueberrascht

Wednesday, June 13, 2007

Farewell-Party

Es ist schon etwas traurig, dass man hier deutlich merken kan, wie es dem Ende zu geht. Weniger Schueler kommen jeden Tag zur Schule und mehr und mehr Exams sind bald vorbei. Die letzten Tage haben sich Hitze und Stuerme abgewechselt und gestern war ich wieder mal schwimmen und der starke Wind, Hagel und Blitze haben uns nichts ausgemacht.
Diesen Freitag habe ich meine Farewell-Party mit der Jugend. Die Bio 30S-class, in der ich nicht bin (ich bin 40S), wird diesen Freitag zu Matthews Haus gehen und dort ihre Abschlussparty haben. Gluecklicherweise konnte ich meinen Schulleiter davon ueberzeugen, dass meine Farewell-Party am selben Abend ist und es eine gute Gelegenheit fuer mich waere, einfach zusammen mit der Klasse deren Party zu feiern und nicht zur Schule zu gehen. Auch meine anderen Lehrer haben eingewilligt und nun werde cih mit allen meinen Freunden am Freitag schwimmen gehen (am Freitag soll es 32Grad sein;). Und am Abend dann wird mich Matthew zur Jugend fahren und dort werden wir den ganzen Abend verbringen. Es ist dieses Mal an einem Freitagabend, weil es wahrscheinlich spaet werden wird und wir viel draussen machen wollen.
Ich werde die letzten Wochen noch bis zum Schluss arbeiten und werde nun versuchen mein ganzes hart verdientes Geld einzuzahlen.
Und heute Abend habe ich auch noch ein Fussballspiel; ich habe also ganz schoen zu tun.
Es ist schon ein bisschen schade, dass es heir so schnell zu Ende geht.

Thursday, June 07, 2007

Sonntagspicknick

Letzten Sonntag bin ich extra frueh aufgestanden, um mit meinen Eltern telefonieren zu koennen, aber das hat sich dann alles ungluecklicherweise etwas verspaetet, weil das Telefon leere Batterien hatte. Ich bin dann aber gleich nach dem Gespraech losgezogen und zur Kirche am Ostende MacGregors gelaufen, wo an die SundaySchool an diesem Tag einen gesamten Spieletag organisiert hatte. Dazu ist die ganze Gemeinde gekommen und hat den ganzen Tag im Freien verbracht. Wir haben also erstmal ein Pfannkuchenfruehstueck genossen und uns dann anschliessend unter blauem Himmel die Messe angehoert. Danach gabs dann Mittagessen und dann haben die unterschiedlichen Altersgruppen angefangen Spiele zu spielen, was eigentlich relativ viel Spass gemacht hat.
Wir haben auch an einem Fussballturnier und einem Footballspiel teilgenommen, wobei man auch ein paar Sachen gewinnen konnte. Dann gings auch schon ab zur Caffeepause, die fuer uns alle einfach nur aus Eis bestand. Wir haben dann also den Rest des Abend mit Essen verbracht und sind dann zu den Sawatzkys nach Hause gefahren, wo wir dann noch fuer ein paar Stunden schwimmen gegangen sind. Wir: das sind Michael, Jordan, Matthew, Adam und ich.
Heute habe ich den letzten Rest meines Exams geschrieben und bin nun mit meinem Englischkurs zu Ende. Das heisst, dass ich jetzt jeden Tag mindestens eine Freistunde habe, weil ich ja double credit English hatte.
Ich habe noch ein zwei Examen in den naechsten Wochen und dann naehert sich mein Jahr auch schon langsam dem Ende. Ich hoere von immer mehr Leuten, dass ich doch noch ein letztes Mal bei ihnen zu Besuch kommen soll. Sogar meine Englischlehrerin hat mich heute nochmal gefragt, ob ich nicht irgendwann nochmal zum Abendessen kommen moechte.
Mal sehen, ob ich das alles in meiner Zeit hier noch schaffe...

Saturday, June 02, 2007

Henry, Henry...Henry

Gestern und heute habe ich wieder mal gearbeitet und wir sind jetzt ziemlich dicht dran das gesamte Geruest mit dem Boden fuer das zweite Geschoss fertig zu stellen. Aber ich habe auch zwei Geschichten ueber die letzten beiden Tage. Gestern habe ich mit Myron und dem Traktor ein paar Holzplanken aufgesammelt, die wir dann spaeter nutzen wollten, als wir eine ziemlich lange Schlange durchs Gras schlingeln sahen. Myron ist sofort vom Traktor gesprungen und hat sie gekonnt gegriffen und nach mir geschmissen. Ich habe sie natuerlich nicht mit dem ersten Griff gefangen und musste sie dann vom Boden aufheben. Wir haben ihren Kopf dann anschliessend zwischen zwei Holzbretter geklemmt und Myron hat den Rest des Koerpers vom Kopf weggerissen, was wirklich blutig und unappetitlich war. Aber zumindest sind wir sie so losgeworden.
Heute jedoch ist sogar noch etwas Schlimmeres passiert. Henry (Rempel) hat sich den Arm gebrochen. Wir sind ganz normal wie jeden Samstagmorgen zur Arbeit gegangen und haben den gesamten Tag ueber gearbeitet. Henry hat sich darum gekuemmert, grosse Baeume die wir am Tag zuvor gefaellt hatten, in kleine Stuecke zu saegen und dann entweder gleich zu verbrennen und fein saeuberlich auf einen Haufen zu stapeln.
Wir (Henry Enns, Myron und ich) hingegen haben das zweite Geschoss der Scheune langsam aufgebaut und mussten dazu den ganzen Tag in gluehendem Sonnenschein (das Wetter spinnt hier verrueckt) und in luftigen Hoehen bei ziemlich starkem Wind arbeiten, wo wir uns auch nur an den spaerlich vorhandenen Querverstrebungen festhalten konnten. Alles ist gut gegangen, zumindest fuer uns.
Dann haben wir uns auf zum Haus gemacht, wo wir im Garten mit dem Grill unsere Mittagspause verbracht haben. Nach dem Mittagessen sind Henry (Rempel), Myron und die drei Kinder der Familie zum Trampolin gegangen (ich war so voll, dass ich keinen Unfall riskieren wollte), wo sie dann auch freudig gesprungen sind. Na ja und dann ists auch schon passiert. Henry ist super hoch gesprungen (er hat den bounce von Myron genutzt) und ist auf allen Vieren gelandet, wobei seine Arme allerdings als erstes aufgekomemn sind. Ein lautes "Snap" und ein deformierter Arm haben dann auch keine anderen Schlussfolgerungen zugelassen und Loretta (Henrys Frau) hat ihn dann so schnell wie moeglich ins Krankenhaus gefahren, waehrend wir weiter gearbeitet haben. Das war schon ein ziemlicher Schock. Es ist anscheinlich ziemlich ernst zu nehmen, beide Knochen im linken Unterarm sind gebrochen und haben die Innenseiter der Haut aufgerissen, weshalb er wahrscheinlich eine Operation haben muss, es besteht Infektionsgefahr, mit all der gerissenen Haut...
Achso, ich habe sogar noch eine andere Geschichte:
Gestern als wir gearbeitet haben, haben wir versucht einen dieser riesigen Baumstaemme als Querverstrebung in die dafuer vorgesehen Verankerungen zu wuchten. Dazu haben wir einen riesigen Traktor benutzt und an die Schaufel extra Holzstraeben geschraubt, damit wir es hoch genug hiefen konnten. Wir mussten es ca. 8m hoch schaffen, weil dort die Verankerungen in den Waenden waren. Wir haben das erste Ende auch reingeschafft und dann ist Myron mit einer Leiter hochgeklettert, um mit dem Vorschlaghammer den letzten Rest des anderen Endes in die gewuenschte Stellung zu schieben. Ja und da ists auch passiert. Der grosse Holzstamm (min. 500kg schwer, weil er auch mit einer dicken Teerschicht rundherum gestrichen ist) hat die Holzplanken, die wir an die Schaufel geschraubt hatten, einfach durchgebrochen und ist mit einem lauten Krach einfach runtergeknallt; von acht Metern Hoehe!!!
Auf dem Weg nach unten hat es auch einer der Waende einen kraeftigen Schlag versetzt und zwar ungluecklicherweise der Wand, wo Myron seine Leiter gehabt hat. Die Leiter ist kraeftig nach Hinten geschleudert worden und Myron ist schnurgerade auf die halbfertige Wand zugefallen. Er waere genau auf die Wand gefallen (er war ca, 3m ueber der Wand, die ihn dann genau zwischen die Beine geschlagen haette), wenn er nicht sein Bein nach innen angewinkelt haette (er meinte, er habe es kommen sehen und wollte das Schlimmste verhindern) und damit die gesamte Wucht des Falls mit seinem Bein und nichts Anderem abgefangen hat. Er ist danach noch die restlichen fuenf Meter gefallen und sein Werkzeugguertel mit Hammer, Naegeln und so weiter ist gluecklicherweise so gelandet, dass er sich die Naegel durch den Aufprall nicht selbst in den Magen gerammt hat. Er ist dort erstmal fuer die naechsten Minuten liegen geblieben und dann aber einfach aufgestanden und hat weitergearbeitet. Er hat wohl noch mal Glueck gehabt. Heute morgen war sein Ellenbogen dreimal so dick wie normal und sein Schienbein hatte einen blauen Fleck so gross wie mein Handteller, wenn nicht groesser. Ansonsten gehts ihm aber gut.
Ja, in den letzten zwei Tagen war die "Verlustrate" ziemlich hoch und ich bin nur froh, dass mir nichts passiert ist. In den kommenden Wochen werden wir nur noch am zweiten Geschoss arbeiten, das heisst in 8-10m Hoehe-->ich werde also gut auf mich aufpassen und immer was zum Festhalten in der Naehe haben...

Thursday, May 31, 2007

Krista Bomak

Ich bin gestern Abend zusammen mit Krista nach Winnipeg gefahren. Krista ist in einigen meiner Klassen und eine super nette Person. Sie ist sehr sportlich und auch wirklich ueberraschend gutaussehend (ich meine fuer eine Sportlerin...). Sie ist die beste Baseballspielerin, die ich je gesehen habe. Sie spielt fuer ein Winnipeg-Team und die haben die letzten 4Jahre (seit dem sie in der Liga mitspielt) immer die Manitoba Championships gewonnen. Ich habe in den letzten Wochen immer mehr Zeit mit ihr verbracht und wir haben einige Sachen zusammen unternommen, so auch gestern Abend. Wir sind also zusammen mit ihren Eltern nach Winnipeg gefahren, weil sie fuer das Team spielt und ihr Vater beim Coaching mithilft. Wir sind also dort im Regen angekommen und haben gehofft, dass das Spiel wenigstens nicht abgesagt wird wegen des Regens. Ihr Vater und sie sind dann schon mal zum Warm-up gegangen, waehrend ihre Mutter und ich zum naechsten Walmart gefahren sind und 10l Milch gekauft haben (wahrschinelich fuer die naechsten Wochen im Haushalt Bomak). Anschliessend sind wir ins Center Winnipegs gefahren, um eine aeltere Dame abzuholen, die sich jedes von Kristas Baseballspielen ansieht und nie was verpasst. Ihr Geburtstag ist heute und deshalb hatte sie auch schon alles fuer eine Feier nach dem Spiel vorbereitet, worueber ich mich natuerlich auch gefreut habe, aber andererseits wuerde es dann sehr, sehr spaet werden und ich musste heute in die Schule. Na ja, zumindest haben wir sie dort abgeholt und zusammen mit mitgebrachten Schlafsaecken und Regenjacken zum Baseballfeld gebracht, wo Krista auch schon fertig mit dem Aufwaermen war. Wir haben uns also in die Schlafsaecke gemummelt, Sonnenblumkerne zum Knabbern rausgeholt und und auf das Spiel gefreut. Waehrend der "Wartezeit" habe ich mich lange mit der aelteren Dame ueber Baseball, ihre Zeit als Lehrer in MacGregor und alles Moegliche andere unterhalten und herausgefunden, dass sie mich ein bisschen an Oma Elisabeth erinnert. Dann hats aber auch schon angefangen und trotz starken Windes und praktisch eiskalten Regens haben wir das Spiel genossen, was Kristas Team sehr leicht dominieren konnte. Das Spiel wurde allerdings dann mit deutlichem Punkteabstand nach dem fuenften Inning abgebrochen, weil es einfach zu stark geregnet hatte. Wir sind also fruehzeitig (gluecklicherweise) zur der aelteren Frau (Lillian) gefahren und haben unsere kleine "Party" begonnen. Wir haben den Rest der Nacht dann mit "cinnamon-buns", Keksen und heisser Schokolade beziehungsweise Kaffee verbracht. Wir haben uns auch im Fernsehen ein Baseballspiel der NewYork Yankees angesehen und die Zeit in aller Ruhe genossen.Wir haben uns dann auch bald auf den Weg nach Hause gemacht und heute morgen in der Schule war ich wirklich sehr muede, weil wir gestern erst um 3UHr nach Hause gekommen sind.Ich werde allerdings noch zu einem weiteren ihrer Spiele naechste Woche gehen...

Monday, May 28, 2007

ein weiterer Tag mit den Sawatzkys und strahlendem Sonnenschein

Ich bin also gestern am Sonntag zum ersten Mal (ausser Tysons Taufe) zur EMC Kirche am Ostende Macgregors gegangen. Die gesamten Maedchen der Jugend waren bei einem Overnight-Stay im Hub, den Sara fuer die Maedchen unserer Jugend organisiert hatte. Ich habe mir also dort den relativ interessanten Service zusammen mit den Sawatzkys angehoert (Jordan, Matthew, David und Nicholas). Sie hatten auch eine suedamerikanische Gesangsgruppe dort, die erst vor 3 WOchen nach Kanada gekommen war und die haben wirklich gewusst wie man singt. Nicht nur dass sie alle wunderbare Stimmen hatten, sondern auch die passende Choreographie liess nichts zu wuenschen uebrig. Ich habe das also sehr genossen und bin dann anschliessend zu Matthews Haus gegangen, wo ich zum ersten Mal seine Grosseltern auf der muetterlichen Seite kennengelernt habe und wir ein koestliches Mittagessen hatten. Kartoffeln was sonst? Aber es hat dennoch wirklich gut geschmeckt.
Anschliessend habe ich Jordan und dessen Vater zweimal in Schach geschlagen, bevor wir dann endlich wieder in ihren Pool gegangen sind und dort den groessten Teil des Nachmittags verbrachten. Am Abend dann haben wir beschlossen Adam's Bike abzuholen, dass er Wochen zuvor kostenlos bei einer Fahrradauktion bekommen hatte. Wir haben es also zur Farm gebracht und aus alten Metall und irgendwelchen Truckbestandteilen ein richtig "tolles" Bike drausgemacht. Wir haben das ganze Metall zurechtgeschnitten und es anschliessend ans Fahrrad rangeschweisst, sodass es jetzt 30kg wiegt, aber einen doppelt verstaerkten Rahmen hat. Ausserdem hat es einen riesigen Gepaecktraeger, wo mindestens 2 Leute bequem drauf sitzen koennen und als Extra hat es noch eine ziemlich robuste Stossstange am Vorderrahmen, welche spaeter noch mit Naegeln ausgestattet werden soll, sodass ihm kein anderer Radfahrer mehr im Weg faehrt.

Michael's Birthday at the World's End

Michaels Geburtstag war am letzten Freitag und wir sind dann auch gleich alle nach der Schule zu seinem Haus gegangen. Alle: das sind Matthew, Jordan, Adam, Henry, David und ich. Wir haben dann den Abend mit gutem Essen, Filmen und ein bisschen X-box spielen verbracht. Wir haben auch ne ganze Menge Football gespielt, bis es dann so spaet war, dass wir alle zusammen in Michaels "Zeltanhaenger" geklettert sind. Das ist ein Autoanhaenger, wie ein Campingwagen, aber es ist sehr klein und besteht nur aus Betten (3). Wir haben uns also alle Decken, Kissen und warme Sachen geschnappt, die jeder bei sich zu Hause finden konnte und es uns dann in diesem kleinen Wagen gemuetlich gemacht. Unsere einzige Sorge war allerdings die Kaelte, weil es diese Nacht um die 0Grad werden sollte und der Anhaenger keinerlei Heizung hatte und wir die Fenster die gesamte Nacht auflassen mussten, wegen unserer Ausatemluft und auch weil der Anhaenger nach Mottenkugeln stank.
Wir haben also den TV und die X-box in den Anhaenger geraeumt und dann den Rest der Nacht mit Filmen verbracht. Ich musste am Morgen (3h Schlaf) gegen 7:30Uhr raus, weil ich zur Arbeit musste. Deswegen habe ich die Party auch fruehzeitig verlassen muessen, obowhl danach sowieso nicht mehr viel passiert ist. An diesem Morgen waren ungluecklicherweise auch die dorfweiten Garage-Sales, wo Leute alte Sachen, die sie nicht mehr brauchen, fuer einen guten Zweck und ein oder zwei Dollar verkaufen. Ich konnte da leider nicht hingehen und so haben nur meine Freunde preiswerte Gitarren, Fernseher, Sportausruestung und so weiter und so fort kaufen koennen.
Ich bin also zur Arbeit und musste erst einmal einen ganzen Haufen Bretter mit der Kreissaege zurechtsaegen, bis ich sie mit Henry (Enns') Hilfe und der "nailgun" alle angenagelt habe, was im Grossen und Ganzen schon gute 5h gedauert hat. Danach bin ich dann erschoepft nach Hause habe erstmal eine heisse Dusche gehabt und bin dann wie verabredet mit Matthew Sawatzky und seinem kleinen Bruder nach Portage gefahren, um mir den Film Fluch der Karibik 3 anzusehen, den ich entgegen aller Kritiken gar nicht mal schlecht fand. Es ist einfahc nur ein ungluecklicher Zeitpunkt, den Film zusammen mit Shrek3 und Spiderman 3 rauskommen zu lassen...

Monday, May 21, 2007

The Porters

Die Pastorfamilie meiner Kirche zieht um! Und zwar nach Regina, Saskatchewan. Der Grund ist, dass Andrea sowieso dort zum Missionscollege gehen moechte (sie macht dieses Jahr ihren Abschluss) und sie in Saskatchewan auch ihre ganzen Verwandten haben. Aber der Hauptgrund ist, dass sie der mit der SoulsHarborRescueMission helfen wollen, wo auch ich vor ein paar Monaten mitgearbeitet hatte.Sie werden also umziehen und Harley wird nicht mehr der Pastor unserer Gemeinde hier sein. Fuer mich ist das, auch wenn es hart klingt, eigentlich ganz gut: Diese Familie hat mit mir relativ viel Zeit verbracht und besonders Andrea and ich haben eigentlich viel zusammen unternommen. Und jetzt werden sie nach der Graduation, so um den 30.6. rum, umziehen. Ich werde es also nicht ganz so schwer haben, wieder nach Deutschland zurueckzukehren, weil sie ja sowieso wegziehen wuerden.Andere Neuigkeiten sind, dass ich das lange Wochenende hier, jeden Tag gearbeitet habe. Langes Wochenende deshalb, weil heute (am Montag) Queen Victoria's Birthday immernoch zelebriert wird.
Am Sonntag jedoch hat Brendan McCaskell eine Xbox-Party im Hub organisiert. Er hat einen Haufen Chips und Getraenke gekauft und dann einfach seine Klassenkameraden eingeladen...Wir hatten 4 Xboxs und 3 Fernsehermonitore plus einen Beamer des Hubs. Ich bin also so gegen 19Uhr dort hingegangen und habe bis 23:30Uhr durchgespielt. Wir hatten viel Spass und die vielfaeltigen Spielmodi habens auch nicht langweilig werden lassen (wir haben zum groessten Teil Halo gespielt). Ich habe dort allerdings nicht die Nacht verbracht, weil ich am naechsten Tag arbeiten musste, sondern bin nach Hause gegangen und habe ein paar Stunden geschlafen, bis ich dann auch schon wieder gegen 6:30Uhr aufstehen musste.
Meine Zeit hier geht langsam zu Ende udn ich versuche den Rest dennoch so gut wie moeglich zu geniessen, obwohl es mir schon schwer faellt.
Na gut, ich werde mich jetzt mal an meinen Aufsatz ueber das Buch "Der kleine Prinz" fuer Franzoesisch (auf Franzoesisch) machen.
(PS: ich hoffe, Flo kopiert das hier alles immer noch schoen;))

Wednesday, May 16, 2007

Needling Cows

Diese Woche jetzt arbeite ich 5 Tage, jeden Tag bis auf Donnerstag (Youth) und Sonntag. Sonntag werde ich mich mit Freunden treffen und wahrscheinlich schwimmen gehen (es ist sehr warm) und auch Donnerstag werde ich, bevor wir dann zusammen zur Jugend gehen, zu Matthew's Haus gehen.
Aber nochmal zur Arbeit. Ich verdiene jetzt 9$ pro Stunde (waehrend Henry 5 bekommt, er weiss allerdings nicht, dass ich mehr verdiene und dass ist auch gut so...) und arbeite zwischen 2-5 Tage pro Woche.
Das ganze fencing ist jetzt erstmal vorbei, aber es gibt immer noch einen Haufen arbeit zu tun. Wir werden jetzt die Scheune aufbauen und dazu muessen wir Loecher in den Betonboden bohren und grosse Holzplanken (die fuer die alte Scheune benutzt worden waren und mit riesigen Naegeln zusammen genagelt sind) auseinanderkriegen!
Erstmal ist es ganz schoen harte Arbeit Loecher mit der Schlagbohrmaschine in den Beton zu bohren (ich musste mich mit meinem ganzen Koerper dagegen stemmen und dass nicht nur einmal!). Das hat man auch deutlich am Verschleiss der Bohraufsaetze gesehen (wir brauchten pro Tag ca. 2-3). Die sind zwar relativ preiswert (3-6$), aber diese ganzen kleinen Steine im Betonboden machens ziemlich hart.
Und auch das Metallschneiden der dicken Bolzen, die die Holzplanken zusammenhalten (diese Holzplanken sind sehr schwer, sodass wir sie nur mit dem Traktor bewegen koennen). Zuerst muss man versuchen, sie herauszuschrauben und anschliessend das ueberstehende Ende mit der funkenspruehenden Metallfraese abgesaegt. Dann mussten wir den Vorschlaghammer nehmen und versuchen mit einem anderen Bolzen beide lockerzuschlagen und rauszuziehen.
Und gestern haben wir uns auch mal um seien Kuehe gekuemmert und zwar hat er 20Kaelber und die mussten alle gegen Krankheiten geimpft werden. Dafuer mussten wir sie erstmal von irhem Muettern trennen, was sich als gar nicht so einfach herausstellte und danach mussten wir sie einzeln in eine Maschine fuehren, die ihre Koepfe einklemmt und damit stillhaelt.
Das war mein job, die Kaelber in diese Maschine zu fuehren: Das war anfangs auch ganz einfach, aber sobald die ersten durch waren, haben die anderen gemerkt, um was es hier geht und vor allem die groesseren (ziemlich stark) haben dann ganz schoen Protest gemacht.
Und das eine hat mich sogar ordentlich gegens Schienbein getreten, wo ich jetzt eine ziemlich grosse Beule habe und die Haut an einer Stelle gerissen ist. Danach bin ich dann auch nicht mehr ganz so zimperlich mit den Kaelbern umgegangen und es hat dann auch ganz gut geklappt (Henry wurde fast von einer Mutterkuh umgerannt, er hat es geradeso ueber den Zaun geschafft, waehrend Henry Enns und ich mit Stockhieben auf die Nasen, den Kuehen gezeigt haben, wer hier der Boss ist;)
Am Abend bin ich dann einfach nur ins Bett gefallen und sofort eingeschlafen.
Ich freue mich schon auf morgen, weil ich dann in Matthews Pool entspannen kann und wir bestimmt Spass mit der Jugend haben.
Und mit diesen Worten werde ich auch jetzt mal duschen und anschliessend ins Bett gehen...

Monday, May 14, 2007

Muttertag

Am Muttertag habe ich natuerlich gleich am Morgen meine Mama angerufen und mit ihr und dem Rest meiner Familie ein bisschen telefoniert. Wir haben uns ueber alles Moegliche unterhalten und auch Julian hat mir tolle Sachen erzaehlt.Anschliessend bin ich dann gleich zur Kirche, wo wir einen tollen (frauenbezogenen) Service hatten und danach zusammen Caffee getrunken haben (Muffins, Kuchen etc.). Daraufhin habe ich dann Sara gefragt, was wir denn wohl fuer Tina machen sollten und uns ist beiden nicht so wirklich was eingefallen. Michael hatte mich auch zu seiner Muttertagsfeier eingeladen und dadruch, dass Sara und ich uns nicht entscheiden konnten, bin ich dann mit Michael mitgegangen.Seine Familie lebt in Morden. Morden ist eine Stadt, in der ich schon einmal ganz zum Anfang des Jahres war. Ich bin dort zusammen mit Henry und Tina und Tina's Freunden aus Winkler hingefahren und wir haben uns dort ein ganz grosses Festival und eine tolle Parade angesehen. Nun bin ich dort zum zweiten Mal waehrend meines Jahres hingefahren und habe Michaels Familie besucht. Sie waren alle sehr freundlich und wir haben besonders mit seinen beiden Cousins viel Spass gehabt. Der eine ist genau so alt wie Julian und deshalb habe ich mit ihm einen grossen Teil der Zeit verbracht. Er kann uebrigens schon richtig gut Skateboard fahren (fast besser als laufen) und dadruch, haben wir beide einen Grossteil des Tages auf dem Board verbracht.Am Abend sind wir dann relativ spaet (8pm) nach Hause zurueckgekehrt, wo ich ueberrascht festgestellt habe, dass mein gesamter Garten voll von Leuten war. Die gesamte Zacharias Familie, die gesamte Enns Familie und auch Harley Porter und der Rest meiner eigenen Familie.Sie hatten ein grosses Lagerfeuer angezuendet und waren gerade dabei das gesamte mitgebrachte Essen auszupacken. Also war ich noch nicht zu spaet.Wir haben dann einen netten Abend alle zusammen verbracht und ich habe gelernt, wie man einen vernuenftigen "schmor" zubereitet (kekse oben und unten, schokolade und heissen marshmallow).Ich habe mich allerdings dann frueh verabschieden muessen, weil ich mcih fuer meinen Geschichtsexamen und Englischtest vorbereiten wollte.Und die habe ich heute dann auch erfolgreich hinter mich gebracht.

PS: ich habe heute mein erstes Packet mit Wintersachen und einem Haufen CDs abgeschickt...

Friday, May 11, 2007

meine Abflugdaten

Ja anscheinend ist es auch schon so weit, dass ich meine Abflugdaten von EF zugeschickt bekomme. Ein bisschen Wehmut kommt schon auf, obwohl ich mich natuerlich auch super auf zu Hause freue. Aber die letzte Wochen werde ich mal noch in vollen Zuegen geniessen.
Also:

5.Juli 6:30AM Winnipeg-->9:52AM Toronto
5.Juli 5:30PM Toronto-->6.Juli 7:00AM Frankfurt
6.Juli 8:55AM Frankfurt-->10:00AM Berlin

Ich werde dann wieder am Morgen in Berlin sein.
Fuer alle, die es nicht gleich auf den ersten Blick gesehen haben: Ich muss wieder (wie auf dem Hinflug) 7h in Toronto warten!!!
Also ich weiss auch nicht, was die sich dabei gedacht haben...

First Spring-Soccer Game

Wir hatten letztens unser erstes Fussballspiel. Der grundlegende Unterschied zwischen Fall und Springsoccer ist, dass man sich zu den Spielen waehrend des Fruehlings nicht auf den Schulbus verlassen kann, sondern sich selbst eine Hin und Rueckfahrt organisieren muss, was nicht immer einfach sein wird. Gluecklicherweise haben die meisten meiner Freunde allerdings alle schon ihren Fuehrerschein und deshalb hat mich Mark dann auch am Dienstag nach Minnedose gefahren (er ist ja auch im Team). WIr wussten alle, dass dieses Spiel nicht einfach werden wuerde, weil Tyson und sein Bruder ihrem Vater beim ERnten helfen muessen und deshalb diese Saison nicht mitspielen koennen und fuer dieses eine Spiel mussten wir auch noch auf zahlreiche Baseballspieler verzichten, die dann aber bei den anderen Spielen dabei sein wuerden.
Wir sind also nach knapp anderthalb Stunden in Minnedose angekommen, wo wir auch schon im Herbst gespielt hatten. Dort gab es ungluecklicherweise nur eine Camping-Toilette ohne Strom und Wasser (Garrett, Mark und ich haben damit allerdings keine Probleme gehabt).
Dann gings auch schon los: Waehrend der ersten Halbzeit haben wir ein ganz ausgeglichenes Spiel gehabt, nur dass wir wussten, dass es nicht so bleiben wuerde, weil die Minnedose-Bank vollgestopft mit Ersatzspielern war und wir nicht mal Auswechselung fuers Mittelfeld hatten.
Gegen Ende der ersten Halbzeit haben wir dann auch ein Tor kassieren muessen (wahrscheinlich aus Muedigkeit).
Zu Beginn der zweiten Halbzeit hat Mark dann eine rote Karte bekommen, weil er udn sein Gegner dem Ball nachgejagt sind, beide sind gefallen, der andere ist schneller auf die Beinde gekommen, ueber Mark gesprungen, der ist gerade aufgestanden und deshalb ist der andere mit einem lauten Krach genau auf Mark gelandet.
Allerdings wurde das Foul an Mark gepfiffen, woraufhin der sich erstmal ordentlich beschwert hat. Er hat dem Schiedsrichter gesagt, dass er zum Ball und nicht zum Koerper wollte und dass, wenn er zum Koerper gewollt haette, der andere jetzt tot am Boden liegen wuerde. Ja und das sagt man halt zu dem Schiedsrichter nicht...
Wir haben also die gesamte zweite Halbzeit mit einem Spieler weniger bestreiten muessen, was uns aber nicht daran gehindert hat, einen Anschlusstreffer zu schiessen (Darwin hatte da aber ziemlich Glueck gehabt). Im weiteren Spielverlauf hat dann unser bester Stuermer einen ziemlich Schuss abgegeben, den der Torwart nicht festhalten konnte. Und ich habe dann Ball direkt vor die Fuesse bekommen und ohne lange nachzudenken einfach nur abgezogen.
Wir haben also 2:1 gefuehrt, nur dass wir auch noch 25MInuten Spielzeit hatten. Fuer den gesamten REst haben wir uns einfach nur zurueckgezogen und den Ball so weit wie moeglich in die andere Haelfte zu unseren STuermern geschossen, weil es fuer das Mittelfeld einfach kaum moeglich war, immer noch hin und herzurennen (da wir ja keine Auswechslung gehabt hatten).
Wir haben dann das Spiel auch mit diesem Punktestand gewonnen.
Anschliessend sind wir dann auch noch zu Macdonalds und DairyQueen gegangen (wo ich das erste Mal einen dieser legendaeren Blizzards hatte). Und haben uns dann auf den Weg nach Hause gemacht, wo wir so gegen MItternacht angekommen sind.

Wednesday, May 09, 2007

Sucker-Fishing!

Letzten Sonntag bin ich mit Michaels Familie und Matthew Sawatzky Sucker-Fishing gegangen. Suckers sind Saugerfische die besonders im Fruehjahr zu Tausenden und Abertausenden durch die Fluesse schwimmen. Wir sind also nach Katrime gefahren, wo es in einem kleinen Fluss einen verhaeltnismaessig kleinen Staudamm gibt. Und nur da ist es wirklich moeglich durchs Wasser zu waten und Fische im Schatten der Felsbloecke zu erspaehen. Wir hatten eine Mistgabel, einen grossen Kaescher, eine Machete, einen langen Eiskratze mit rasiermesserscharfer Spitze und Baseballbats. Und dann ging das Gemetzel los. Ich habe mir gleich zu Anfang mal den Eiskratzer gegriffen und da ich keine Gummistiefel hatte, bin ich dann mal barfuss losgewatet. So auch der Rest. Wir haben dann immer versucht die Fische einzudraengen und in eine bestimmte Richtung (zum Kaescher) zu scheuchen, wo wir sie dann gefangen und ans Land geworfen haben. Das hat auch ganz gut geklappt, nur dass man nach einer grossen Schlacht immer erstmal warten musste, bis sich wieder neue Fischschwaerme angesammelt hatten. Suckerfish sind relativ grosse Fische, sie sind so zwischen Unterarmlaenge und gesamter Armlaenge lang und so dick wie eine Wade (meine Wade und nicht Flos^^). Also ganz schoen grosse und vor allem schwere Fische.Wir haben also so circa 2h sehr viel Spass gehabt und jeder ist mindestens einmal ausgerutscht, weil es superglitschig war und vor allem die Steine unterwasser auch mal ganz schoen scharfkantig sein konnten.Wir haben im Grossen und Ganzen so um die 30-40 Fische gefangen (nicht wirklich gefangen, eigentlich nur getoetet) und dadurch, dass Michaels kleine Brueder den groessten Teil der Zeit damit beschaeftigt waren, die Fische, die wir ans Ufer geworfen hatten, zu toeten und dann wieder ins Wasser zu schmeissen, hatten wir am Ende nur so um die 15, die wir dann fein, saeuberlich aneindandergereiht haben, sodass sich die Voegel dran erfreuen koennten.Wir sind dann alle nach Hause gefahren und haben erstmal etwas ueber unseren Abend diskutiert, bis Michael dann auf die tolle Idee kam, dass sein Vater uns ja mit der Wasserpistole abspritzen koennte und wir alle bei ihm fuers Grillen bleiben koennten. So haben wirs dann auch gemacht. Wir haben alle Badehosen von seinem Vater bekommen, die mehr oder weniger gut gepasst und interessante Farben haben. Anschliessend hat er uns dann mit lauwarmen Wasser geduscht, waehrend wir mit Waschlappen, den Van gesaeubert haben. Das war sicher ein etwas merkwuerdiges Bild fuer MacGregor. In der MItte des Dorfes, drei junge Maenner die praktisch nackt einen Van waschen. Ich war ueberrascht, das keiner anderer kam und nach einem "Carwash" gefragt hat:P.Daraufhin haben wir uns dann abgeseift (wir haben alle nach Fisch gestunken) und dann ein herrliches Abendessen genossen. Ich habe mich also richtig gut vollgegessen um den Abend schoen ausklingen zu lassen, aber nichts da!!!Minuten nach dem wir fertig waren, und sich ein jeder auf den Heimweg machen wollte, kam Jordan Sawatzky (Matthews Bruder), der sich den Tag ueber etwas gelangweilt hatte und nun besonders unternehmunslustig war.Er hatte eine ganz tolle Idee; dazu mussten Matthew und ich zurueck nach Katrime fahren und so um die 10 Fische aufsammeln und Jordan und Mike sind zusammen nach Portage gefahren um Silversterboeller zu kaufen (CherryBombs: beruehmt, beruechtigt hier).Wir haben uns dann alle hinter der Eastend-Kirche getroffen und immer einen Fisch genommen, einen dieser Knaller durch den Mund in die Innereien geschoben, angezuendet und dann nur zugesehen. Ausser der Tatsache, dass wir alle mit Fischinnereien bespritzt waren und nach Fisch stanken, hatten wir einen superAbend!Nur hat Jordan am naechsten Tag einen Anruf vom Pastor bekommen, der die Gedaerme und den Gestank an der noerdlichen Kirchenmauer nicht ganz so toll fand;)

work and Prairie Oysters

Die letzten Tage waren hier einfach wunderschoen, aber superheiss. Die normale Tagestemperatur lag zwischen 20-30Grad und gestern hatten wir 33Grad! Alles ist am Bluehen und ein jeder, der auch nur im entferntesten was mit Farming zu tun hat, ist ganz aus dem Haeuschen. Alles laeuft auf Hochturen und ein jeder hat sich auch shcon den ersten Sonnenbrand eingefangen, so auch ich gestern...Und zwar hatte ich letzte Stunde Ausfall (schulstunden sind hier 80min lang) und habe deshalb mit meinen Freund auf dem Fussballplatz ein bisschen Baseball gespielt. Uns wurde dabei so warm, dass wir einfach die ganze Zeit mit nacktem Oberkoerper gespielt haben. Tyson hatte dann eine super Idee und zwar wollte er den Locker seiner Freundin mit Loewenzahn fuellen (seine Freundin ist Stephanie Tomchuk). Das haben wir dann auch gemacht und zwar sassen dann 4 junge, halbnackte Maenner im Gras (Mark, Tyson, Craig und ich) und haben Loewenzahn in ihre Baseballhandschuhe gepflueckt, wir haben die dann alle in die Schule getragen und praktisch ihren gesamtem Locker mit Loewenzahn gefuellt. Die Ueberraschung war ziemlich gross;)Anschliessend hatte ich dann Soccerpractice and wir haben die Mannschaft in zwei Untergruppen aufgeteilt (Shirts and Skins-->"mit Tshirt" vs "ohne Tshirt) und ich war natuerlich in der Skins-gruppe, was dann dazu gefuehrt hat, dass ich weitere 3h mit nacktem Oberkoerper durch die Gegend gerannt bin. Ungluecklicherweise hatten wir zwei Unfaelle waehrend dieses Trainings. Garrett Bodie ist nicht nur fuer seinen sehr harten Schuss bekannt, sondern auch fuer sein Wegholzen von allem, was ihm in den Weg kommt. Ja und dieses Mal war es Braden (Nicoll), der dummerweise zur falschen Zeit am falschen Ort war. Bodie hat ihm den Knoechel weggehauen und der ist jetzt gerissen und total schwarz von blauen Flecken. Es ist Bradens letztes Jahr und er ist einer der wichtigsten Stuetzen unseres Teams. Aber er wird mti hoher Wahrscheinlichkeit kein Fussball in diesem Jahr mehr spielen und auch Track und Baseball (sind alle in der Saison gerade) kann er vergessen. Und auch ich habe meinen Teil abbekommen, weil wir Worldcup gespielt haben (etliche Teams, je 2 Spieler, versuchen alle zu gewinnen) und Garrett die gesamte Zeit ueber aus der 2. Reihe geschossen hat, waehrend die anderen einfach nur zugeschaut haben, schliesslich wollte ja niemand verletzt werden (ueberraschend starke Schusskraft). Bis mir das dann langsam zu bunt wurde und ich einfach mal dazwischengesprungen bin, was keine so gute Idee war. Der Ball hat mich genau in die Mitte des Hinterkopfes getroffen und ich bin danach erstmal voellig kraftlos auf den Boden gefallen. Als ich mich dann wieder aufgerichtet hatte, hatte ich ein unheimliches Stechen im Kopf und mir war ziemlich schwindelig, deshalb habe ich dann auch den Rest des Trainings nur rumgesessen.Am Abend dann hat mich Henry Enns abgeholt und wir haben zusammen, dass letzte Zaunstueck fertig zusammengesetzt und dann den Abend mit seiner Familie verbracht. Ich habe dann auch mal die Gelegenheit bekommen, bei denen zu Abend zu essen undich muss schon sagen, dass ist wahrschienlich das schoenste Haus, in dem ich jemals gegessen habe:PAm Abend hat er mich dann nach Hause gefahren und mir eine tolle Geschichte ueber struppige Cowboy-Baerte und Prairie-Oysters erzaehlt. Zu Hause habe ich dann gemerkt, dass meine Schultern ganz schoen rot waren und auch mein Nacken einiger Kuehlung bedurfte. Und ich habe auch gemerkt, dass es wesentlich anstrengender ist, in gluehender Hitze zu Arbeiten, als beim Regen. Vor allem, weil ich den Segestaub ueberall hatte und total verschwitzt und staubig war.Aber nach einer kalten Dusche hat sich das dann schon viel besser angefuehlt...

Saturday, May 05, 2007

Work at Henry Enns'

Ich bin heute das erste Mal arbeiten gegangen. Im stroemenden Regen und eiskaltem Wind habe ich 10h gearbeitet! Von 7:30Uhr bis 16Uhr (mit Mittagspause, die aber auch nur 30min lang war).
Henry Enns, ein sehr netter 35jaehriger Familienvater ist dabei, seine eigene Farm aufzubauen und kann dabei ne ganze Menge Hilfe gebrauchen. Er hat eine Diary-Farm (Kuehe!) und deshalb haben wir den ganzen Tag "fencing"/ Zaeune gebaut. Was ich da gemacht habe, ist, den Hammer schwingen und ueberstehende Enden der ziemlich dicken Holzplancken mit der Motorsaege absaegen. Ich weiss ja nicht, ob die hier andere Sicherheitsbestimmungen haben, aber die Motorsaege hatte es ganz shcoen in sich;) und nach einigen Stunden mit der in der Hand konnte ich meine Arme vor Erschoepfung und wegen der ganzen Vibration kaum fuehlen. Waehrend der Arbeit war ich so durchnaesst, dass ich meine Sachen foermlich auswringen konnte und dann von Henry Enns noch ein paar neue bekam. Er lebt in einem wunderschoenen Haus, dass von einem kleinen Fluesschen umflossen wird. Er hat drei kleine Kinder und der juengste erinnert mich sehr an Julian. Die Arbeit da hat mir superviel Spass gemacht, vor allem, weil die kleinen Kinder mehr oder weniger gut mithelfen, aber ein tolle Spassfaktor sind;)
Henry (mein Gastbruder) arbeitet da jetzt schon seit letztem Jahr und hat konstant 5$ pro Stunde verdient. Henry Enns hat mich dann mal vertraulich zur Seite gezogen und mir zugefluestert, dass ich wahrscheinlich wesentlich mehr kriegen werde, weil ich ihm wirklich gut helfe und vorallem die harte Arbeit mit der Motorsaege abnehme. Ich habe also den gesamten Tag heute im eiskalten Regen gearbeitet und bin nun unheimlich stolz auf mich. Ich werde dort wahrschienlich so ein, zweimal die Woche arbeiten. Hoffentlich den ganzen Sommer bis ich zurueckkomme.
Am Montag nach meinem Fussballtraining gehts weiter;)
PS: ich hab mir auch ein ganz nettes Suemchen verdient...

Friday, May 04, 2007

Ahhh Schlangen!

Die haben hier Schlangen!! Das habe ich vorher nie gewusst und an diesem Morgen habe ich die unliebsame Bekanntschaft auf dem Weg zur Schule gemacht. Und zwar haben die tausende! Ungefaehr einen halben bis einen Meter lang, anscheinend ungiftig (wie mir gesagt wurde) und flink!
Wir haben gerade so viele im Dorf, dass Leute mit Aexten rumlaufen und vor allem kleine Kinder (!) den ganzen Tag am Schlangenkoepfen sind. Na ja, wenigstens laufen die mir dann nicht mehr uebern Weg...
Und auch noch eine andere kurze Geschichte:
Michael Wall, einer der Leute der auch zu unserer Jugend kommt, ist ein sher wohlhabender junger Mann und gestern hat er mir erzaehlt weshalb. Zur zusaetzlichen Info: es gibt hier eine Lebensmittelladenkette, die sich Co-op nennt und die praktisch Kaisers, Aldi, Lidl, Plus und Metro alle in einem verkoerpert. Und seine Familie hat den Vertrag jeden Co-op in ganz Manitoba und in ganz Saskatchewan und auch jeden in ganz Calgary mit Spargel zu versorgen!
Und das ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Millionenvertrag. Er hat mich auch eingeladen mit seinem (eigenen!) Boot mal auf die Seen zu fahren und mit ihm in den Waeldern Paint-balling zu gehen. mal sehen, was draus wird!
Und die letzte meiner kleinen Geschichten ist Henry's neueste Errungenschaft: ein Pocket-Bike. Ein kleines Motorrad, was es auf eine Hoechstgeschwindigkeit von 90kmh bringt und damit brandgefaherlich ist!
Er hatte es jetzt shcon zwei Tage und ist es auch staendig durchs ganze Dorf gefahren (jeder konnte ihn hoeren...) und hat seinen Spass gehabt. Bis er gestern Abend an einem Polizisten vorbeigeduest ist. Er hat ein Ticket von ueber 200$ bekommen ("unter 16jaehriges Motorrad fahren" und auch "illegales Vehikel") und das wird wahrschienlich auch seine Drivers License beeinflussen, die er ja gerade in der Schule versucht zu bekommen. Also mal sehen wie sich das alles entwickelt.

Biking to Austin and dirt-biking accident

Letzten Sonntag wollte ich eigentlich wieder zu den Sawatzkys gehen, konnte aber nicht, weil die nach Brandon gefahren sind, um Chemikalien (Chlor etc.) fuer ihren Pool zu kaufen. Dadurch hatte ich am Nachmittag nichts zu tun und auch Michelle hatte nichts vor und deshalb hat sie mich einfach zu ihr eingeladen. Das Problem war nur, dass sie in Austin lebt, was 20Autominuten (auf dem Highway mit 120kmh) weit weg ist. Aber dadurch, dass es wunderschoenes Wetter war (das Wetter war jetzt in den letzten Tagen superschoen immer ueber dem Gefrierpunkt und kaum Regen) und ich weiter nichts zu tun hatte, habe ich mich mit dem Fahrrad auf den Weg gemacht. Worueber ich mir allerdings keine Gedanken gemacht hatte, ist, dass es sehr windig war, wirklich sehr windig. Ich bin also auf dem Streifen ganz rechts neben der Fahrbahn in Richtung Austin gefahren. Zwei, drei Mal hats mir ganz schoen um die Ohren gepfiffen, aber ich bin dann nach ca. 45min (ich habe das Streetbike benutzt, damit gings ziemlich schnell) sehr verschwitzt und zerzaust bei ihr in Austin angekommen.Ich habe mich dann erstmal geduscht und anschliessend haben wir zusammen ein paar Spiele gespielt und sie hat mich durch Austin gefuehrt; ich bin zwar ein paar Mal vorbeigefahren, aber habe nie die Gelegenheit gehabt mich wirklich dort umzuschauen. Anschliessend haben wir dann auch noch Basketball gespielt und uns nett unterhalten. Waehrend des Nachmittags ist dann Matthew Sawatzky's ganze Familie zu Besuch gekommen (die vorher die Chemikalien besorgt hatten). Denn was ich nicht wusste, ist, dass die beiden Familie super gute Freunde sind und sogar die ganze Zeit Trips nach BC unternehmen. Wir haben also einen tollen Abend mit Matthew's und ihrer Familie verbracht. Ich habe mich mit den Eltern toll unterhalten und auch mit Matthew und Nicholas Spass gehabt. Wir sind auf die Schule in Austin geklettert und sind ein bisschen durch den Park gewandert.Am Abend haben wir dann ein paar Spiele gespielt und ich bin dann so lange geblieben, dass ich unmoeglich den Highway nach Hause nehmen konnte (zu dunkel). Und deshalb hat mich dann ihr Vater bereitwillig nach Hause gefahren.Am kommenden Dienstag bin ich dann gleich, nachdem ich fertig mit meiner Arbeit war (aushelfen im Hub), zu Matthew Sawatzky gegangen und habe dort den Abend verbracht. Wir sind natuerlich auch wieder Dirt-Biking gegangen, nur dass das dieses mal nur ich und Nicholas waren, weil Matthew damit beschaeftigt war, neue Spruenge und Passagen vorzubereiten (mit Traktor und Manneskraft). Wir haben also unseren Spass gehabt, bis ich auf einmal ungluecklicherweise den einen Sprung etwas schnell genommen habe und dann gleich auf einen der naechsten losgefahren bin, den Matthew gerade erst vorbereitet hatte. So weit, so gut: das Problem war nur, dass diese Erde so weich war, dass mein Vorderrad sofort stecken geblieben ist und somit mein Bike von hier auf gleich still stand. Ich bin vorne ruebergeflogen und im hohen Boden auf die Erde gekracht, waehrend sich das Bike hinter mir ueberschlagen hat. Dem Bike ist zum Glueck nichts passiert, weil es auf dem Erdhuegel (ueber den ich springen wollte) gelandet ist und auch ich, obwohl ich wohl einige Meter durch die Luft gesegelt bin, habe ausser eines aufgerissenen T-Shirts und einiger Scharten am Ruecken keine Verletzungen gehabt, weil auch ich auf der frisch angelegten "Anlaufstrecke" gelandet bin, die sehr weich und "gemuetlich" war. Mir gehts also gut. Danach haben wir dann aber auch gleich weitergemacht und sonst ist aber auch nichts passiert.Spaeter dann bin ich mit Nicholas, seinem Bruder in ihren Pool gesprungen, der gerade mal 10C warm war. Die koennen den zwar mit Hilfe von Propan innerhalb von anderhalb Stunden auf 30C aufheizen, aber das machen sie jetzt noch nicht, weil sie ansonsten ueber die Nacht zu viel Waerme verlieren wuerden. Wir haben also etwas Zeit im Pool verbracht (ich habe 1minute am Stueck Bahn nach Bahn geschwommen, bis meine Finger so kalt wurden, dass sie wirklich angefangen haben weh zu tun und ich lieber aufgehoert habe).Spaeter ist Nicholas dann zur Farm gegangen um zu arbeiten und Matthew und ich haben die Zeit damit verbracht zwischen ihren Feldern hin und herzufahren und mir einen Eindruck von typischer Farmarbeit zu verleihen:Zuerst habe ich seinem Vater geholfen Kartoffeln zu pflanzen und dann auch geholfen den Traktor zu reparieren und ein paar Einstellungen am GPS-System zu korrigieren. Anschliessend habe ich dann auch noch Ron (dem juengsten der Sawatzky-Brueder) beim Weizenanbau geholfen, was sich sehr lange hingezogen hat und etwas langweilig wurde, obwohl ich ne tolle Gelegenheit bekam, mit ihm ueber das Unternehmen und das Arbeiten mit so vielen Bruedern zu sprechen.Am Abend bin ich dann erschoepft, aber gluecklich von Matthew nach Hause gefahren worden und musste meinen letzten (endlich!) Geschichtsaufsatz zu Ende schreiben, weil der am naechsten Tag fertig zu sein hatte. Das hat auch alles ganz gut geklappt und ich freue mich schon auf das naechste Abenteuer mit den Sawatkys!

Friday, April 27, 2007

Dirt-biking und EXCELS

Und dann wars auch schon Mittwoch und ich habe alle meine Sachen wieder zusammen gepackt und mich am Nachmittag gleich nach der Schule auf zu Matthew Sawatzkys gemacht! David war waehrenddessen zusammen mit der gesamten Band-KLasse auf dem Weg nach St.Louis.Mal ein paar Worte zu Matthew. Er verbringt praktisch jede freie Minute auf der Farm und dementsprechend ist er auch ziemlich staemmig. Wenn er nicht auf der Farm ist, dann rast er mit dem Dirtbike durch die Gegend und so war das auch die perfekte Moeglichkeit fuer mich endlich mal meine Motorrad-Kenntnisse zu verbessern und aufzufrischen! Matthew ist der beste Fahrer aus der Schule und nimmt auch ab und zu an grossen Turnieren in Winnipeg und Brandon teil. Hinterm Haus und praktisch alles Land, was nciht als Farmland genutzt wird, haben sie ihre eigenen Trails und Tracks gebaut, damit er seine Spruenge und so weiter ueben kann. Die Familie besitzt 6 Dirtbikes (2 Quads, 2Snowmobiles, 1 Threewheeler, Hottub, Pool etc....) und somit habe ich auch eins bekommen. Und diese Motorraeder habens ganz schoen drauf, mein Motorrad konnte bis zu 160km/h schnell werden und seines wahrscheinlich noch viel schneller. Aber auf den Tracks gings natuerlich erstmal langsam und behaglich los und ich habe meine ersten kleinen Motorradspruenge hingelegt. Ich bin auch nur einmal kraeftig abgerutscht und habe mir ungluecklicherweise (ich hatte keine Motorradstiefel) das ganze Schienbein aufgerissen...Aber ich habe gleich einen Verband bekommen und dann gings auch gleich weiter. Wir haben den ganzen Nachmittag auf den Dirtbikes verbracht und sind dann am Abend wieder rueber zur Farm, um wieder fuer einige Stunden so um die 3 Semi-Trucks mit frisch geschnittenen Kartoffeln vollgeladen. Am Abend sind wir dann relativ frueh ins Bett gegangen, weil ich am Morgen dann auch noch meine Sachen fuer den Franzoesisch-Trip nach Brandon packen musste.Achso, eine andere Sache moechte ich auch noch erwaehnen und zwar, dass die Sawatzkys fuer eine lange Zeit Emu-Zucht zusaetzlich zu dem Kartoffel-Farming betrieben haben. Sie haben Fleisch und Pelze damals zu einem guten Preis verkauft, aber jetzt geht das anscheinend nicht mehr, weil sie das alles nicht mehr loswurden und es dann gelassen haben.Also ich bin dann frueh zu Bett gegangen und am naechsten Morgen habe ich mich mit Essen eingedeckt und meine Sachen gepackt. Ich habe dann einen "halben" Schultag gehabt und bin dann mit meiner Franzoesischklasse und den Grade 11 Franzoesischschuelern nach Brandon aufgebrochen. Ich habe mir zusammen mit Tyson und Mark auf der Fahrt Casino Royale angesehen und sobald wir angekommen waren, haben wir uns gleich 2 zusammenliegende und Badezimmer teilende Zimmer genommen (Tanner wuerde spaeter noch dazukommen, weil er bei den Badminton-Provincials war). Wir sind dann auch gleich zu unserer ersten Session gegangen, die 5h gedauert hat (!!!) und ziemlich schell langweilig wurde. Wir haben ueber kleine franzoesische Orte gelernt, was mich sehr an unseren letzten Sommerurlaub erinnert hat;).Nach der ganzen Lernerei fings dann aber erst richtig an SPass zu machen und zwar sind wir alle bei "Gulliver's" essen gegangen (ziemlich fancy) und haben dann auch meheree Stunden in einer Mall verbracht, wo dann auch noch Cody, Evan und Spencer dazugekommen sind, weil sie von Badminton kamen. Das lustigste der gesamten zwei Tage ist dann aber am Abend passiert, wo wir uns alle "Deja Vu" im universitaetseigenen Spieleraum auf einem riesigen Fernseher angesehen haben und ich einfach nur noch mal schnell eine Dusche vorher haben wollte.Ich habe mich also geduscht als Mark ins Badezimmer gekommen ist und mit allen meinen Sachen in meinem Raum verschwunden sit. Und irgendwie hat er es geschafft, die Tuer so zuzumachen, dass wir nicht mehr reinkonnten, weder durch die Badezimmertuer noch durch die eigtl Tuer., beide waren verschlossen.Ich musste also nackt in Mark's (und Tysons) Zimmer sitzen und anderthalb Stunden warten, bis der Sicherhietsdienst, das Schloss geknackt hatte.Wir habens aber dann doch noch geschafft, einen grossen Teil des Filmes zu sehen, auch wenn das dann ganz schoen kompliziert zu verstehen war.Am naechsten Morgen haben wir dann als Gruppe ein kleines franzoesisches Dorf gebaut und ich habe versucht mti meiner Gruppe so gut sie moeglich das Dorf nachzubauen, wo wir im Sommer waren (Fluss, Kirchengemaeuer, Weinanbau, Berge etc...). Wir haben damit auch im Vergleich zu den anderen ganz gut abgeschnitten und damit war der Tag dann auch zu Ende und ich kann im Grossen und Ganzen ueber die Brandon University sagen, dass ich es sehr genossen habe und das Essen des Campus ausgezeichnet war, ganz im Gegensatz zu den Betten, die praktisch so hart wie der Fussboden waren!Wir sind dann auch wieder zurueckgefahren und heute abend gehe ich zu einer Party, weil Kurtis ja wegfaehrt (es ist eine Ueberraschungsparty, die meine Gastschwester und ihr Freund fuer ihn vorbereitet haben und deshalb wird es auch eine gute "clean-party" sein)...Mal sehen, wie das so wird...PS: in den naechsten Wochen werde ich wahrscheinlich sehr viel oefter zu Matthew gehen, weil Dirt-Biking unheimlich viel Spass macht und die (besonders wenns warm wird) auch nen Pool haben und ich habe die Elter gefragt-->ich bin herzlich willkommen und kann auch wenn ich moechte ruhig noch ein bisschen auf der Farm mithelfen.

Henry's Surgery and the last day with Kurtis...

Letztes Wochenende war hier eine ganze Menge los, weil Henry's Operation (wegen seines Sprachproblems) anstand und ich meine Sachen packen musste. Ich hatte beschlossen die Woche lieber irgendwo bei Freunden zu verbringen, da ja meine Gastfamilie sowieso die Haelfte der Woche in Winnipeg verbringen wuerde und auch danach der Umgang mit Henry sicherlich nicht unbedingt immer leicht ist. Ich wollte also die ersten 3 Tage (Sonntag bis Mittwoch) bei David Sawatzky verbringen und dann am Mittwoch, weil David und seine Mutter auf den schulgeplanten "Band-Trip" fahren, zu einem der anderen Freunde, Matthew Sawatzky, gehen. Dort eine Nacht bleiben und am naechsten Tag mit den Franzoesischkursen 11/12 nach Brandon fuer ein 2-taegigen Aufenthalt in der Universitaet Brandons aufbrechen. Ich plante dann am Freitag wiederzukommen und das Wochenende mit meiner Gastfamilie zu verbringen...
So weit, so gut, das war also meine Woche, eine ziemlich durchorganisierte, aber sicherlich spassige Zeit.
Am Sonntag hatte ich also alle meine Sachen gepackt und war fertig auf die Woche vorbereitet, als mich Kurtis anrief und mich wissen liess, dass er ja naechstes Wochenende nach BC aufbrehcne wuerde (er geht dort fuer 3 Monate "tree-planting") und dass es unser letzter Sonntag zusammen sei. Er wollte also was Tolles machen. Nach einigem Hin und Her sind wir dann zusammen mit David, Michael und Beau Teichroew nach Brandon aufgebrochen. Dort sind wir wieder mal im Sportsplex schwimmen gegangen und haben den Abend mit einem kuehlen A&W Rootbeer ausklingen lassen. Wir sind dann sehr spaet bei David zu Hause angekommen, haben uns dort noch ein Hockeymatch angeschaut (es ist jetzt die zweite Runde des Stanley-Cups) und sind dann todmuede ins Bett gefallen. Gute Nachrichten: naechsten Morgen hatten wir Track and Field, was fuer uns, um 7Uhr aufzustehen, hiess. Wir haben uns also muede aus dem Bett gequaelt und sind schlaftrunken Runden gerannt und haben meine Speerwerftechnik verbessert (David ist ein grossartiger Speerwerfer und bringt mir die Technik bei, sein Bruder Joey wurde vor 2 Jahren der beste Speerwerfer Manitobas!). Wir sind danach ganz normal zur Schule gegangen und ich anschliessend zum Fussballtraining, von wo ich dann von Ryan Wiebe's Mum nach Hause gefahren wurde (Ryan Wiebe ist ein guter Fussballspieler und will professioneller Golf-Spieler werden, er ist auch auf dem besten Weg dorthin, weil seiner Familie 1 Golfplatz und 2 Driving Ranches gehoeren!). Sobald ich bei Davids angekommen war, hat man mcih schnell wissen lassen, dass ich wohl als Aushilfe auf deren Farm gebraucht werden wuerde. Die Sawatzky-Farm ist eine der groessten hier, was sich auch einfach an der Groesse der Haeuser erkennen laesst (wahre Palaeste:P)...und dadurch, dass es jetzt so warm ist, muessen die so schnell wie moeglich ihre Kartoffelpflanzen in die Erde kriegen! Ich habe mir also ein paar von Davids alten Sachen geschnappt und wir haben uns dann auch gleich auf den Weg zu deren Farm gemacht, die auch nur ein paar Minuten weit weg ist. Dort angekommen wurden mir Handschuhe in die Hand gedrueckt, ich wurde kraeftig desinfiziert (kann ja sein, dass ich irgendwas reinschleppe) und wir haben uns zusammen mit Matthew, Nicholas und ja David Sawatzky an die Arbeit gemacht. Wir sollten sogenannte "seed-potatoes" in die richtige Groesse schneiden, die werden naemlcih als Saat verwendet und wenn sie gross genug sind, kann man sogar zwei daraus machen. Wir standen also am Fliessband und haben versucht, die schnell vorbeirasenden Kartoffeln nach Groesse abzuschaetzen, die Groessten herauszugreifen und mit einem der dort befestigten Klingen in zwei zu schneiden. Die ersten 20Minuten gings mir dabei gar nicht gut, weil das schnelle Fliessband in mir einen unheimlich Drehwurm ausgeloest hat, danach gings aber besser und wir haben die Kartoffeln fuer 2h geschnitten. Anschliessend sind wir mit den Fahrraedern nach hause gefahren und erneut todmuede ins Bett gefallen.
Am Dienstagmorgen dann konnten wir wenigstens eine Stunde laenger schlafen, weil wir nicht fuer Track aus dme Bett mussten. Wir hatten beide einen ganz normalen Schultag, obwohl man auf der Busfahrt auch mal mit Leuten sprechen konnte, mit denne man sich vllt nicht so haeufig unterhaelt. Na ja, zumindest sind wir dann nach der Schule nach Hause gekommen und ich habe bis zum spaeteren Nachmittag hinterm Haus meine Speerwurftechnik verbessert (die haben ihre eigenen Speere, Joey musste ja schliesslich trainieren!). Anschliessend mussten wir dann aber auch schon wieder raus um noch ein paar mehr Kartoffeln zurecht zu stutzen. Wir sind dann 3h(!!!) spaeter nach Hause gekommen und ich habe mit David Crokinole gespielt, waehrend wir uns das Vancouver=Dallas Match angeschaut haben...

Sunday, April 22, 2007

Indoor-Soccer Tournament

An diesen Wochenende hatten wir ein grosses Indoor-Soccer Tournament. Und zwar brauchten wir Geld um neue Netze fuer die Tore zu kaufen und auch die ganzen Schiedsrichter zu bezahlen (das kostet so um die 120$pro Schieri).WIr haben also dieses Soccer-Tournament organisiert und sind dann auch als eines der insgesamt 8Teams angetreten. Wir sollten zwei Maedchen in unserem Team haben. Daher bestand unser Team aus Tyson Gunther (goalie), Mark Klippenstein, Garrettt Bodie, Breanne Burch (sie kann 100m in 12,9sekunden rennen!!!) und Stephanie Tomchuk (tysons freundin) und auch mir.Wir haben also wirklich gut geschlagen, das erste Team haben wir mit 7:0 vom Platz gefegt und anschliessend ein paar Spiele gewonnen und ein paar unentschieden gelassen. Auch Carl hatte ein Team auf die Beine gestellt und gegen das Team haben wir die ganze Spielzeit ueber 1:0 gefuehrt, bis sie dann in der letzten Minute den Ausgleich geschossen haben und wir daran nicht mehr anknuepfen konnten. Aber wir sind dann im Endeffekt 2. aus der Vorrunde geworden und sind dann in die Finalspiele eingetreten. Wir hatten Mark und Garrett als Defense und Breanne und Steph haben einfach alles gemacht. Ich habe vorrangig Mittelfeld gespielt und dann die "Vorwaertsbewegung" geleitet. Dadurch habe ich auch ein paar nette Tore bekommen. Das eine Mal war der Torwart sehr weit draussen und ich habe es ueber ihn rueber gelupft (das war ziemlich peinlich fuer den Goalie vor allem weil es unser Soccercoach war-->Mr.May). Ich habe noch ein paar Tolle Tore von der Mittellinie aus erzielt udn damit unser Team bis ins Halbfinale geschossen.Im Halbfinale jedoch mussten wir erneut gegen das Team unseres Coaches antreten, sein Team bestand vorrangig aus ueber 30-Jaehrigen, die relativ langsam und schnell muede, aber sehr erfahren und gute Spieler waren. Ungluecklicherweise konnten beide Teams nur jeweils ein Tor erzielen, sodass es am Ende der regulaeren Spielzeit 1:1 stand, wir haben auch in Verlaengerung nichts reinbekommen und so mussten wir wohl oder uebel gegen diese so erfahrene Mannschaft im Elfmeterschiessen antreten. Dazu muss ich sagen, dass Tyson den ganzen Tag ueber schon gute Arbeit geleistet hatte, aber nie wirklich grossartige Paraden hingelegt hat. Tyson ist im Basketball-, Volleyball- und Baseballteam und seine Reflexe sind einfach wirklich gut, ausserdem ist er es von Volleyball und Baseball gewohnt sich auf den Boden zu werfen und Baellen nachzuspringen. Er hat also im Elfmeterschiessen udn besonders gegen unseren eigennen Coach so tolle Paraden hingelegt, dass das ganze Publikum nur am Jubeln war. Mark, Garrett und ich haben alle unsere Schuesse versenkt und damit auch das Spiel gewonnen.Damit waren wir dann im Finale.Und zwar gegen das Team von Juanita's Bruder Kenny der praktisch professionell fuer seine Universitaet Fussball spielt. Es war also so ein kleiner persoenlich Wettkampf zwischen mir und ihm, weil wir uns beide kannten und unser Team zum Sieg fuehren wollten.Ich habe gleich am Anfang ein relativ glueckliches Tor geschossen, aber Kenny hat gegen Ende der zweiten Halbzeit nachgelegt(!). Das andere Team hat praktisch gedacht, es sei zu Ende und sich schon mehr oder weniger auf die Verlaengerung vorbereitet als wir nochmal alles nach vorne geworfen haben und durch eine tolle Kombination habe ich dann mein 2.Tor erzielt, was dann auch die Entscheidung fuer das Spiel war!Wir haben nicht viel gewonnen, das Turnier war ja schliesslich dafuer dar um Geld zu kriegen und das nicht gleich wieder rauszuschmeissen. Jeder von uns hat ein T-shirt bekommen und uns vom Publikum feiern lassen:PAuch unser Coach war ziemlich beeindruckt und wir haben einen tollen Nachmittag verbracht...PS: Fuer Track werde ich wahrscheinlich vorrangig Javelin machen (Speerwerfen!), weil das was ganz Neues ist und es eigentlich wirklich Spass macht.

Sunday, April 15, 2007

Tyson Unrau's Taufe

Tyson Unrau ist ein junger Mann, der in den ersten Wochen, als ich heir war, den Hub geleitet hat und dem ich dadurch eine Menge zu verdanken habe. Heute war seine Taufe. Ja, die haben hier alle ihre Taufe erst sehr spaet (17-25). Ich bin gerade von dem Bankett gekommen und wir hatten zusammen mit vielen meiner Schulkameraden und anderen aelteren, die letztes Jahr den Abschluss gemacht haben, viel Spass gehabt.
Diese Woche Freitag war die weltweite 30-h-Famine, wo praktisch die ganze Schule teilgenommen hat. Es gab einen tollen Spielenachmittag (bis mitternacht) at the Hub und wir haben dort eine tolle Zeit gehabt, auch wenn der Magen maechtig geknurrt hat. Zwei der Schueler, die nciht teilgenommen haben, sind nach Portage gefahren und haben bei BostonPizza fuenf grosse Pizzen gekauft und die uns dann vor die Nase gehalten. Nur zwei oder drei haben klein beigegeben und die durften dann auch nach Hause gehen...
Gestern nachmittag waren die 30h endlich vorbei und deshalb bin ich zusammen mti Matthew, Michael und Adam nach Portage gefahren, wo wir dann auch noch David getroffen haben; dort sind wir in Southport (altes Militaergelaende) schwimmen gegangen und haben seit langer Zeit mal wieder was gegessen.
Und heute war halt die Taufe.
Ich habe uebrigens auch mit Mattews Dad gesprochen und der meinte, dass ich bei ihnen sehr willkommen sei und wann immer ich wollte, koennte ich auch deren Dirtbikes benutzen. Im Mai fuellen sie dann ihren Pool wieder und ich werde wahrscheinlich oefter mal dort sein:P
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Ich bin dann am Nachmittag noch einfach mal durchs Dorf gefahren, weil es ein wunderschoener Tag war, als ich einen ganzen Haufen meiner Freunde durch die Strassen kommen sah. Das war die ganze Feiergesellschaft von Tyson und ich habe mich ihnen dann einfach angeschlossen und wir sind ein bisschen durchs Dorf gezogen.Am spaeteren Nachmittag sind wir dann wieder zurueck zu Tyson's gelaufen und haben dort den Abend mit Videospielen, Poker und Basketball verbracht.Und da Tyson, Derek und Brendan die Band "only castles burning" sind haben sie uns dann auch gleich eine Kostprobe von der neuen CD gegeben.Am Abend davor hatte uebrigens Dustin Unrau (tysons bruder) das Lagerfeuer, was die anlaesslich seiner Taufe gehabt haben, nicht wirklich ausgetreten. Und ueber Nacht hat sich das hunderte Meter weit ausgebreitet und entlang des Highways ist jetzt fuer 150m alles schwarz. Das habe ich jetzt heir uebrigens schon ein paar Mal gesehen, Feuer. Viele Farmer brennen das ganze Gestruepp in den Waeldern ab und lassens einfach brennen, bis es dann ein anderer loescht, weil es zu nahe ans Haus rankommt.Auch David (Sawatzky) hat mir erzaehlt, dass sie selbst als Farmer einen grossen Loeschtruck besitzen, mit dem sie dann im Sommer so 2mal die Woche rausmuessen, weil irgendwo auf ihren Feldern Feuer sind. Entweder wegen heissgelaufener Maschinerie oder einfach nur wegen der Hitze. Scheint hier etwas ganz Alltaegliches zu sein.Okay aber zurueck zu Tyson, Dustin hatte also das Feuer nicht ganz ausgemacht und es hatte sich uber Nacht sehr weit ausgebreitet und sie haben es ueberhaupt nicht gemerkt. Bis sie dann nach der Kirche einer ihrer Nachbarn aufgeregt darauf aufmerksam gemacht hat.Also, wir haben einen tollen Nachmittag mit Tyson verbracht und ich bin erst spaet in der Nacht wiedergekommen, was sich fuer meinen Montagmorgen nicht ganz so gut gemacht hat.
PS: Ich weiss nicht, ob ich schon erwaehnt habe, dass Carl und Sara jetzt zusammen sind. Sie haben sich dafuer allerdings reichlich Zeit gelassen (7monate) und sind letztendlich zusammen gekommen.

Mr.Hoyak

Mein Geschichtslehrer, den ich mit sicherheit auch schonmal in meinem Blog erwaehnt habe, hatte waehrend meiner Zeit in Calgary einen Schlaganfall! Es war waehrend des Gym-Blasts (einer alljaehrlichen Veranstaltung, wo alle Schueler der Schule zusammen "spielen"), er hat sich nicht ganz so gut gefuehlt, ist nach Hause gegangen und hat dort den Schlaganfall gehabt. Er ist jetzt schon seit anderthalb Wochen im Krankenhaus und es geht ihm deutlich besser. Obwohl er 65 Jahre alt ist und naechstes Jahr sowieso in die REnte gehen will, laesst er sich es nciht nehmen die letzten Schulwochen noch zu unterrichten. Und wir koennen ihn wahrschienlich so gegen naechste Woche wieder erwarten. Die Schuelerschaft freut sich natuerlich, dass es ihm gut geht, obwohl er mit Abstand der strengste Lehrer ist und es auch meinen Noten gut tun wuerde vielleicht bei einem anderen Lehrer Endjahresexamen zu schreiben. Aber na ja, mal sehen...

Monday, April 09, 2007

spring soccer, there we go again...

Heute hat Fruehlingsfussball angefangen und wir haben gleich beim ersten Training so viel Spass gehabt, dass die Mannschaft gleich ein paar Extrarunden und Liegestuetze hinlegen durfte...
Das Tolle und der grosse Unterschied zum Fussball im Herbst ist, dass ich jetzt alle kenne. Nicht nur die Leute aus meienr Klassenstufe, sondern auch die anderen und so macht das gleich hundertfach mehr Spass und ich habe das Training sehr genossen, auch wenn es fuer Fussball noch wirklich kalt ist...
na ja, morgen frueh ist TrackPractice, die haben hier ein Trackteam (Sprints, Discuss, LongDistance und so weiter und so fort) und ich werde da einfach mal beitreten. Es kostet nur ein paar Dollars und ich kann koerperliche Fitness fuer Fussball gut gebrauchen...also ich muss morgen frueh raus

Calgary...let's go, FLAMES, let's go!!!

Wir sind also letzte Woche Mittwoch superfrueh (um 6:30Uhr!!!) nach Calgary aufgebrochen. Am Abend zuvor hatte ich das Packen so lange verschoben, dass ich letztendlich nur wenige Minuten am Abend noch hatte um meine Tasche zu packen. Und auch nur EINE Tasche war erlaubt, was sich als gar nicht so einfach erstellte, weil ich auch noch ein paar Sachen in Calgary kaufen wollte.Dennoch habe ich dann alles, zusammen mit einigen Essenssachen (schliesslich sollten wir uns ja selbst versorgen und ich wollte ja nicht eine Woche lang nur FastFood essen), in die Tasche gestopft und bin dann verschlafen in den Van gesetzt und gewartet, bis wir endlich all die anderen aus kleineren Gemeinden aufgesammelt hatten und die Reise beginnen konnte. Fuer den Van brauchten wir einen extra Fahrer und zwar weil es ein 15-Passenger-Van (also ein kleiner Bus) ist. Gluecklicherweise war der Vater von Cara (Dale Macdonald) ein Truckdriver und hatte deshalb eine solche Erlaubnis. Er hat also einen Teil unseres gesponserten Geldes bekommen und hat uns also den ganzen Weg nach Calgary gefahren (das ist ein gesamter Tag fahren, ohne Pause!). Dadurch, dass wir frueher als gedacht aufgebrochen sind, sind wir auch relativ frueh in Drumheller angekommen. Drumheller ist circa 1,5h von Calgary entfernt und ist sehr bekannt und zwar fuer die Dinosaurierausgrabungen, die dort stattgefunden haben. Dort wurden naemlich ein Grossteil der Skelette und Fossilien gefunden. Dementsprechend sah auch die Landschaft rund um Drumheller aus, augebuddelt und riesige Schutthuegel...Wir sind also so gegen 7Uhr in Drumheller angekommen und haben uns in unserem Hotel zurechtgemacht. Ungluecklicherweise hatte dieses Hotel keinen Pool, weil wir dachten, wir wuerden sowieso sehr spaet kommen. Wir haben also versucht uns etwas Anderes zu tun zu suchen. Das stellte sich aber als relativ schwierig heraus und zwar, weil Dale (driver) sofort ins Bett gefallen war (er war ja den ganzen Tag lang nur gefahren) und wir somit keine Moeglichkeit hatten, irgendwo hinzugehen, weil unser Hotel ziemlich weit weg vom Stadtcenter lag. Die einzigen Sachen, die wir machen konnten, waren: Essen im nahen Restaurant oder...ja, das wars auch schon.Bis dann Beau (Teichroew, Schueler aus meiner Klasse) auf einmal mit einer Superidee hervorkam und zwar wollte er einen der nahen Huegel erklettern. Das ist einfacher gesagt als getan, weil es langsam dunkel wurde, die Schneeschicht sehr eisig war und der Huegel gar nicht mal so klein war (so um die 350meter)...Aber da wir nun wirklich nichts Anderes zu tun hatten, haben wir uns also auf den Weg gemacht. Der Weg auf den Berg war gar nicht so schwierig vor allem, weil es nicht ganz so steil war und wir im ZigZag hochgeklettert sind. Oben angekommen haben wir aber etwas ueberrascht festgestellt, dass wir alle Kaktusstacheln in den Haenden hatten. Und zwar konnten wir das ja nicht fuehlen, weil es dafuer viel zu kalt war und anscheinend gab es hunderte Kakteen unter dem Schnee, die wir auch nicht sehen konnte. Als wir also oben angekommen unsere Haende aufgewaermt haben, hat es unheimlich angefangen wehzutun und an einigen Stellen zu bluten...Aber das war schnell an den Hosen abgewischt und dann haben wir unsere Freunde, die im Hotel geblieben waren, angerufen und sie gebeten Fotos von uns zu machen. Zwei der Maedchen haben sich dann aber auch noch spontan entschieden zu uns auf den Berg zu klettern und deshalb haben wir dann noch gut 45minuten auf sie gewartet. Waehrenddessen wurde es allerdings bitterkalt und der Wind frischte auch erheblich auf. Als die beiden dann endlich angekommen waren, war es so kalt, dass wir uns gleich wieder auf den Rueckweg gemacht haben. Wir wollten allerdings einen anderen Weg nehmen und haben uns deshalb schlichtweg fuer den naechstbesten Weg nach unten (ohne viel Ueberlegen) entschieden. Das hat sich dann allerdings spaeter als Fehler herausgestellt, weil diese Stellen auf der Sonnenseite lagen und wir deshalb den ganzen Weg nach unten geschlittert sind, was abundzu schonmal ziemlich gefaehrlich wurde, wenn man mal versucht hat anzuhalten. Ich bin zusammen mit den Maedchen relativ langsam (so langsam wie es eben ging) nach unten geklettert, waehrend die anderen beiden den schnelleren Weg gewaehlt haben. Das Ergebnis daraus waren eine aufgerissene Jacke und der andere War mit Schlamm bedeckt, weil da den ganzen Tag die Sonne raufgeknallt hatte und er direkt in eine Riesenschlammpfuetze gerutscht ist (stoppen war kaum moeglich;).Wir sind dann also schlammbeschmiert und sehr, sehr muede so gegen 10Uhr in unser Hotel zurueckgekehrt und ich bin ins Bett gefallen und bin nach ein bisschen Fernsehen auch gleich eingeschlafen.Am naechsten Morgen ging es dann relativ frueh zum Royal Tyrrell Museum, um uns nicht nur Ausgrabungsstaetten sondern auch Dinosaurierskelette und andere Modelle und Tiere anzuschauen. Das Museum hat mich eigentlich positiv ueberrascht, auch wenn es an die Qualitaet des Naturkundemuseums nicht ganz heranreicht.Anschliessend haben wir uns dann endlich auf den eigentlichen Weg nach Calgary gemacht und sind so gegen fruehen Nachmittag dort angekommen. Dort haben wir zuerst das TelusWorld of Science Museum besucht und dort zusammen mit hunderten von Fuenf-Jaehrigen alle moeglichen Sachen ausprobiert und mit rumgespielt (ich glaube, dass Museum war eher fuer Grundschueler, aber wir hatten trotzdem Spass...).Am Abend sind wir dann zur einer ziemlich grossen ShoppingMall gegangen und haben dort den Abend verbracht. Ich habe fuer mich zwei Paar kurze Hosen und eine neue Badehose gekauft, bevor wir dann zusammen wieder nach Canmore (ein anderer von Calgarys Vororten) aufgebrochen sind. Am naechsten Tag sind wir circa. 1h nach Banff gefahren. Banff ist selbst in Manitoba sehr bekannt fuer die Berge und es ist mit Sicherheit eine der schoensten Regionen Canadas. Und zwar ist das genau in der Mitte der kanadischen Rockies und man hat einen Superblick aufs Gebirge und auf das Touristenmetropol Banff. Heute war Wandern dran und wir haben uns auf einen 4meilen-langen Marsch entlang einer der Canyons gemacht. Wir haben dort supertolle Fotos geschossen von einem gefrorenen Wasserfall und einigen schon getauten Stellen. Und einige der Eiszapfen waren so lang wie die Baeume und allein die Baeume waren riesig. Ich bin dann zusammen mit ein paar anderen vom Pfad abgewichen und wir sind den einen Eisberg hochgekraxelt (ich weiss nicht wie man das buchstabiert:P) und haben dort oben an einer der getauten Stellen pures, kristallklares Bergwasser in unsere Flaschen gefuellt. Danach sind wir dann wieder nach unten geklettert und haben uns dabei ziemlich nass gemacht, weil man nie wirklich sagen konnte, was schon getaut war und was noch tief gefroren...Es hat uns eine ganze Weile gedauert, bis wir die Wanderung auf dem Pfad endlich beendet hatten und zwar, weil wir staendig vom Weg abgewichen sind und es wirklich supereisig war. Wir hatten alle keine Wanderstiefel dabei und der Pfad lag auf der stark sonnenbeschienen Seite des Berges und deshalb war die gesamte erste Schneeschicht zu dicken und sehr, sehr rutschigen Eis gefroren. Deshalb war der Weg den Berg hinunter auch dreimal so gefaehrlich, weil man groesstenteils die Baeume zum Bremsen benutzen musste und das bei dem ein oder anderen zu blauen Flecken und aufgeschlitzten Hosen oder Sweaters gefuehrt hat (auch ich habe einige blaue Flecke an Knien und Ellenboegen).Nach diesem doch relativ erschoepfenden Trip haben wir uns in die bekannteste Gondola Kanadas gesetzt und sind zur "Spitze der Welt" gefahren (so haben die es wenigstens genannt). Von dort aus hatte man eine tolle Sicht ueber mehrere Bergspitzen und wir haben dort relativ viel Zeit verbracht, bis die Sonne so stark wurde, dass ich es fuer meinen Teil kaum mehr aushalten konnte. Dort oben war uebrigens eine festgetretene Schneeschicht, die so um die 2m dick war, weil die anstatt es wegzuschaufeln einfach nur plattgewalzt haben...Wir haben uns dann also wieder in die Gondel auf dem Weg nach unten gesetzt, sind heil angekommen und haben uns dann zurueck auf den Weg nach Canmore gemacht, wo wir wieder in unsere Zimmer gegangen sind. Das Hotel hatte auch einen Pool, Hottub und Slide, sodass wir dann am Abend auch noch viel Spass hatten. Der naechste Tag war dann auch schon unser vorletzter und wir haben uns nach einem ausgiebigen Fruehstueck in Richtung Calgary Zoo gemacht. Dazu muss man sagen, dass der hier unheimlich bekannt ist. Und anscheinend einer der groessten Zoos im Umkreis ist (wahrscheinlich in gesamt WestCanada)...Wir sind also dort angekommen und es war relativ stuermisch und kalt. Die anderen Tage ueber war es immer sehr sonnig und warm (also kanadisch "warm") gewesen, aber halt nicht heute. Wir haben uns also eine Fuehrung angehoert ueber CanadianWildlife und anschliessend haben wir uns auf die eigenen Socken gemacht und den Zoo erkundet. Um ehrlich zu sein, war ich nicht so beeindruckt (der Zoo hatte ungefaehrt die gleiche Groesse wie der BerlinerZoo), aber der Rest der Gruppe war nicht zu halten, und hat sich mit kindlichem Eifer auf alles Moegliche gestuerzt. Wir sind also mehrere Stunden dort geblieben und haben viel Spass gehabt. Vor allem deshalb weil einige der Schueler, die letztes Jahr graduiert haben und die ich in den ersten paar Wochen meines Aufenthalts in Kanada kennengelernt hatte, nach Calgary gezogen sind und alle zum Zoo gekommen sind, sodass wir dann die Gelegenheit genutzt und mit ihnen geredet haben und herum gelaufen sind. Am Abend haben wir uns dann also in Richtung Saddledome aufgemacht. Das Eisstadion Calgarys, was auch schon relativ alt ist, weil es fuer die Olympischen Winterspiele hier gebaut wurde. Der Saddledome ist das Zuhause eines der besten Hockeyteams Canadas, der Calgary Flames, das uebrigens das EINZIGE canadische Hockeyteam ist, dass es in die NHL-PLayoffs geschafft hat (sowas wie die Championsleaque nur fuer Hockey eben und die kanadischen Teams ins wirklich gut!!!)...Wir sind ungluecklicherweise 5stunden zu frueh dort gewesen, sodass wir den Saddledome sogar mal ganz leer sehen konnten. Der hat sich dann aber so 2h bevor Start angefangen zu fuellen, und war 1h vor Beginn komplett gefuellt mit roten und blauen Fans. Und zwar war das Gegnerteam, das Team der Edmonton Oilers. Diese beiden Teams sind zwei der sehr wenigen TEams, die es in die us-amerikanische NHL schaffen (nur eine begrenzte Anzahl kanadischer TEams ist dort uberhaupt erlaubt). Und dazu kommt noch, dass diese beiden Teams aus ein und derselben Provinz Canadas kommen, Alberta. Die Konkurenz und auch die Feindschaft, war also unheimlich hoch, was waehrend des Matches fuer zahlreiche Kaempfe und dreimal Blutpfuetzen auf dem Eis gesorgt hat. Die Pfuetzen sind sofort gefroren und musste dann mit einem "Eiskratzer" runtergekratzt und zusammengefegt werden (mehrere der Spieler haben bei dem Spiel den ein oder anderen Zahn verloren...).Das Spiel an sich (ausser die Kaempfe) war gar nicht so toll und das Publikum war erstaunlich still. Was wahrscheinlihc daran lag, dass es eines der wichtigesten Matchs fuer the Flames war, weil sie das gewinnen mussten, um sich von selbst in die Playoffs zu spielen. Gegen Ende der ersten (der drei) Periods jedoch wurde verkuendet, dass eine anderes Spiel des Tages zu Gunsten von Calgary ausgegangen war und sie deshalb von einem anderem Team in die PLayoffs katapultiert wurden.Die folgenden beiden Periods waren grossartig und selbst die Schueler aus meiner Schule, die das Spiel am Fernseher mitverfolgten, haben mir bestaetigt, dass es eines der besseren Spiele war und wir wohl wirklich Glueck haetten (und das nicht nur wegen der Kaempfe...).Als eines der ganz grossen Extras hatte die am Anfang, bevor es eigentlich losging, eine tolle Licht/Lasershow and am Ende dieser und auch mehrere Male im Spiel haben die riesige Flammen in der Kuppel und an den Seiten des Stadions (da wo keine Zuschauer sassen) abgefackelt und die Hitzewelle war enorm. Und ich sass relativ weit weg und konnte es heiss auf der Haut spueren, ich will gar nicht wissen, wie das ist, dichter dran zu sitzen. Und dieses Licht/Flammenspektakel haben sie natuerlich dort wegen des Namens-->Flames...das Spiel war dann so gegen 11Uhr zu Ende (es hatte 8Uhr angefangen) und wir haben uns praktisch sofort auf den Heimweg gemacht, was sich als gar nicht so einfach herausstellte, weil jeder der 20.000Fans ja nach Hause wollte.Wir hatten also erstmal Schwierigkeiten den richtigen Ausgang zu finden und es hat uns gut und gerne eine Stunde gekostet, bis wir aus dem Fanverstopften, feiernden Calgary wieder herausgekommen sind.Wir sind sehr spaet in unserem Hotel in Strathmore (east von Calgary) angekommen und haben uns, da wir sowieso wieder in 7h haetten aufstehen muessen, entschieden, die ganze Nacht wachzubleiben, wir sind also ein bisschen durch Strathmore gewandert und haben so gegen Mitternacht eine kleine Mahlzeit in eines der 24/7 Restaurants Strathmores gekauft. Dann sind wir wieder zurueck ins Zimmer und haben uns dort die Zeit mit Filmen und so weiter vertrieben. Um 5Uhr morgens gabs dann Fruehstueck und wir sind gegen 5:45Uhr wieder in Richtung Manitoba, macgregor aufgebrochen, wo wir dann auch am Abend gegen 8Uhr angekommen sind. Ich bin dann gleich todmuede ins Bett gefallen mit dem Gedanken, dass das Reisen nach Regina, Wyoming und Calgary nun erstmal ein Ende hat und ich mich fuer die naechsten Wochen erstmal zuruecklehnen kann.Aber auch mit dem Gedanken, dass das wahrscheinlich die erlebnissreichste Zeit meines Lebens war...und auch die stressigste;)