Sunday, December 31, 2006

Ice-Fishing


Dadurch dass mein Hostbrother Neal wie beschrieben mit gefangenen Fischen nach Hause kam, hat er uns auch alle gleich eingeladen ihn am naechsten Morgen zu begleiten.
Wir sind dann zusammen alle an die selbe Stelle gefahren, wo er den Tag zuvor mit seinen Freunden war. Wir haben eine echte Angel und Hockeysticks mit Angelsehne benutzt, das hat aber auch voellig ausgereicht. Wir haben in den ersten 30min nichts gefangen und uns deshalb daran gemacht, das Feuer anzufachen, was bei diesen Temperaturen nicht gerade ein Kinderspiel ist. Kurz darauf haben Neal und Sara ihre ersten Fische gefangen und es war ziemlich aufregend vor allem deshalb, weil die Fische zwar nicht supergross waren, aber unheimlich viel Kraft hatten und dadurch, dass wir duch ein Loch im Eis fischen mussten, war es nicht gerade einfach die Kontrolle zu behalten...Was auch erwaehnenswert ist, dass das Eis seltsame Toene von sich gab. Es knirschte und knarzte und einmal als wir alles um das Feuer standen, hat es etwas geknackt und wir haben uns wieder ueber die gesamte Flaeche verstreut. Ich habe dann auch meinen ersten Fisch gefangen und war damit nicht der letzte (-->Henry:P). Er hat dann aber im Ausgleich die meisten Fische gefangen (14 glaub ich), ich habe mich viel ums Feuer gekuemmert, dadurch habe ich "nur" 9 gefangen...Im Grossen und Ganzen haben wir ca. 35 Fische gefangen (Neal hat auch ziemlich viel gehabt); anschliessend haben wir dann angefangen die Fische auszunehmen, Neal hat uns gezeit wie's geht und wir haben daraufhin mehr oder weniger bereitwillig mitgeholfen. Es war eine ziemlich ekelhafte Angelegenheit, obwohl es eigentlich so kalt war, dass man es weder riechen konnte oder den ganzen Schleiman die Haende bekam. Wir haben dann die ganzen Filets in Plastiktueten und Zeitungspapier gepackt und sie mit nach Hause gekommen. Sobald die gesamten Fischschuppen und andere "Bestandteile" begannen aufzutauen, fing es an zu riechen und wir haben bei Freunden halt gemacht um unsere Haende und Jacken zu waschen. So richtig geholfen hats aber nicht, meine Jacke stinkt immer noch;)
Und heute ist New Year's Eve, wie schon gesagt, das ist hier in Kanada nicht ganz so ein grosses Event und dadurch dass man Feuerwerk das ganze Jahr ueber kaufen kann, ist auch das nicht so wichtig hier. Ich werde also gleich zu Freunden gehen und dort wahrscheinlich die Nacht verbringen. Am 2. bis zum 4. werde ich dann zusammen mit Kurtis und Michael nach Winnipeg fahren und dort in Kurtis' Appartement bleiben (er studiert Physik in Winnipeg).Darauf freue ich mich schon, jetzt muss ich aber erstmal meine Freunde anrufen und sehen, was wir machen koennten...

Wednesday, December 27, 2006

Weihnachten und the Grand Forks in North Dakota



Ach ja, mein Weihnachtsfest hier in MacGregor.
Mein Gastbruder und seine Frau sind drei Tage vorher aus BC heirher gekommen und haben sowohl viel Zeit mit uns als auch mit Unraus verbracht (das ist die Familie von Melissa). Den ganzen Tag bevor Weihnachten haben wir mit Spielen und Kirchenmessen verbracht. In der Nacht bevor Weihnachten habe ich dann zusammen mit Neal, Carl und Sara die Poker-Meisterschaften in Toronto im Fernsehen gesehen. Wir haben alle am Anfang einen der Poker-Player ausgewaehlt und ihn dann angefeuert. Das Tournament ging bis 2:30Uhr am Weihnachtsmorgen. Neal's Chinese Guy won. Und meiner ist als erstes ausgeschieden, aber ncihtsdestotrotz sind wir dann zu Bett gegangen (wir haben alle auf einer ziemlich grossen Matratze vor dem Weihnachtsbaum geschlafen). Am naechsten Morgen sind wir dann alle relativ frueh aufgewacht (ich hatte so ungefaehr 4h Schlaf;) und haben uns daran gemacht unsere Geschenke auszupacken...
Jeder war sehr zufrieden; es gab Stuehle, Geschirr, Bettbezuege, einen Ipod, Buecher, Schuhe, Kleidung und andere tolle Sachen. Ich habe Folgendes bekommen: einen tollen Guertel von meiner Gastschwester, einen Zippo-lighter aus den USA von Neal und Melissa, einen Data-Traveller (4Gb) von meiner Gastmutter und ich habe mir selbst Ski-pants geschenkt,weil ich ansonsten beim Snowboarden einen kalten po bekomme:P
Gleich nach dem Mittagessen sind wir dann in Richtung Winkler aufgebrochen (ungefaehr 2h entfernt, Tina, Henry und ich), wo wir ein paar Freunde besuchen wollten (die die wir auch schon am Anfang des Jahres besucht haben) und dann mit denen nach GrandForks in die Staaten fahren wollten. Wir sind dann auch bald aufgebrochen und nach ungefaehr 30min haben uns die US-amerikanischen Zollbeamten einer kompletten Durchsuchung unterzogen. Und ich dadurch, dass ich nicht kanadischer Staatsbuerger bin, musste meine Fingerabdruecke abgeben, Foto machen lassen und alle moeglichen persoenlichen Daten abgeben; habe dann ein Visum bekommen, was mich berechtigt bis 25.Maerz wannimmer ich will in die Staaten zu kommen. Ich musste natuerlich auch alle moeglichen Fragen beantworten: "Have you ever been involved in any criminal actions in the states? Or are you planning on doing so?". Also, selbst wenn, wuerde ich doch nicht mit yes antworten! Aber wasauchimmer, ich habe dann also diese Karte bekommen, die ich bei der Ausreise aber wieder abgegeben habe und zwar, weil ich, falls ich vor dem 25.Maerz nciht in die Staaten kommen sollte und des demzufolge nicht abgeben kann, ganz schoen Aerger kriege, weil die dann naemlich glauben dass ich immer noch in denStaaten bin und anfangen mich zu "suchen".
Als wir dann nach 90min weiterer Fahrzeit in Grand Forks (nicht ganz so gross wie Winnipeg aber ziemlich dicht dran) angekommen sind, was es schon relativ spaet und wir haben uns gleich auf die Suche nach einem Hotel gemacht (musste unbedingt Rutsche, Hottub und grossen Pool haben). Anschliessend haben wir uns dann auf die Suche nach einem Restaurant gemacht, was sich als sehr schwierig herausstellte, da es zwar sehr spaet, aber immernoch Weihnachten war. Wir haben dann aber letztendlich eins gefunden und sind dann auch irgendwann nach einem ausgiebigen Poolbesuch und einem Film und mehreren TV-shows zu Bed gegangen. Am naechsten Morgen nach einem erneuten ausgiebigen Pool-Besuch und zwei Coffee mit so viel Amaretto, dass man den Kaffee gar nicht mehr schmecken konnte:P, sind wir dann relativ frueh in Richung Malls aufgebrochen. Wir hatten sehr viel Spass und dadurch, dass Boxing Day war, gab es zwischen 30-60% Rabatt auf alles! Und wir haben auch ein paar Sachen kaufen koennen. Das Highlight des Tages war mit Sicherheit der riesige Cabela's Store (hunting brand) mit all den Gewehren, Schrotflinten, Messern, Boegen, Armbruesten, Kleidung und auch gefakten Jagdtrophaen.
Wir haben also den ganzen Tag in unterschiedlichen Malls und Stores verbracht und auch viele tolle Sachen gesehen und manches gekauft. Am Abend haben wir uns dann wieder auf den Weg hier nach Hause gemacht. Nach 50min sind wir dann an der kanadischen Grenze angekommen und ich habe mein Visum an der US-amerikanischen Zollstation abgegeben. Tina musste 44$ bezahlen, weil sie Waren ueber einem bestimmten Wert gekauft hat. Aber unsere Soft-Air-Pistolen und die beiden Armbrueste fuer Henry und Cornie (der Sohn der Familie Fast, aus Winkler) haben sie nicht gefunden, ansonsten haetten wir die entweder abgeben oder zurueckbringen muessen...
Wir haben dann kurz in Winkler zwischengehalten und dort einige Stunden verbracht, bevor wir wieder nach MacGregor aufgebrochen sind.
Oh. jetzt muss ich aber hier aufhoeren. Mein Gastbruder Neal ist gerade nach hause gekommen. Er war ice-fishing gegangen und ist gerade zurueckgekommen. Er ist mit einigen seiner alten Freunde gegangen und sie haben im Grossen und Ganzen ca. 60 Fische gefangen, aber nciht nur so ne kleinen sondern so zwischen 3-4feet...
Er hat 5Exemplare fuer Tina und uns mitgebracht (die waren natuerlich gefroren). Er hat sie dann zum Auftauen in die Badewanne gelegt und sich erstmal gruendlich die Haende gewaschen. Zu unserer aller Ueberraschung sind zwei der Fische aufgewacht und schwimmen jetzt munter in unserer Badewanne. Deshalb sollte ich jetzt besser SChluss machen und mich daran machen, dieses kleine Problemchen in unserem Waschraum zu belegen...
auf dann...

La Riviere-->Snowboarding! Heck Yeah!


Ich bin am 23.12 zusammen mit zwei Schulkameraden (Lucas Robinson and Sheldon Penner) an die Grenze zu den Usa in ein ziemlich grosses Skigebiet gefahren (es hat insgesamt 5-7km Pisten, was fuer die Praerie hier schon ein halbes Wunder ist).
Wir sind also ziemlich frueh aufgebrochen, weil das Skigebiet um 9 Uhr oeffnet und wir vorher noch mein Snowboard von nem anderen Schulfreund abholen mussten; ausserdem duaert die Fahrt allein schon fast 2h.
Als wir dann angekommen waren, das Liftticket gekauft haben und die gesamte Ausruestung angelegt haben (ich war ehrlich ueberrascht, wie gut alles gepasst hat-->als haette ichs selber gekauft;), konnte es auch schon losgehen. Meine Ausruestung war und ist wirklich klasse. Und wenn ich am Ende des Jahres immer noch so gern Snowboard fahre (und mir nichts gebrochen habe), dann bring ichs mit nach Deutschland.
Die ersten 2h haben sie damit verbracht mir die Grundregeln des Snowboardings beizubringen, anschliessend haben sichdie beiden dann daran gemacht, die Zeit in Half-Pipe und Skating-park zu verbringen.
Ich habe dann die weiteren 2-3h auf dem "Bunny-Hill" verbracht, bevor ich mich auf die groesseren Pisten gewagt habe. Bevor irgendjemand fragt, ja ich bin hingefallen. Und auch nicht nur ein paar Mal sondern relativ haeufig...
Am Ende des Tages (so gegen 17:30Uhr) haben wir dann zusammen eine Schlussbilanz gezogen. Die beiden waren sich einig, dass ich fuer meinen ersten Tag gar nicht schlecht war und zwar vor allem, weil ich es vollbracht habe eine 5-feet-Reling entlangzugleiten...
Ich weiss, das hoert sich jetzt nicht so schwierig an, aber man muss erstmal auf die draufspringen und dann auch noch fuer 2sekunden draufbleiben und ordentlich landen. Lucas und Sheldon haben aber selbst mit der 40-feet-rail keine Probleme mehr und koennen anschliessen am Ende auch noch einen 360-Sprung hinlegen. Schon irgendwie beeindruckend.
Ich denke uebrigends darueber nach, mir einen Season-Ticket zu kaufen (269$), weil die mich wahrscheinlich bis zu 3-4mal die Woche mitnehmen werden. Und dadruch dass die beiden auch solche Tickets haben, kriege ich das Geld bestimmt wieder "rein".
Aber erstmal sehen und warten bis meine blauen Flecken an Knien und *****abheilen...danach gehts weiter;)

Monday, December 18, 2006

Chinese Armwrestling, "Soccer", Garbage-Locker

Letzte Woche hatte ich wahrscheinlich den daemlichsten Tag, den ich jemals hier in Kanada hatte. Es fing an mit meiner Physikstunde, in der ich gefragt wurde, ob ich einen meiner Klassenkameraden im Armdruecken versuchen wolle. Ich habe natuerlich eingewilligt, vor allem weil meine Chancen gar nicht mal so schlecht aussahen.
Wir haben also eine spezielle Form des Arm-wrestlings ausgeuebt und zwar macht einer der Teilnehmenden eine Faust, der andere greift sie und dann versucht jeder den anderen runterzudruecken. Ja und derjenige der keine Faust gemacht hat, laesst dann urploetzlich los und die Faust schlaegt einem selbst ins Gesicht. Ja und genau das ist mir auch passiert. Ich habe mir also mit aller Kraft auf die Nase gehauen...ja, es hat wirklich weh getan.
Ich habe mich in diesem Moment wirklich doof gefuehtl, weil das jeder kannte, einer von den superalten Tricks;ja, nur ich halt nicht...(zum Glueck habe ich kein Nasenbluten gekriegt, das waere ja noch Schoener gewesen)
Gestern musste ein jeder Schueler seinen Locker aufraeumen und zwar, weil ueber Wochen mehr und mehr Fruchtfliegen in unserer Schule aufgetreten sind. Jeder Schueler wusste warum, nur halt die Lehrer nicht. Einer meiner Mitschueler hatte sich anfang des Jahres entschieden seinen Locker aufzugeben und ihn in einen Muelleimer zu wandeln. Also haben so durchschnittlich ein bis zwei Schueler pro Tag die Reste ihres Lunches dort entleert. Das ist der Grund fuer die ganzen Fruchtfliegen und den Gestank in einem gesamten Hallway.
Nun ist aber gruendlich sauber gemacht worden und es gibt keine Fruchtfliegen in unserer Schule mehr, solange die nicht anfangen zu brueten:P
Ja und der letzte Punkt fuer heute ist "Table-Soccer". Ein kleines Spiel, was ich zusammen mit meinen Freunden in Niverville gelernt habe. Es funktioniert folgendermassen!
Man braucht: 3Muenzen gleicher Groesse, eine glatte Tischoberflaeche
Man ordnet die Muenzen in einem Dreieck an und schnippst sie dann auseinander. Nun schiesst man immer die letzte Muenze durch das "Tor", das die anderen beiden bilden. Der jeweils andere Spieler haelt seine Haende so, dass sie ein Tor bilden. Ziel des Spiels: den "Ball" ins Fingertor zu schiessen. Es macht wirklich viel Spass und ich brings euch bei sobald ich zurueckkomme:P
bis dann...

Niverville


Ich bin im Basketball-Team! Ich bin zwar nicht der beste "Shooter", aber ich kann das Spiel ganz gut aufbauen und bin damit als "PointGuard" gar nicht so schlecht. Ich bin also letztes Wochenende zu meinem ersten Tournier mit meiner Mannschaft gefahren, dazu muss ich sagen, dass ich gluecklicherweise in einem aussergewoehnlich guten Team bin; sie haben letztes Jahr die "Praerie-Meisterschaften" gewonnen, sind also die besten aus Manitoba and Saskatchewan.
Wir sind also nach Niverville gefahren um an dem dortigen Tournier teilzunehmen.
Wir haben die Nacht in Steinbach verbracht, wo wir in einem sehr schoenen Hotel untergekommen sind. Es ist keinem von uns je vorher passiert, aber wir sind tatsaechlich im Fahrstuhl stecken geblieben!!!
Es passierte, als wir vom Pool zurueckkamen, fast das ganze Basketballteam, nass und halbnackt(was sich spaeter als gut erweisen sollte). Wir sind also das erste Mal mit diesem einen Fahrstuhl im Hotel gefahren und haben wie eigtl immer ein bisschen rumgealbert, so von wegen: " Waer ja ganz lustig, wenn wir stecken bleiben wuerden..."
Und dann sind wir doch tatsaechlich stecken geblieben, es liess sich dadurch bemerken, dass sich die Fahrstuhltuer auch nach mehreren Minuten nicht mehr oeffnen lassen wollte.
In dem Fahrstuhl waren das gesamte Basketballteam (wo auch ziemlich kraeftig/athletisch gebaute Typen dabei sind) und eine Familie (bestehend aus dem Vater und seinen beiden 6-8-jaehrigen Toechtern).
Der Fahrstuhl war also offensichtlich nicht ueberladen, es hiess, 16 Personen; wir waren gerade mal 12 (mit einigen Playern, die nicht ganz so schwer sind; und zwei kleinen Maedchen).
Wir haben natuerlich sofort saemtliche Alarm-Tasten betaetigt und ueber das angebrachte Telefon die Rezeption angerufen, die haben uns dann versichert, dass Hilfe im Anmarsch ist und unser Coach hat mit uns ueber das Telefon gesprochen. Dadurch, dass wir alle jung und voller Elan sind, haben wir die Zeit im Aufzug mit Humor verbracht; auch wenn es waermer und "stickiger" wurde...was mich ehrlichgesagt ueberrascht hat, ist, dass die Kinder so ruhig geblieben sind, ich glaube der Grund war, dass wir keinerlei Anzeichen von Panik oder Furcht gezeigt haben.
Wir haben also zusammengenommen 35minuten in dem Fahrstuhl verbracht und ich glaube die einzigen die waehrend dieser Zeit ernsthaft besorgt waren, waren der Vater und unser Coach.
Wir sind dann letztendlich auch rausgekommen, alle etwas verschwitzt und wirklich muede...Als wir uns dann auch noch die Vorwuerfe der Hotelmanagerin anhoeren mussten, wurde es unserem Coach wirklich zu viel und er hat der Managerin ruhig aber mit einem Unterton in der Stimme, bei dem man besser nicht widerspricht, klar gemacht, dass es nicht unser Fehler war und sie uns deshalb nicht zurechtzustutzen hat. Wir haben dann in der Nacht viel geschlafen und uns damit auf den naechsten Tag und damit das Tournier vorbereitet.
Wir haben also am Samstag 3 Spiele gehabt. Ich durfte imm ersten Spiel nciht auf den Platz, weil es ein ziemlich knappes Ergebnis war und der Coach (Myron Friesen) das Spiel unter keinen Umstaenden verlieren wollte (er ist sehr, sehr ergeizig und wir auch ziemlich laut, aber er meint er wirklich nicht so und ist im Grunde genommen ein herzensguter Kerl). Wir haben das Spiel dennoch verloren...
In den darauffolgenden 2 Spielen durfte ich dann aber auch ran (jeweils fuer ca. 15-25minuten). Ich habe um ehrlich zu sein, wirklich gut gespielt. Im ersten Spiel habe ich insgesamt 4Punkte erzielt (das erste: ich allein gegen einen Gegner...ich habe den Wurf angetaeuscht, bin an ihm vorbeigehuscht und dann mit einem "Lay-up" den Ball in den Korb befoerdert; das zweite Mal war es fast das Gleiche, angetaeuschter Wurf, 2 Schritte nach hinten und dann geworfen...)
Das beste Erlebnis meines gesamten Kanada-Jahres ist mir dann im 3.Spiel passiert. Ich bin wie schon gesagt, bestimmt der schlechteste "Shooter" in unserem Team. Wir haben uns also den Ball im altbekannten "Iowa-System zugepasst, um eine Luecke in der Abwehr des Gegnerteams zu finden. Als ich dann den Ball bekam, war ich sowas von frei, dass ich eigtl werfen musste! Ein weiterpassen haette keinen Sinn gemacht und das Gegnerteam hatte ziemlich hohe Tuerme im Center, sodass ein "Lay-up" fuer mich auch keinen Sinn gemacht haette...
Also habe ich es einfach versucht. Ein 3-Punkte-Wurf (bei mir geht beim Training so einer von 20 rein:P, ein solcher Wurf ist von ziemlich weit weg und ich habe eigentlich nicht darauf gehofft, dass es reingeht, sondern dass einer unserer grossen Spieler den Ball nach meinem unerfolgreichen Wurf fangen kann und dann "vollstreckt".
Ich habe mich also dementsprechend schon wieder umgedreht um zur Abwehrstellung zurueckzukehren, als ich gehoert habe, wie der Ball ohne den Rand zu beruehren durch den Korb gefallen ist...
Ich glaube so gluecklich war ich noch nie! Mein ganzes Team ist aufgesprungen auf mich zugelaufen und mir um den Hals gefallen, weil sie alle wussten, wie schrecklich meine Wuerfe sonst sind.
Ich habe mich sehr darueber gefreut und war auch wirklich stolz auf mich;)
Von jetzt an werde ich meine Wuerfe von genau meiner Position im Spiel noch mehr ueben und ich hoffe, bald ein sicherer Schuetze zu werden;)

Christmas-Concert

Dadurch dass ich in dem Schulchor bin, bin ich auch an allen Konzerten und aehnlichen Schulaktivitaeten beteiligt. So auch am letzten Mittwoch, als wir unser grosses Weihnachtskonzert hatten. Wir hatten Vorstellungen der Choere der unterschiedlichen Klassenstufen (Elementary and HighSchool), die unterschiedlichen Orchester, ein grossartiges Bankett, eine Auktion und eine kleine Parade. Es war wirklich ein sehr schoener Abend.
Auch haben wir eine ganze Menge Essen gesammelt, was jetzt an Hilfsbeduerftige in ganz Kanada geht. Am naechsten Morgen fing die Schule zur Freude aller erst um 10:30Uhr an, sodass sich ein jeder den vollgegessenenen Bauch wegschlafen konnte...
Auch der ganze Schulalltag hat sich wesentlich entspannt. Naechste Woche ist die letzte Woche bevor Weihnachten und in dieser Woche gibt es ein weiteres Weihnachtsbankett und ein Hockey-Tournament, sodass nur 3 Tage "Schule" uebrig bleiben...wir sehen uns in der letzten Woche vor Ferien meistens Filme an oder machen irgendwelche Spielchen.
Also ich wuensche euch allen eine wunderschoene Woche vor Weihnachten...
Und merkt euch und geniesst es: "Vorfreude ist die schoenste Freude!"

Saturday, December 09, 2006

Snow-mobiling and our Snowfort


Dadurch,dass es innerhalb der letzten 3-4 Tage ca. 50cm Neuschnee gab, haben so ziemlich alle meine Freunde ihre SChneemobile rausgeholt und angefangen die Weiten der Felder unsicher zu machen. So habe auch ich gestern die Gelegenheit bekommen einen Tag zusammen mit meinen Freunden mal mehr mal weniger im Schnee zu verbringen. Wir haben den Tag also damit begonnen mit den 2 Schneemobilen meines Freundes in die Nachbarorte zu fahren und unsere anderen Freunde "zusammenzutrommeln". Anschliessend sind wir so ca. 3h (natuerlich mit Unterbrechungen alle 20min...sonst viel zu kalt) durch die Gegend gesaust (und wenn ich gesaust sage, meine ich das auch..die meisten Schneemobile sind relativ gut in Schuss und schaffen so zwischen 80-150km/h...was ziemlich schnell ist:P).
Natuerlich sind wir kaum so schnell gefahren (vllt. 70), weil wir uns ja auch nicht alle Knochen brechen wollten. Was allerdings sher viel Spass macht, ist nicht nur das Springen mit sonder auch vom (!) Schneemobil. Denn durch den ganzen Neuschnee wird man sehr sanft abgefangen und kriegt nur wenige blaue Flecke:P.
Als wir dann so gegen 17Uhr zurueckgekommen sind, haben wir beschlossen ein Iglu zu bauen. Ungluecklicherweise hatten wir zu dem Zeitpunkt aber keinen Zugang zu Traktoren oder anderen Maschinen, sodass unser SChneehuegel etwas mickrig ausfiel (dass sind trotzdem immerhin 2,5m!). Wir haben die Aussenhuelle dann mit Wasser abgespritzt und das Innere ausgehoelt. Und jetzt habe ich mein eigenes Iglu im Garten, na! wer hat das schon in Deutschland;)?
Wir haben beschlossen nach dem naechsten Blizzard den gesamten Neuschnee mit Hilfe von Maschinen (Traktoren und Trucks mit SChneeschiebern vornedran!) zu einem riesigen Haufen zusammen zu schieben. Dann ein Snowfort zu bauen. Und eine oder mehrere Naechte darin zu verbringen. Wir haben schon ganz tolle Ideen: Tuer aus Styropor!, Schornstein+Feuer, Taschenlampen und natuerlich so viele Winterjacken, Bettdecken und alles, was isoliert, wie wir greifen koennen. Das Quinsy wird dann so gross, dass man darin stehen kann und 4-5 Personen bequem darin schlafen koennen...
In dem Sinne: Ich freue mich shcon auf den naechsten Schneesturm und auch schoene Gruesse ins sommerliche Berlin;)

Living Christmas Tree (Staff-Party)


Gestern abend bin ich zusammen mit allen Arbeitern aus dem Homecenter in Macgregor nach Winnipeg gefahren (meine Gastmutter arbeitet dort und das war die Weihnachtsparty, die sie jedes Jahr haben). Wir haben dort zu Abend gegessen, die verbleibende Zeit genutzt, um noch ein paar Kleinigkeiten einzukaufen und uns anschliessend in eine der groessten Kirchen Canadas begeben, um eine Darstellung des Living Christmas Tree zu geniessen. Dieses Programm wird jedes Jahr aufs Neue gespielt, allerdings immer anders. Eine Sache bleibt jedoch gleich und das ist der riesige kuenstliche Christmas Tree der mehrere "Etagen" besitzt, wo die Saenger dann raufklettern und von dort aus Weihnachtslieder singen. Dazu gibt es jedes Jahr eine Weihnachtsgeschichte, welche dieses Jahr ueberraschend modern war und mir aufgrunddessen sehr gut gefallen hat.
Es war wirklich eine beeindruckende Presentation, natuerlich auch deshalb, weil sie sogar mit Autos auf die Buehne gefahren sind!
Ich habe also, alles zusammengenommen, einen sehr schoenen Abend mit meiner Gastfamilie und einigen anderen Freunden in Winnipeg verbracht und habe es sehr genossen. Ueberraschenderweise habe ich sogar einige Schulkameraden getroffen, die auch zu dieser Vorstellung gegangen sind und so hatten wir alle einen sehr schoenen Abend!

Sara moved home!...Mr. Skyhar

Meine Gastschwester ist letztes Wochenende von Winnipeg zurueck nach Macgregor gezogen. Sie lebt jetzt zusammen mit der Familie des Priesters meiner Kirche ungefaehr 20m von dem Haus meiner Gastfamilie entfernt.
Sie hat auch shcon einen neuen Job, in Portage. Sie arbeitet dort in einem Haarsaloon und das nur 3 Tage die Woche, was heisst, dass sie viel Zeit mit uns verbringen kann und mich auch ab und zu nach Winnipeg, Brandon udn Portage bringen kann. Ach ja, was ich shcon immer mal erwaehnen wollte, die meisten meiner Freunde gehen nicht nach Winnipeg um einen schoenen Tag zu verbringen sondern nach Brandon. Dafuer gibt es mehrere Gruende: Brandon ist eine schoenere Stadt, ist nicht so schmutzig und auch die gesamte Atmosphaere ist viel freundlicher.
Also, meine Gastschwester kommt nun so ziemlich jeden Tag zu meinem Haus hier, schmueckt, hilft mit im Haushalt und wir unternehmen viel zusammen.
oh ja, was ich auch noch erwaehnen wollte, sit, dass mein Physiklehrer (Mr.Skyhar) vor einige Tagen etwas aergerlich auf mich geworden ist und mit mir ein Gespraech unter vier Augen hatte. Und zwar hat er deutlich gemacht, wer hier unterrichtet und wer der Schueler ist. Ausserdem hat er mir vorgeschlagen weniger soziale Kontake waehrend seiner Unterrichtsstunden zu knuepfen (sprich: weniger reden).
Das ist jetzt aber schon einige Tage her und seitdem gab es keine Probleme mehr. Ich kann ihn auch verstehen und deshalb habe ich beschlossen keinen Aerger mehr mit ihm zu bekommen. Das einzige Problem damit ist aber nur,dass er total unberechenbar ist. Was ich damit meine, ist, dass er von einer Sekunde zur anderen seine Meinung und auch seine Stimmung aendern kann, was ich vorher nicht gewohnt war, und weshalb ich das ein oder andere Problemchen hatte.
Aber so weit, so gut...

TDA-->Team Development Activity

In der Kirchenjugend haben wir von Zeit zu Zeit TDAs, so auch letzten Donnerstag. TDAs sind grundsaetzlich sehr spassige Aufgaben, die man als Team zu loesen hat und haeufig gibt es unerwartete Ueberraschungen oder eine interessante Schlussfolgerung...
Also die Aufgabe am letzten Donnerstag war aus allen moeglichen Utensilien (Bretter, Klebeband, Becher, Alufolie, Tellern, und allen moeglichen anderen Sachen) etwas moeglichst Interessantes zu "bauen".
Wir haben dann zwei Gruppen gebildet und dadurch einen kleinen Wettkampf gehabt. Nach ungefaehr 2h hat mein Team ein ziemlich huebsches Raumschiff zusammengebastelt. Natuerlich mit allem drum und dran...
Das andere Team hat einen Ritter (lebensgross:P) konstruiert ausgestattet mit Schild, Schwert, Ruestung und sogar einem Pferd (allerdings nicht lebensgross;)
Wir waren also alle froh endlich unser Projekt beendet zu haben und auch stolz auf unser "Projekt".
Die Leiter der Jugendgruppe jedoch hatten offensichtlich etwas Anderes im Sinn. Sie haben sowohl den Ritter (+Pferd) als auch unser Raumschiff genommen, nach draussen gebracht, mit Benzin uebergossen und angezuendet! (das hat zwar nicht beim ersten Versuch geklappt, weil es -40C kalt war^^, aber trotzdem...)
Wir waren natuerlich alle erstmal geschockt und nicht gerade erfreut unsere 2h-arbeit in Flammen aufgehen zu sehen. Aber nachdem die Leiter uns erklaert hatten, weshalb sie es angezuendet haben, konnten wir es wenigstens ansatzweise verstehen.
Der Grund dafuer war, dass sie uns zeigen wollten, dass nichts, was wir hier auf der Erde erwerben (Geld, Ruhm, Markenklamotten), wirklich wichtig ist und schon gar nicht fuer die Ewigkeit zaehlt. Sie haben uns also vor Augen gefuehrt, dass all die Arbeit, die wir in die erwaehnten Dinge stecken, bedeutungslos und vergebens ist.
Diese Schlussfolgerung fand ich sehr interessant und habe darueber nachgedacht mit dem Ergebnis, dass ich finde, dass dies bedeutend fuer jeden sein sollte. Dennoch haetten sie unser Raumschiff nicht verbrennen muessen...

Sunday, November 26, 2006

Sara is coming home!


Heute ist der letzte "Schultag" fuer meine Gastschwester. Morgen zieht sie nach MacGregor zurueck, wo sie dann erstmal ein, zwei Monate bleiben wird. Vielleicht bekommt sie sogar einen Arbeitsplatz an meiner Schule, was natuerlich fantastisch waer, weil ich sie dann jeden Tag sehen koennte. Falls sie wirklich diesen Arbeitsplatz bekommen sollte, dann wuerde sie erstmal fuer eine laengere Zeit in MacGregor bleiben...so ungefaehr 1-2 Jahre. Dadurch, dass ich in ihren ehemaligen Zimmer schlafe, wird sie nicht zurueck hierher ziehen, sondern zu der Familie des Pastors meiner und ihrer Kirche. Das ist ungefaehr 20m weit weg, es ist also kein Problem sich ab und zu einen Besuch abzustatten. Ich freue mich ueber ihren Umzug sehr, weil es einerseits immer eine unheimliche Hetzerei fuer sie war von Winnipeg nach Macgregor und wieder zurueck (jedes Wochenende!), aber auch weil sie eine so unglaubliche Bereicherung fuer mein Leben hier ist.
Ich hoffe nur, dass sie sich hier wieder schnell einlebt und ich bin sicher, dass wir viel mehr Spass mit ihr hier haben werden.

Hunting-->my fist buck!

Letzte Woche war ich mit zwei meiner Klassenkameraden jagen (letzten Montag hat die Rifle-Deer-Hunting saison begonnen und so gut wie jeder maennliche uebervierzehnjaerige ist fuer die naechsten 3Wochen dauerhaft beschaeftigt!). Es war ziemlich anstrengend, weil man frueh aufstehen sollte (und wenn ich frueh sage, meine ich nicht 7:30!) und sich durch den ganzen Bush kaempfen muss, bevor man an die Stellen kommt, wo sich Rehe und Hirsche normalerweise aufhalten. Wir haben uns also alle Tarnkleidung uebergestreift und eine knallorange Muetze, man muss wenigstens ein oranges Kleidungsstueck an sich haben, um jagen zu duerfen. Jeder von uns hat dann eine .308 mit sich genommen und wir haben uns dann in aller Herrgottsfruehe und ziemlich leise auf den Weg gemacht. Wir haben sofort (nach ungefaehr 25min) auch schon einen ziemlich grossen Buck gesehen. Ungluecklichweise war der aber so weit weg (so ca. 450yards), dass wir ihn nur mit dem Fernglas sehen konnten und nicht mal unsere Skopes ausgereicht haben, um ihn genuegend ins Visier zu bekommen.
Wir haben versucht naeher ranzukommen, aber wir haben ihn aus den Augen verloren. Nachdem wir nach 2-3stunden nichts anderes ausser voegel und squirrel vors Visier bekommen habe, haben wir beschlossen uns auf die Hochstaende zu begeben. Die beiden haben scheinbar im Sommer zusammen zwei Hochstaende gebaut. Und nun lagen wir auf den Hochstaenden auf der Lauer (ich mit Angus, und Kyle allein auf dem anderen).
Wir haben relativ schnell mehrere junge Rehe gesehen, aber nicht auf die geshcossen, weil sie zu jung waren und kein schickes Geweih haben. Nach ungefaehr 25min haben wir dann doch tatsaechlich einen richtig huebschen, kraftvollen Buck (mit Geweih!) gesehen und ihn mittels Buck-Call in Schussweite geholt. Er stand da so still und friedlich, dass wir ihn eigentlich gar nicht schiessen wollten. Wir haben uns dann aber anders entschieden und dadurch, dass es relativ nah dran war und er sich nur unmerklich bewegt hat, durfte ich ihn schiessen. Ich habe auch ziemlich gut getroffen, sodass wir keinen Nachschuss brauchten.
Ihm Nachhinein hat mir der Hirsch etwas leid getan. Aber das habe ich schnell vergessen, weil wir ihn erstmal nach Hause schleifen mussten und ihn dort ausgenommen haben (woran ich mich erstmal nicht sonderlich beteiligt habe;)
Aber morgen, wenn wir uns wieder in der Schule sehen, kriege ich 4Pfund geraeuchertes Hirschfleisch von denen (und das schmeckt anscheinend ziemlich gut).

GreyCup!


Gestern war ich zusammen mit einigen aelteren Freunden (eigentlich die Freunde meiner Gastschwester) beim GreyCup (das ist das Finale der canadischen Football-League). Die Tickets habe ich nur deshalb bekommen, weil einer meiner Schulkameraden mehrere kostenlos zugeschickt bekommen hat. Er hat dann eines an mich weitergegeben, weil ich wahrscheinlich nicht so schnell wieder die Chance bekomme, mir ein GreyCup-Spiel anzusehen.
Und ich muss schon sagen, es war wirklich eine der schoensten Sachen, die ich bis jetzt hier erlebt habe.
Es war natuerlich in Winnipeg im neuerbauten "CanadaInns-Stadion". Wir sind ungefaehr drei Stunden vorher angekommen, haben in aller Ruhe zu Abend gegessen und uns dann anschliessend das CFL-Spiel zwischen Montreal und BC angesehen. Es war sehr spannend, vor allem deshalb, weil so ziemlich alle in dem Stadion BC angefeuert haben und dieses Team letztendlich auch gewonnen hat. In der Halbzeitpause konnten wir dann die Musik mehrerer Interpreten unter anderem auch Nelly Furtado "geniessen".
Heute habe ich dann mit ziemlich vielen Freunden und Bekannten Football gespielt und es hat wesentlich mehr Spass gemacht, als ich erwartet haette.
Damit ist die Football-Saison wohl erstmal vorbei (nur NFL aber das ist nicht so interessant) und die Hockey-Saison wurde nun offiziell eingelaeutet. Auch werden wir bald mit der Schule zu einem Brandon Wheatkings-Game gehen. Die sind hier wesentlich beliebter als die Winnipegteams.
Morgen gehts wieder ab in Schule. Und achja apropos Schule, bald werden sowohl die Baskettball- als auch die Badmintonspiele losgehen und ich werde bei beiden kraeftig mitmischen (will heissen, dass ich in beiden Schulteams sein werde). Und darauf bin ich schon sehr gespannt besonders wiel ich waehrend der Volleyball-Saison (die letzten 7Wochen) nicht wirklich beteiligt war (ausser natuerlich als Publikum...)
Na gut, ich werde mich jetzt mal wieder daran machen, den Schnee aus unseren Garten und vor allem vor der Garage wegzuschaufeln...was immer ewig dauert

Saturday, November 11, 2006

My Birthday!!!

Ich habe hier wirklich einen sehr schoenen Geburtstag erlebt (damit moechte ich vor allem sagen, dass alle eure Geburtstagsgruesse und Paeckchen zu einem unvergesslichen Tag beigetragen haben...) Ein ganz herzliches Dankeschoen an euch alle!
Damit ihr euch am besten einen eigenen Eindruck von meinem Geburtstag machen koennt, werde ich einfach mal den gesamten Tagesablauf beschreiben...
Also, gleich nachdem ich aufgewacht bin, hat mich meine Gastfamilie mit einem herrlichen Fruehstueck ueberrascht und wir haben zusammen das Packet meiner Eltern geoeffnet (wo so viele kleine schoene Dinge enthalten waren, dass wir fast zu spaet zur Schule gekommen waeren!). Zur Schule habe ich ein Teil meiner Geschenke mitgenommen (vor allem die Suessigkeiten...) und sie in der Mittagspause unter meinen Freunden aufgeteilt (worueber die sich sehr gefreut haben, kanadische Schokolade schmeckt naemlcih widerlich!)...
In der Lunch-Break habe ich am Finale des IntermuralDodgeball teilgenommen (mein Team hat es tatsaechlich bis ins Finale gebracht) und wir wurden von der gesamten Schule angefeuert (als es dann vorbei war, wir haben natuerlich gewonnen..., hat mir der Gym-Teacher vor der gesamten Schule ganz herzlich zum Geburtstag gratuliert...) Waehrend der gesamten 80-min langen Lunch-Pause wurde mein Geburtstag auch immer wieder von Freunden und Bekannten ueber das Interkom (eine schulinterne Sprechanlage, in jedem Klassenraum und garantiert ueberall zu hoeren--ziemlich laut!) angekuendigt, was am Anfang ziemlich lustig war, irgendwann aber auch etwas nervig wurde...
na ja, wenigstens wusste jeder, dass ich Geburtstag hatte. Am Nachmittag sind wir dann gleich nach der Schule nach Winnipeg aufgebrochen und haben einen sehr schoenen Abend dort verbracht (essen in einem ziemlich feinen Restaurant und Bowling...). Wir sind dann ziemlich spaet zurueckgekommen, was aber kein Problem war, weil ich naechsten Tag erst zu 10:30Uhr in der Schule sein musste.
Am kommenden Wochenende werde ich meinen Geburtstag mit meinen Freunden feiern (was sich gut macht, weil der neue JamesBond an diesem Freitag in die Kinos kommt!). Wir werden also wahrscheinlich entweder nach Brandon oder nach Winnipeg fahren, dort einen tollen Tag verbringen und am Abend dann alle zusammen irgendwo uebernachten! (wir brauchen immer ca.3-5 Autos um uns alle irgendwo hinzubringen;)
Ich habe also im Grossen und Ganzen einen sehr schoenen Geburtstag gehabt und kann mich auch auf das naechste Wochenende freuen.
Eines meiner Geburtstagsegschenke von meinen Freunde war das Versprechen, mir ein Photoalbum mt allen Fotos und Erlebnissen des ganzen Jahres anzufertigen, was eine super Idee ist! Okay jetzt muss ich aber wieder los, heute Abend ist ein ziemlich nettes Hockeygame hier in Town (viele meiner Klassenkameraden und Freunde spielen in diesem Team). Also ich muss los...

Accident?

Als ich gestern von einem meiner Freunde zurueck ins Staedtchen gefahren bin (er lebt ziemlich weit draussen...) sind uns auf dem Highway ca. 7-8 Emergency-Fahrzeuge entgegengekommen, was eine aussergewoehnlich Situation ist, vor allem deshalb, weil das die gesamte Einsatzstaffel von MacGregor, Austin, Sidney und Carberry zusammen war! Wir haben uns natuerlich erstmal um unsere Freunde und Familie (bzw. Gast-) gesorgt. Was besonders schlimm an solchen Einsaetzen hier ist, dass man meistens die Betroffenen kennt und deshalb eine vorbeifahrendes Ambulanz-Fahrzeug einen ganz anderen Eindruck macht.Am naechsten Tat in der Schule hat sich dann aber herausgestellt, dass der Besitzer Landguts mit dazugehoeriger Farm und mehreren Scheunen (er hatte ueber ein Jahr versucht es zu verkaufen) alles in Brand gesetzt hatte, um die Versicherungssumme zu kassieren...Ich weiss jedoch nicht, ob ihm das letztendlich gelungen ist (wahrschienlich nicht, weil jeder weiss, dass er es mehr oder weniger selbst war....)na ja...jedenfalls haben mich die ganzen Einsatzkraefte schon ein bisschen erschreckt und mir vor augen gefuehrt, dass man sich in Berlin wohl kaum ueber ein paar Polizei- und Feuerwehrfahrzuege aufregen wuerde!

Monday, November 06, 2006

Halloween


Vorgestern war Halloween! Ich habe an Halloween selbst an einem 3on3-Volleyball-Tournament teilgenommen (so ziemlich alle Senior High Students waren dort) und hatte deshalb nicht allzuviel Zeit "TrickorTreating"zu gehen. Dadurch dass ich kein Kostuem hatte, haben mir so gut wie alle meiner Freunde ein Teil von ihrem eigenen Kostuem gegeben, weshalb ich dann am Ende des Abend (so gegen 23:45Uhr) zum Teil Hexe, Soldat, Golfer, Businessman und Clown (by the way a pretty scay clown:P). Wir hatten viel Spass und haben innerhalb von anderthalb Stunden 2-3 Muellsaecke voller Suessigkeiten sammeln koennen. Ich habe den groessten Teil meinen Freunden gegeben und mir selber fast 2kg mit nach Hause genommen. Im Grossen und Ganzen kann man also sagen, dass es ein ziemlich erfolgreicher Abend war. Nur das Tournament konnte ich leider nicht mit meiner Mannschaft gewinnen (man musste ein Maedchen pro Team haben, ich war sogar mit 2 in einem Team;). Es war allerdings ziemlich knapp, wahrscheinlich aufgrunddessen, dass meine beiden Teamkameradinnen im SeniorHighVolleyballteam sind...
Ich hatte also sehr viel Spass und mein Lunch ist fuer die naechsten 2 Wochen gesichert (Dr.Pepper, Coffee Crunsh, Caramilk, Oh Henry and GranolaBars...)

Elk-Story

Gestern abend bin ich mit Jo Leslie aus Brandon zurueckgekommen und wir sind in Richtung seiner Farm gefahren, weil wir dort zu Abend essen wollten. Als wir dort ankamen (er lebt auf einer Farm abgeschlagen vom Rest der Zivilisation) haben wir bemerkt, dass seine 3 Brueder (leben alle auf dem selben Grundstueck, dicht beeinander, zwischen 20-35 Jahre alt) aufgeregt um einen ihrer Trucks umhergelaufen sind und fast panisch nach uns gerufen haben. Tatsache ist, dass sich ein Elch mit seinem Geweih zwischen Rad und Karosserie des Trucks verfangen hatte (der Elch hatte versucht das Salz, was an der Karosserie klebte, abzulecken und hatte sich wahrscheinlich dabei verfangen). Ich weiss zwar nicht, wie gross und schwer Elche normalerweise sind, aber mir wurde danach von den Bruedern erklaert, dass es sich um einen der groessten Elche gehandelt hat, den sie je gesehen haetten.
Also, als wir ankamen, waren Scott und Josh gerade dabei den Elch zu beruhigen (was natuerlich kaum moeglich ist), wir haben dem Elch deshalb erst die Beine zusammengebunden und ihn danach mit einem Serum betauebt, was normalerweise fuer Stiere und Kuehe auf der Farm benutzt wird. Daraufhin haben wir das Geweih durchsaegt (eine Seite reichte) und haben den Elch in das nahe gelegene Waeldchen geschleift. Jo's Vater hat sich beim Versuch dem Tier die Fesseln anzulegen ziemlich schwer verletzt und ist heute ins Krankenhaus gebracht worden (es hoert sich so an, als ob der Elch mit einem Tritt das Bein von Jo's Vater angebrochen haette). Gluecklicherweise trifft es ihn nicht ganz so hart (das ist, was er selbst gesagt hat...), weil die Ernte vorueber ist und er deshalb Zeit hat seine Verletzung auszukurieren...
Um ehrlich zu sein, ich habe mich waehrend die Brueder sich auf den Elch gestuerzt haben, eher im Hintergrund gehalten, weil das Tier nicht nur gross und ziemlich kraeftig ist, sondern auch Geweih und Zaehne hat.
Was man noch dazu sagen muss, ist, dass die meisten Maenner hier ziemlich gross und muskuloes sind (Farmer halt) und deshalb schon mal zu zweit einen Stier niederringen oder sich ohne zu zoegern auf einen Elch stuerzen...(so ziemlich alle kanadischen Farmer, die ich bis jetzt getroffen habe, erinnern mich an Hagrid, gross, behaart und ziemlich kraeftig und auch im Umgang mit Tieren zoegerlos und ziemlich geschickt...)

Tuesday, October 31, 2006

Hockey and Snowboarding



Dadurch dass wir jetzt schon knapp anderthalb Fuss Schnee haben, kommen hier so ziemlich alle in Winterstimmung. Die Snowboarder wachsen ihre Boards und die Hockeyplayer bringen ihre Skates zum Schaerfen in die groesseren Staedte. Alle haben ihre Winterkleidungsgegenstaende beisammen und die Heizungen laufen auf vollen Touren. Auch ich habe mich mit Winterkleidung eingedeckt und fuehle mich halbwegs gewappnet fuer die -45C...

Zum Thema Hockey und Snowboarding: Ich habe hier relativ schnell sehr gute Freunde gefunden, die mich mit Equipment versorgen werden (sie geben mir alle ihre aelteren Ausruestungsgegenstaende for free!). Ich bekomme also eine volle Hockeyausruestung (including skates!) und ein Board, Bindings und Boots fuers Snowboarding von meinen Freunden. Jeder hier will mir schnellstmoeglich seine favorisierte Wintersportart beibringen...

Morgen gehen wir Snowboarden und am Freitag oeffnet das Eisstadium (was mich sehr ueberrascht hat, ist, dass viele meiner Freunde ihre eigenen Hockey-Rinks und Snowboardhuegel haben, wo man mit einem Schneemobil raufgefahren wird, das liegt wahrscheinlich daran, dass sie hier so viel Land haben, dass sie nciht wissen, was sie sonst damit anstellen sollten...deshalb bauen sie einfach ihre eigenen Half-Pipes and Snowboard-Slopes).

Also um ehrlich zu sein, ich bin schon ziemlich "pumped", weil meine ganzen Freunde die Stimmung anheizen und wir selbst in unserer Schule anfangen Hockey-Equipment auszukramen. Also auch ich bin ziemlch aufgeregt und freue mich auf Hockey und Snowboarding...vor allen Dingen deshalb weil es hier nichts kostet (zumindest fuer mich nicht) und die ganzen Kanadier hier so begeistert von ihren Wintersportarten sind (ueberraschenderweise scheint MacGregor und Umland sogar ziemlich gut zu sein..wir haben letztes Jahr Hockey und alle Snowboarding-Wettbewerbe gewonnen!)

PizzaHut Birthday...

Letztes Wochenende bin ich (mal wieder) mit meinen Freunden, diesmal war es eine ziemlich grosse Gruppe, nach Brandon gefahren. Zuerst waren wir schwimmen, anschliessend Bowling spielen und danach bei PizzaHut essen. Wir hatten einen sehr schoenen Abend (wir haben eine kostenlose Pizza bei PizzaHut bekommen, weil wir gesagt haben, es sei mein Geburtstag).
Auch das Schwimmengehen war wieder ziemlich lustig, obwohl eines der Maedchen ihre Ohrringe im Wasser verloren hat und die andere ihr Portemonnaie im Umkleideraum vergessen (sodass wir auf halber Strecke nochmal umkehren mussten). Ansonsten hatten wir aber sehr viel Spass (ich bin wieder die Seile dort hochgeklettert...).
Ich freue mich schon auf Halloween!

Lisa Enns' Wedding

Ich bin gestern zusammen mit einigen Freunden und deren Verwandten zu einer Hochzeit gegangen und um es kurz zu fassen, es war eines der schoensten Erlebnisse, die ich bis jetzt hier hatte. Obwohl ich kaum Verbindung zu Braeutigam und Braut habe, hat es mich sehr bewegt. Wie schon gesagt, war ich dort mit einem meiner besten Freunde hier und es war seine Schwester die geheiratet hat.
Ich habe kraeftig am Tag zuvor mitgeholfen alle Tische zu decken und die gesamte Sporthalle festlich herzurichten.
Aber es hat sich allemal gelohnt, es war wirklich wunderschoen.
Am darauffolgenden Tag sind wir nach Winnipeg gefahren und haben sehr viel Spass gehabt (Kino, Erlebnissbad und Billard).
Ich habe auf der Hochzeit nicht nur das ganze Dorf sondern auch so ziemlich alle meine Freunde getroffen (so ziemlich jeder hier ist irgendwie verwandt mit einander).
Mein Geburtstag und Weihnachten ruecken immer naeher und ich vermisse so langsam aber sicher die vorweihnachtliche Stimmung...na ja, die feiern hier ja gluecklicherweise auch Weihnachten.
Und dadurch dass cih schon mein Geburtstagspaeckchen bekommen habe (es liegt noch UNGEOEFFNET in meinem Zimmer) freue ich mich auch schon wirklich auf den 7.November...

Saturday, October 21, 2006

Bam Marguera and Tony Hawk


Als ich letztes Wochenende mit meiner Gastschwester in Winnipeg war, gab es eine grosse Ueberraschung: Bam Marguera and Tony Hawk haben einen ungeplanten Zwischenstopp in Winnipeg machen muessen und dadurch, dass Winnipeg einen Skatepark hat, der unter den Top10 der Welt ist, scheinen die beiden die Gelegenheit gleich genutzt zu haben. Sie haben insgesamt 4h in diesem Skatepark verbracht. Das Appartment meiner Gastschwester ist gleich neben diesem Skatepark, aus diesem Grund haben wir das ganze Tohuwabohu mitbekommen. Dadurch, dass niemand vorher wusste, dass Tony Hawk und Bam Marguera kommen wuerden, haben sich Fans und Medien nur langsam angesammelt. Deshalb hatten wir (Sara und ich) die Moeglichkeit, als einige der ersten in den Skatepark zu kommen und den beiden zuzusehen. Ich habe sogar mit Tony Hawk gesprochen!!! (zwar nut Smalltalk und warum er in Winnipeg ist, aber das ist auch schon was...)
Wir haben den beiden dann beim Skateborden zugesehen (aber nur fuer einige Zeit, weil dann so viele Leute da waren, dass man kaum wieder raus kam;)
Also, das war ein richtig tolles Erlebnis, vor allem deshalb weil es so randomly happened.

oh,oh --> erster Kontakt mit canadischer Polizei...

Also gestern sind Tyson, Darryl und ich (zwei Freunde aus meinem Grade) nach der Jugend zusammen zu einem Hockeyspiel in Macgregor (Pirates vs. Fatcats, zwei Mannschaften aus Portage und Sidney...) gefahren. Anschliessend haben wir beschlossen nach Portage fuer einige Slurpies zu fahren (es war schon relativ spaet). Auf dem Weg zwischen MacGregor und Portage haben Darryl und ich beschlossen uns aus dem Fenster haengen zu lassen und einige Minuten spaeter sind wir auf dem Dach des fahrenden Vans rumgeturnt. Daraufhin ist Tyson auf einen abgelegenen Parkplatz gefahren und hat dort einige Runden gedreht. Wir sind dann nach kurzer Zeit wieder in den Van geklettert und haben unsere Fahrt nach Portage fortgesetzt...sobald wir auf dem Highway waren, haben wir die Polizeistreife hinter uns bemerkt, die uns mit Blaulich und Tatuetata (auch wenn das Kanadische etwas anders klingt) zum Anhalten zwang.
Sie hatten gesehen, wie Darryl und ich auf dem Dach des Vans gefahren sind. Dadurch dass Tyson noch nicht seine volle License hat, haetten sie ihm nicht nur eine Strafe ueber 300$ aufdruecken koennen, sondern ihm sogar den Fuehrerschein bis zu seinem 21. Lebensjahr entziehen koennen.
Gluecklicherweise haben wir wohl einen "netten" Cop erwischt, er entzog Tyson nicht den Fuehrerschein und hat uns auch kein Ticket gegeben (wir mussten also nichts berappen). Allerdings haben sie seine Eltern informiert...verstaendlicherweise fanden das seine Eltern nicht so lustig (sein Vater eigentlich schon, aber seine Mutter gar nicht). Und folglich darf er die Fahrzeuge der Eltern nciht so bald wieder benutzen...
Das ist schon ziemlich doof, es haette allerdings wesentlich schlimmer kommen koennen.
Was man dazu sagen muss, ist, dass hier in Macgregor die Cops so ein bis zweimal pro Jahr vorbeikommen...wir sind also richtige Pechvoegel, dass wir gerade dann, wenn die Cops einmal in Town sind, etwas Doofes anstellen muessen!

45h-Famine, Building a Cabin

Ermutigt von meiner Gastschwester und einigen Freunden bin ich derzeit auf einer 45h-Famine (nur Wasser waehrend dieser Zeit). Der Sinn daran ist mir nicht hundertprozentig klar. Dennoch hilft es mir sicherlich die Situation von Personen ohne Essen besser zu verstehen...
Auch ist es hilfreich, wenn man sich auf bestimmte Dinge konzentrieren moechte (Glauben, wichtige Entscheidungen etc...)!
Im Allgemeinen ist es bemerkenswert erschreckend, welch grosse Rolle Essen in unserem Leben spielt (ich bin jetzt schon seit 29h in dieser Famine und man merkt es schon ganz deutlich;)
Was mir das Fasten nicht gerade einfacher machte, ist, dass ich heute zusammen mit der Jugend meiner Kirche eine kleine Huette fuer das "Valley View Bible Camp" gebaut habe. Es hat uns den ganzen Tag ueber beschaeftig und ich bin jetzt gerade ziemlich kapuut und sehne mich nach einer warmen Dusche.
Auch war ich gestern das erste Mal bei einem nordamerikanischen Doktor (nicht wegen mir sondern zusammen mit einem Freund, der den Termin hatte). Also um ehrlich zu sein, finde ich schon, dass es ein bisschen nach Scharlatanerie aussah. Er hat nur ein bisschen hier und da gedrueckt und dann anschliessend einen ganzen Haufen Medikament verschrieben und heisse Umschlaege angeordnet. Na ja, Michael gehts jetzt schon besser und das ist auch das Wichtigste.

Saturday, October 14, 2006

Tyson Guenther, "Noodling Cows" and Wrestling

Dadurch, dass es ziemlich spaet war, als wir gestern von Brandon zurueck, bin ich die Nacht ueber bei einem meiner Klassenkameraden geblieben (Tyson...). Wir haben uns am Abend noch einen Film angesehen (Napoleon Dynamite...fuer alle die den Film nicht kennen, its hilarious!).
Ach ja und zum Thema "noodling", weil ich bei Tyson uebernachtet habe, habe ich auch den folgenden Tag mit ihm und seinem Bruder verbracht. Die beiden sind Farmer und deshalb habe ich den ganzen Tag auf der Farm ausgeholfen (die eine Scheune repariert, Schafe gefuettert und so...). Unter anderem haben wir auch, was ich im Titel bereits erwaehnt habe, Jungstiere kastriert, was um ehrlich zu sein (ihr werdets mir kaum glauben) aber es war eine neue Erfahrung fuer mich. Man kann es als eine ziemlich ekelhafte Angelegenheit zusammenfassen. Vor allem deshalb weil unsere "Werkzeuge" ein Skalpell und unsere gottgegebenen Haende waren.
Und zu meinem letzten in der Ueberschrift erwaehnten Punkt: "Wrestling". Solche kleinen Kaempfe zwischen Freunden und Geschwistern sind hier aeusserst beliebt. Die Regeln dabei sind: keine Schlaege oder Tritte, es geht vorrangig um "coole" Moves und Schluss ist wenn einer der beiden Teilnehmer aufgibt...
Dadurch dass ich das vorher eigentlich noch nie gemacht habe, sind mir die meisten hier etwas ueberlegen (aber so ganz unbeholfen bin ich auch nicht;) Und um ehrlich zu sein, es macht einen Hoellenspass. Also an Erik und Crispy, seid gewappnet, wenn ich zurueckkomme, denn dann will ich euch mal zeigen, wie die Kanadier hier ihren Winter verbringen (alle die den Film kennen: was die hier machen, erinnert mich sehr an FightClub, es ist nur ohne Verletztungen...)
Der einzige Nachteil an diesen kleinen "Kaempfen" ist, dass man ziemlich schnell "Rugburns" bekommt (rug-teppich), damit meine ich kleinere Wunden, die entstehen, wenn man seinen Arm schnell ueber Teppich zieht:P
Na gut..so viel erstmal zu meinem Wochenende, ich hoffe, euch gehts so gut wie mir und ihr habt genausoviel Spass wie ich.
Flo: Hab viel Spass in Frankreich!

Wochenende in Gladstone, Thanksgiving

Wie schon gesagt, habe ich das letzte Wochenende in Gladstone (zusammen mit den Australiern und den beiden Austauschschuelern) verbracht. Es hat mir sehr viel Spass gemacht, vor allem deshalb, weil wir viel Spass zusammen hattten (ich bin in den 2 Tagen zu 2 verschiedenen Parties gegangen). Auch habe ich meinen ersten Baer gesehen. Und zwar sind wir zum Haus eines ihrer Freunde geschlaendert, als wir an einem ziemlich uebel riechenden Truck vorbeigekommen sind. Ich habe daraufhin einfach mal einen Blick hineingeworfen und zu meinem Erstaunen einen ziemlich grossen Schwarzbaeren zusammengerollt auf der Ladeflaeche liegen sehen. Der Truck gehoert wie sich kurz darauf herausstellte einem begeisterten Jaeger. Der Baer, muss man wissen, war schwer verwundet, hat aber noch geatmet. Um ehrlich zu sein, er tat mir ziemlich leid, obwohl er anhand seiner Groesse (bestimmt 2m) sehr bedrohlich war.
Am folgenden Tag bin ich dann mit der australischen Familie (die, nebenbei gesagt, einen witzigen Akzent hat) wieder nach Brandon gefahren und wir hatten einen sehr schoenen Nachmittag (Bowling, Sportsplex, Supper).
Am Montag (keine schule--Thanksgiving) bin ich dann wieder nach MacGregor zurueckgekehrt und habe mit meiner Gastfamilie (Henry, Neal, Tina, Sara) Thanksgiving gefeiert. Anschliessend sind Sara und ich nach Winipeg gefahren und sind in mehreren ziemlich beeindruckend grossen Malls Shopping gegangen.. Ich brauchte Winterjacke, Tuke und einige andere warme Kleidungsgegenstaende. Gluecklicherweise haben wir alles sehr schnell und vor allem vollstaendig bekommen und ich fuehle mich nun gewappnet ;)
Anschliessend haben wir dann noch bei Freunden haltgemacht. Und sind Jagen gegangen...(wie eigentlich immer in letzter Zeit, wenn wir nichts Besseres zu tun hatten)!
Ach ja, und Carl Enns (Freund von mir) hat mich auf seinem Truck mitgenommen, ich habe auf der Ladeflaeche gestanden und er ist ueber diverse Felder und Landstrassen geheizt (nicht auf dem Highway...aehem!). Um ehrlich zu sein, mir war nicht ganz wohl dabei. Aber im Nachhinein war es ein MORTZGAUDI.
Die letzte Woche war realtiv anstrengend, weil wir mehrere Tests geschrieben haben und nicht alle von denen so sehr einfach waren. Auch hatten wir unser vorerst letztes Fussballspiel und ich habe in den IntermuralGames (schulinterne Wettkaempfe) zweimal relativ gut abgeschnitten. Am Donnerstag war ich auf einer Geburtstagsparty und es hat mir sehr gut gefallen...
Morgen fahre ich mit einigen meiner Klassenkameraden wieder nach Brandon und danach werde ich wahrscheinlich bei einem von denen uebernachten.
Zum Thema, Wetter, noch etwas: hier ist strahlender Sonnenschein. Allerdings hat die Sache zwei Haken und zwar schneit es nachts wie verrueckt ( es liegen so ca. 5-8cm Schnee) und es ist wirklich *****kalt. Na gut, so weit, so gut...

Thursday, October 05, 2006

first EF-meeting, Andrea&Benedetta--Gladstone

Letztes Wochenende hatte ich mein erstes EF-Treffen in Portage. Es war ein sehr schoener Tag (purer Sonnenschein, wie immer hier;) und ich habe viele nette Leute kennen gelernt. Besonders schoen war es, dass ich die Italienerin, die ich bereits im Flugzeug (nach Winnipeg) getroffen habe, wiedergesehen habe.
Sie hat eine sehr interessante Familiensituation hier in Kanada, damit meine ich Folgendes, sie lebt mit einer anderen Austauschschuelerin unter einem Dach (Mexikanerin) und ihre Familie ist australisch (sie sind im Maerz hergezogen). Diese Familie ist superlustig und der Vater ist die ganze Zeit nur am Witzereissen. Ich scheine wirklich immenses Glueck hier zu haben, denn dadurch, dass ich die Italienerin schon vom FLughafen kenne, haben sie mich direkt eingeladen das kommende Wochenende mit ihnen zu verbringen. Das ist wirklich toll, denn die beiden Maedchen sind wirklich nett und wie oft kriegt man schon die Gelegenheit zusammen mit 3 Australiern, einer Mexikanerin und einer Italienerin (und einem Deutschen) unter einem Dach in Kanada (!) zu leben...
Wahrscheinlich nicht so oft;)
Im Grossen und Ganzen muss ich unbedingt noch erwaehnen, dass ich mit allen hier immer besser zurechtkomme und auch schon wirklich gute Freunde gefunden habe, die mich zum Beispiel einfach mal am Nachmittag mit nach Winnipeg oder Brandon nehmen, um dort einen tollen Abend zu verbringen. Also um ehrlich zu sein, kann ich mich sehr gluecklich schaetzen, weil ich hier von allen sehr gut angenommen werde und es immer besser zu werden scheint.
Na ja, ich werd jetzt mal schlafen gehen (bin gerade von nem Soccer-match zurueck und deshalb ziemlich kaputt).
PS: langsam wirds hier kaelter:P

Neal&Melissa, Horse-back Riding


Vor einigen Tagen sind Neal (mein Hostbrother) und seine Ehefrau hier nach MacGregor gekommen um einige Sachen zu erledigen (groesstenteils Geschaeftliches). Deshalb haben sie auch einige Tage bei uns und bei Melissa's Familie verbracht. Das ist auch der Grund, weshalb ich gestern zu Melissa's Familie gefahren bin (schulbus) und dort den Nachmittag verbracht habe. Sie haben eine riesige Farm und mehrere square-miles Land. Wir haben also erst einige Runden auf dem Feld mit Truck, Quads und Dirt-Bikes gedreht und uns dann den Pferden zugewandt. Und um es kurz zu machen es war eine der besten Erfahrungen, die ich bis jetzt hier gemacht habe. Es war einfach toll und es passt einfach perfekt in das normale Bild, das ein jeder im Kopf hat, wenn er ueber Cowboys und den WildenWesten spricht. Wir haben also ca. 4h auf den Pferden verbracht, bis es so dunkel war, dass wir gar ncihts mehr sehen konnten und uns dann am Abend den frisch gebackenen Keksen zugewandt;).
Das gute an einem ordentlich durchstrukturierten Schulalltag ist, dass man mehr und mehr Zeit (vor allem in der Schule) mit Klassenkameraden verbringt und so (besonders als exchange-student) wichtige "Kontakte knuepft". So geht es mir hier immer besser und so langsam aber sicher, lerne ich hier jeden richtig gut kennen (und um ehrlich zu sein, die meisten kommen mit mir auch sehr gut klar).
Na gut, ich freue mich schon sher auf das kommende Wochenende und wenn ihr wissen wollt, warum, dann lest den naechsten Post:)

Saturday, September 30, 2006

Blue Bombers Game---Winnipeg vs. Montreal


Ich war gestern bei meinem ersten Footballmatch Winnipeg Blue Bombers vs. Montreal Alouettes. Es war einfach grossartig, vor allem deshalb weil ich mir das Match zusammen mit vielen Klassenkameraden und Freunden angesehen habe (der Ausflug wurde von der Schule organisiert). Gluecklicherweise hatten wir vor dem Spiel noch etwas Zeit, um in Winnipeg selber kurz einkaufen zu gehen und einen Happen zu essen.
Was fuer mich besonders gut ist, das sind die Busfahrten (ewig lang...). Aber waehrend derselben habe ich genuegend Zeit mit Leuten ins Gespraech zu kommen, die ich sonst nur kurz in der Schule sehe udn ansonsten gar nicht.
Im Grossen und Ganzen war es gestern ein sehr schoener Abend, auch wenn es wieder mal ziemlich spaet wurde.

Heute Abend kommt meine Gastmutter aus Mexiko zurueck und morgen habe ich mein erstes EF-Treffen, wo ich dann die ganzen Leute wiedertreffe,die ich auf dem Flug von Toronto nach Winnipeg kennen gelernt habe.
Also um ehrlich zu sein, ich habe hier superviel zu tun. Und komme nur ab und zu dazu, neue Posts oder Mails zu schreiben...
Ich vermisse euch trotzdem;)

Friday, September 22, 2006

Hawaiian Dance und meine erste Party

Gestern war in unserer Schule ein hawaiisch angehauchter Tanz. Ungluecklicherweise hatte ich (dadurch bedingt, dass ich ncih erwartet habe, hier Blumenkraenze und knallbunte Shirts zu brauchen) keine passenden Anziehsachen. Dennoch bin ich zusammen mit meinen Freunden im Verlauf des Abends zur Schule gegangen und wir hatten sehr viel Spass, vor allem deshalb, weil ich von meinen Mitschuelern erstmal eingekleidet wurde...
Es wurde groesstenteils die bekannte Disco-Musik gespielt, aber spaeter wurde Countrymusic aufgelegt und die (nicht alle, aber manche) haben richtig professionell dazu getanzt. Was mich ziemlich ueberrascht hat.
Danach sind dann alle raus aufs Land gefahren oder vorher noch booze kaufen. Denn dort gab es die erste Highschool-Party seitdem ich hier bin. Wir hatten eine riesige Farm zur Verfuegung und haben das auch genutzt, indem wir mehrere Lagerfeuer und einen Haufen Camping-Sitze hatten. So hatten wir eine ganz gemuetliche Runde (es waren ungefaehr 30Leute pro Lagerfeuer und wir hatten 5 davon).
Ich habe im Laufe des Abends (eigtl war es schon morgen) sehr viele nette, neue Gesichter kennen gelernt (vor allem Maedchen, die mich in der Schule zwar schon das ein oder andere Mal gegruesst haben, mit denen ich aber vorher nie richtig ins Gespraech gekommen bin). Also waehrend die meisten Kanadier dabei waren sich zu betrinken, habe ich mich mit den Maedchen ganz nett ueber dies und das unterhalten. In diesem Zusammenhang muss ich einfach sagen, dass ich ziemlich viel Glueck hatte. Denn ich habe gleich zu Beginn sher nette Freunde hier gefunden, viele von denen sind zwar auch nciht ganz ohne, aber wenigstens rauchen die kein Marihuana (oder zumindest nicht alle und schon gar nciht regelmaessig).
Was mich besonders ueberrascht hat, war, dass es so eine friedliche Stimmung war, viele haben sich einfach nur nett unterhalten und den Abend in Ruhe genossen. Natuerlich wurde viel getrunken und der ein oder andere hat auch Mary Jane geraucht. Aber alles in allem war es sehr nett und es gab keine Probleme (nur der eine ist gegen eine Kornspeicher gerannt...).
Und selbst der Transport wurde mit erstaunlich guter Organisation durchgefuehrt. Die Fahrer blieben alle nuechtern und so war es ein wirklich schoener Abend.
Das Beste an dieser Party war wirklich, dass ich mich mit vielen unterhalten konnte, die man anonsten nur fuer ein paar Minuten in der Schule sieht und somit habe ich sehr viele neue Gesichter kennen gelernt. Und was besonders toll fuer mich ist, dass mich die meisten anfangen wirklcih zu moegen (nicht nur die Maedchen, sondern insgesamt). Am Anfang war es groesstenteils Freundlichkeit und Neugierde, aber jetzt, da mich die meisten schon besser kennen, kommen sie auf mich zu und laden mich zu anderen Treffen/Parties (ich hab gestern auf der Party insgesamt 4Einladungen zu Geburtstagen bekommen) ein oder wollen sich einfach nur nett unterhalten. Na gut, ich muss mich jetzt mal an meine argument-essays fuer Englisch machen, weil ich das ganze Wochenende wieder zu tun habe (Treffen mit Freunden in Brandon am Samstag udn ein Baseballmatch am Sonntag nach der Kirche...)!

30S Trip nach Winnipeg-Shakespeare in Ruins


Mein Trip nach Winnipeg mit meine Pre-Calc class(30S) hat sehr viel Spass gemacht, vor allem deshalb weil ich auf der Busfahrt viel Zeit hatte mit allen moeglichen Kanadiern ins Gespraech zu kommen und wir Supper und Lunch alle zusammen bei diversen Fast-Food-Restaurants gegessen haben.
Das Musical selber war eine interessante Interpretation von Romeo und Julia und hat mir, bis auf wenige Ausnahmen, sehr gut gefallen.
Nach dem Musical war ich dann noch bei meiner Englisch-Lehrerin zu Hause (einen Happen Essen). Der Grund dafuer ist, dass sie die Mutter meines besten Freundes hier ist und ich somit schon das ein oder andere Mal bei denen zu Hause war.
Ach ja und wir hatten gestern unsern grossen Creek-Cleanup-Day, das heisst, dass wir (meine grade12 Bio-class) das kleine Fluesschen, was hier fliesst, von allem Unrat befreien und saeubern durften. Aber das ist schon okay, denn als Ausgleich machen wir mit dieser Klasse einen Trip nach Calgary (1woche) und sehen uns ein Hockey-Spiel an.
Und ich werde hoechstwahrscheinlich im Januar am Ski-Trip teilnehmen und mit allen Freunden hier in Richtung Rockies fahren.

Exhibition Game und erstes Fussballmatch


Vorgestern hatte ich mein erstes Ehibition Game, das heisst, dass wir (unser Soccer-Team) gegen eine Auswahl aelterer Fussballinteressierter spielen mussten. Das hat aber sehr viel Spass gemacht, zumal wir deutlich gewonnen haben (was aber auch daran liegen koennte, dass unsere Gegner nicht in bestechend guter, koerperlicher Verfassung waren).
Und gestern sind wir dann (2einhalb Stunden, fuer ein Fussballspiel!) nach Minnedosa gefahren und haben das dortige Team mit 6:1 deutlich geschlagen. Anschliessend waren wir noch unseren Sieg feiern (bei TimHortons, wo sonst?).
Ach ja und am letzten Wochenende waren wir (ca.15Leute, meine Gastschwester hat alle ihre Freunde aus naechster Naehe zusammengetrommelt) wieder mal in Brandon (die fahren hier erstaunlich selten nach Winnipeg) und haben dort einen tollen Abend verbracht. Wir waren erst im SportSplax (Schwimmbad), haben uns dann einen Film ausgeliehen, Pizza gekauft und den Abend in aller Ruhe verbracht.

erster Schnee

Gestern (17.09.2006--aehem!) hat es hier das erste Mal, seitdem ich hier bin, geschneit. Ich habe zusammen mit Henry (Gastbruder), Jessica und Stephen (Kinder der Familie Zacharias, die mich zur Zeit in ihrem Haus leben lassen) auf den Schulbus gewartet, als es auf einmal anfing zu schneien (es war zwar nur Schneegriesel, aber trotzdem).
Und was ich wohl nicht zu erwaehnen brauch...hier ists in der Nacht schon ziemlich kalt (regelmaessig unter -4C).

Wednesday, September 13, 2006

Gastmutter in Mexiko, Fussball

Meine Gastmutter geht ab Samstag fuer zwei Wochen nach Mexiko. In dieser Zeit werde ich bei Farmern wohnen und das wird bestimmt eine tolle Erfahrung. Dadurch dass ich Fussballtraining und andere Schulaktivitaeten habe, kann ich den Schulbus nur auf dem Hinweg benutzen. Und auf dem Rueckweg muessen mcih dann entweder die Eltern abholen oder irgendjemand nimmt mich mit.
Ach ja, apropos Fussball: Ich hab bis jetzt bei jedem Training und bei jedem Exhibition Game ein oder mehr Tore geschossen (aber das ist nicht so sehr schwer, weil die Kanadier einfach etwas mehr Uebung brauchen). Und der Coach meinte gestern, dass wir, wenn unser Team weiterhin so gut spielt, die Provinzmeisterschaft gewinnen koennten (ganz Manitoba!). Und danach gehts dann weiter; es ist allerdings eher unwahrscheinlich, dass wir uns auch gegen die anderen Gewinnner aus den Prairie-Staaten durchsetzen koennen. Wir haben uebrigens eine phantastische Abwehr im Team (gegen die moechte ich nciht stuermen), das sind alle typische Football-Spieler, wahrscheinlich wiegt jeder von denen 100kilo und ist 2m gross. Aber man glaubt es nicht, die sind erstaunlich schnell. Na ja, was ich damit sagen will, ist, dass die meisten ihr Leben lang Hockey und Football gespielt haben und jetzt einfach jeden tackeln, der versucht in den Strafraum zu kommen. Und auch die Schiedsrichter scheinen etwas rauheres Spiel gewohnt zu sein, denn die pfeifen fast nur beim Anstoss.
Also das wars erstmal zum Thema Fussball.
Ach ja, ich habe gestern das erste Mal Tennis hier gespielt. Die Plaetze hier sind zwar etwas ruppig und mein Gegner hat auch noch nciht so oft einen TEnnisschlaeger in der Hand gehabt, aber es hat Spass gemacht und wenigstens kriege cih so etwas Uebung (vorm Winter).
Ach ja, Sport machen ist hier nur unter ziemlich krassen Umstaenden moeglich. Denn heute waren es tagsueber 30C und nachts sinds bereits -2C. Also im Sommer ist es heiss und im Winter arktisch. Ausserdem fegen hier im Sommer trockene Winde uebers Land und im Winter der ein oder andere Blizzard. Deshalb ist es nicht ganz unproblematisch.
Na ja, trotzdem sind hier alle total sportbegeistert und das kommt mir eigentlich ganz recht.

Saturday, September 09, 2006

Ach ja Schule...

Ach ja, die Schule hat auch angefangen und ich habe die erste Woche hinter mir. Ich hab insgesamt acht classes: 4davon in Grade 11 und den Rest in Grade 12. Ich bin mit meiner Kurswahl sehr zufrieden, obwohl ich kaum Aussergewoehnliches gewaehlt habe. Ich bin im Fussballteam und nehme nach der Schule noch Fahrschulunterricht, deshalb bin ich schon ziemlich eingespannt, dann kommen aber noch Kirchen-Aktivitaeten (Trips/Wochenenden und Mahlzeiten mit der Jugend der Gemeinde) und Nachmittage im Hub (Jugendzenter--Billard) oder bei Freunden. Dadurch dass ich so viel zu tun habe, denke ich nciht mehr so viel an zu Hause und das hilft mir mich hier besser anzupassen.
Aber nochmal zum Thema Schule, dadurch dass das Verhaeltnis von Lehrer zu Schueler hier so anders und dass alle Lehrer in unmittelbarer Umgebung wohnen, treffe ich meine Lehrer taeglich auf der Strasse, was sich als ganz gut herausstellt (der "Werken"- und der "Woodwork"-Lehrer helfen uns zum Beispiel beim Renovieren unseres Hauses).
Also, im Grossen und Ganzen habe ich ueberhaupt keine Probleme in der Schule und geniesse es, dass mich hier alle fuer einen grossartigen Fussballspieler halten (die haben hier einfach keine Uebung^^).
Na gut, ich geh jetzt schlafen (morgen muss ich sehr frueh aufstehen, weil ich mithelfe ein Pancake-Breakfast in der Kirche vorzubereiten)...

Quads, Muzzle-loader-hunting, Potato-Gun


Ich war heute den ganzen Tag bei Freunden meiner Gastfamilie (, bei denen ich auch die erste Woche der Zeit sein werde, die meine Gastmutter in Mexiko verbringt). Ich habe viel erlebt, unter Anderem habe ich mit meinem Gastbruder und den Kindern der Familie einen Trip zum Jackson's lake unternommen. Jeder von uns hatte ein Quad-Bike und die Fahrt zum See hat so nur ca. 30min gedauert. Da ich noch nie zuvor mit einem Quad gefahren bin, habe ich anfangs Zeit gebraucht, um mich an die Steuerung zu gewoehnen, es wurde aber besser und besser. Und am Ende konnten wir auf dem Highway (auf dem es so gut wie keinen Verkehr gibt) mit Hoechstgeschwindigkeit (90kmh) unserm Ziel entgegen brausen. Anschliessend haben wir ein, zwei nette Stunden am Strand verbracht. Als wir dann so gegen 14Uhr wieder auf der Farm angekommen waren, hat mir der Vater seine Waffen vorgefuehrt; darunter Scharfschuetzengewehre, Muzzle-Loaders und zwei Pumpguns. Insgesamt waren es 12 Waffen (ich weiss zwar nicht, wozu man so viele Waffen braucht, es schindet aber maechtig Eindruck:P
Also wir (auch ich^^) haben dann zuerst auf Gurken (die wurden in die Luft geworfen) und kleine Ziele geschossen. Anschliessend haben wir uns nach Tieren umgeschaut. Gluecklicherweise haben wir kaum welche gesehen (dazu muss man nachts los). Und deshalb haben wir nur auf ein paar Voegel und auf zwei Biber geschossen (ich hab sie verfehlt und sie haben sich blitzartig aus dem Staub gemacht). Aber wenn die Jagdsaison naechsten Monat beginnt, dann werden wir wahrscheinlich noch das ein oder andere Mal losziehen um Biber, Elche, Braunbaeren (ja, hier gibt es Baeren) und "coyotes" zu jagen. Das wird ganz sicher eine erlebnissreiche Zeit (nicht zuletzt deshalb, weil die Beute anschliessend in einem grossen Festmahl mit saemtlichen Nachbarn gemeinsam gegessen wird).
Und nun zum letzten Punkt meiner Ueberschrift: "potato-guns". Potato-guns werden von Jugendlichen in meinem Alter selber gebaut und funktionieren nach folgendem Prinzip. In den Lauf wird ein Geschoss gesteckt, so dass es genau passt (bevorzugt werden gefrorene Kartoffeln). Anschliessend wird am Ende aufgeschraubt, Haarspray hineingesprueht und wieder zugeschraubt. Nun zuendet man das Haarspry-Luftgemisch durch einen elektrischen Zuender. So wird die Kartoffel herauskatapultiert. Die Lautstaerke und die Geschwindigkeit sind amazing. Der Rueckstoff dieser, ja man kann schon fast sagen "Kanone", ist unheimlich intensiv. Wir haben auf Plastikkanister und einfach in die Luft geschossen. Und es hat erstaunlich lang gedauert, bis die Kartoffeln wieder runterkamen. Na ja, alles in allem ist es schon ein bisschen merkwuerdig, dass die Eltern hier ihre Kinder solche Waffen bauen lassen, denn die sind ziemlich gefaehrlich.
Jedenfalls bin ich froh, dass in Deutschland nicht jeder 12-Jaehrige mit einer solch durchschlagskraeftigen Kanone in der Hand durch die Strassen laeuft.

Monday, September 04, 2006

Wolken?

Wolken!
Hier gibt es keine Wolken!
Ich habe hier im Ernst erst ein einziges Mal erlebt (und das auch nur fuer 10min), dass die Sonne von einer Wolke verdeckt wurde. Deshalb sind hier auch alle so braun, als ich das erstemal die Leute hier gesehen habe, war ich ziemlich ueberrascht. Aber wenn man sich hier mal den blauen Himmel anschaut (den es eigentlich den ganzen Tag zu bestaunen gibt), dann ist es nicht verwunderlich. Auch im Winter soll hier so viel die Sonne scheinen, nur dass man da nicht rausgehen kann, weil es meistens viel zu kalt ist. Die einzige Jahreszeit, wo nicht so viel die Sonne scheint, ist der Herbst, also die Zeit, die jetzt kommt; und zwar weil dann die ganzen Blizzards hier uebers Land ziehen.
Achso, ja, und gestern (waehrend des Ausflugs nach Brandon) habe ich eine Windhose gesehen, aber nicht so eine kleine wie in Deutschland manchmal sondern eine ziemlich grosse, die ist einfach ueber ein abgeerntetes Feld hinweggefegt, ohne Schaden anzurichten. War aber trotzdem beeindruckend. Das wars auch schon, was man ueber Wolken sagen kann, denn sie sind einfach meistens nicht da.
Also, trotzdem liebe Gruesse ins verregnete Deutschland!

Trip, Nordlicher und Highway

Da gestern eine der Freundinnen meiner Gastschwester Geburtstag hatte, sind wir nach Brandon gefahren (130km). Und ich muss sagen, dass es die lustigste Autofahrt meines Lebens war, wir haben die ganze Zeit alle (Gastgeschwister, 2 Freunde und ich) lauthals zur Musik von Avril Lavigne und anderen kanadischen Interpreten gesungen. Also wir sind halt die ganze Zeit in Richtung Brandon einfach gerade aus gefahren (so wie immer), bis auf einmal meine Gastschwester fast eine Vollbremsung gemacht hat und bei der naechsten Moeglichkeit auf die in die entgegengesetzt gerichtete Spur gewechselt ist. Auf der sind wir dann eine kurze Zeit praktisch wieder in Richtung MacGregor gefahren. Dann hat meine Gastschwester angehalten. Angehalten, mitten auf dem Highway. Neben der Spur ganz rechts. Ist ausgestiegen, in den Abtrennbereich gelaufen, der die beiden Fahrtrichtungen separat haelt und hat sich ein Strassenschild geschnappt, was dort inmitten des Highway lag. Sie hats dann im Kofferraum verstaut, hat sobald wie moeglich wieder gewendet und dann sind wir ganz normal weitergefahren.Also das war schon ziemlich krass (beaengstigend). Ich weiss ja nicht, wie viele von euch schon mal zur Haelfte auf der Ueberholspur und zur Haelfte links daneben stehen geblieben sind, um auszusteigen und sich irgendein Schild zu schnappen.Zumindest haben wir dann einen sehr netten Abend mit dem "Geburtstagskind" verbracht (wir waren essen, Bowling spielen und anschliessend haben wir uns einen Film ausgeliehen).Wir haben uns dann so gegen 22:30Uhr auf den zweistuendigen Rueckweg gemacht (also 2h sind hier nichts, die wuerde man auch zum Baecker fahren;) Waehrend wir also gefahren sind (immer geradeaus versteht sich), habe ich auf einmal merkwuerdige "Wolken" bemerkt. Ich habe gedacht, es liegt bestimmt an meiner Muedigkeit, aber es sah so aus, als ob sie sich in einer ungeheuren Geschwindigkeit ueber den Himmel bewegen und neue Formen annehmen wuerden (zudem haben sie auch noch so ein unheimliches Leuchten ausgestrahlt). Auf einmal hat mein Gastbruder aufgeschrien: "Look at those Northern Lights!" Es waren also Nordlichter, die uns die ganze Zeit "verfolgt" hatten. Und es war wirklich ein beeindruckendes Schauspiel. Besonders deshalb, weil es so dunkel war, die beiden Staedte (hem..."staedte") 100km voneinander entfernt sind und ansonsten nur alle 30min ein Auto entgegenkommt. Also konnten wir die regenbogenfarbenen Nordlichter, die fuer mein Empfinden immer heller und groesser wurden, und den unglaublich hellen Mond (der das Strahlen der Nordlichter wahrscheinlich noch intensivierte) bestaunen. Und die Fahrzeit verging wie im Flug.Und damit wechsel ich auch schon auf den naechsten Post...

Saturday, September 02, 2006

Jugend der Kirche und Kartoffeln

Gestern war ich zusammen mit der Jugend unserer Gemeinde Go-Cart fahren und Minigolf spielen. Und es hat sehr viel Spass gemacht, vor allem deshalb, weil die Go-Carts hoellenschnell sind. Ich hab die Geschwindigkeit zwar nicht ganz ausgereizt (aber ich will ja auch wieder gesund nach Deutschland zurueckkommen). Die naechsten Wochen werde ich bei der Kartoffelernte mithelfen und ab Mittwoch langsam den Schulalltag kennen lernen. In der Schule habe ich groesstenteils die Faecher belegt die ich auch an unserer Schule belegt hatte (ausserdem habe ich aufgrund der Groesse der Schule nicht so einen grossen Spielraum). Zusaetzlich gehe ich aber noch nach der Schule ins Fussballteam. Ich hoffe, ich habe in Zukunft so viel zu tun, dass ich nciht mehr so haeufig an Familie und Freunde denk, denn das macht es fuer mich nur noch viel schwerer.Heute werden wir weiter das Haus reparieren und morgen werde ich dann Schulsachen, ein paar neue Anziehsachen und was ich noch so brauche einkaufen.

Ich vermisse euch.

Wednesday, August 30, 2006

Sternschnuppen

Ich habe ja bereits erwaehnt, dass wir hier sehr haefig campen fahren und das wirklich Schoene daran ist es, die Sterne zu sehen. Vor hier aus kann man sehr viele Sterne sehen. Und von Zeit zu Zeit auch Sternschnuppen. Also was ich sagen wollte, gestern Abend ging ein wahrer Regen von Sternschnuppen auf uns herab und ich weiss gar nicht mehr, was ich mir alles gewuenscht habe.
Vielleicht: "endlich mit den Arbeiten am Haus fertig zu werden"

Graduation und Driver's License

Ich habe heute erfahren, dass ich sehr wahrscheinlich weder die Graduation (kanadischer Schulabschluss) noch den Fuehrerschein hier machen kann. Das ist zwar schade, aber es wird mir hoffentlich nciht das Genick brechen. Ausserdem kann ich mit einem kanadischen Schulabschluss eh nicht viel anfangen und den Fuehrerschein mach ich dann halt in Deutschland.
Ansonsten gehts mir aber gut, ich lerne jeden Tag neue Spielarten fuer Billard und habe jetzt auch die ein oder andere nette Person in meinem Alter getroffen. Die meisten sind wirklich freundlich, der Rest ist einfach kinda weird. Na ja.
Ich vermisse meine Familie schon ein bisschen, hoffe jedoch, dass sich das Heimweh legt, sobald die Schule anfaengt.
Die Natur hier ist uebrigens atemberaubend schoen, auch wenn das Land hier groesstenteils aus aneinandergereihten Feldern besteht. Wir waren schon ein/zweimal campen und es war einfach toll, die Leute hier scheinen die Zeit zu nutzen, bevor es richtig kalt wird.

Monday, August 28, 2006

meine ersten Tage und Erfahrungen in Kanada

Ich bin jetzt, wie wahrscheinlich viele von euch bereits wissen, wohlbehalten in Kanada angekommen und habe bereits meine ersten Erfahrungen mit kanadischem Lifestyle gemacht. Die Situation in meiner Gastfamilie ist, um es kurz zu machen, sehr schwierig. Sie sind sehr arm und versuchen schon seit Jahren das Land, was sie noch in Mexiko besitzen zu verkaufen, aber es gelingt ihnen scheinbar nicht. Ansonsten sind sie aber sehr nett. Aus diesem Grunde werde ich meine Gastfamilie auch nicht wechseln! Allerdings gibt es noch einige Dinge, die wir zusammen tun sollten, so zum Beispiel das ganze Haus renovieren (damit haben sie zwar schon angefangen, aber irgendwie bringt es niemand zu Ende) oder wenigstens hin und wieder mal aufraeumen.Bis auf diese Aspekte geht es mir eigentlich ganz gut, wir waren schon bei sehr engen Freunden zu Besuch, wo mein Gastbruder, dessen Freund und ich sehr viel Paintball gespielt haben (ich habe einen Paintball an den Ruecken bekommen und es hat sich angefuehlt, als haette er mir alle Wirbel gebrochen). Da es hier in der Naehe viele Menschen mit deutschem Ursprung gibt, war ich sogar gestern in einer Kirche, in der nur Deutsch gesprochen wurde (die ist zum Glueck mehrere Stunden Autofahrt entfernt und deshalb werden wir da wahrscheinlich nciht sehr haeufig hinfahren.). Gestern abend hatten wir einen kuerzen Snack an eienr Tankstelle udn ich habe einem Mann zugesehen, als dieser seinen Truck betankt hat. Das hat ewig gedauert. Anschliessend bin ich zur Zapfsaeule gegangen und habe bemerkt, dass er unglaubliche 850L getankt hatte. Er hatte wohl drei Tanks mit je 300L Fassungsvermoegen. Dann waren wir am vergangenen Wochenende noch an einem Strand, wo man sogar baden konnte und das Wasser ganz angenehm war.Am Abend habe ich dann noch meiner Gastmutter und ihrer Freundin Rommé und Canasta beigebracht und mit ihnen zusammen bis in die Nacht gespielt.Auch haben wir hier schon jede Menge Pool gespielt und ich habe sogar eine neue Art Billard zu spielen gelernt: "cut throat"! Das kann man zwar nur zu dritt spielen, aber es macht hoellisch Spass.Nun werde ich mich mal wieder daran machen zusammen mit meinem Gastbruder die Hauswand neu zu isolieren.

Wednesday, August 16, 2006

Flugdaten für den Hinflug













Ich hab jetzt endlich alle meine Flugdaten beisammen und schreibe sie einfach mal hier in meinen Blog, damit mich niemand mehr danach fragen braucht. Also...

24.08.2006 Berlin Tegel 6:55 Frankfurt 8:00
24.08.2006 Frankfurt 10:00 Toronto 12:40
24.08.2006 Toronto 19:30 Winnipeg 21:03

Wie ihr wahrscheinlich gemerkt habt, wird das ein ziemlich langer und anstrengender Tag, vor allen Dingen deshalb, weil ich die Nacht davor bestimmt nicht so gut schlafen kann und weil die Gastfamilie sicherlich auch sehr viel von mir wissen bzw. haben (Gastgeschenke) möchte, bevor ich dort ins Bett gehen kann. Außerdem muss ich ja von Winnipeg aus noch 106km mit dem Auto nach MacGregor fahren. Was mich am meisten ärgert, ist, dass ich am Flughafen von Toronto knapp 7h auf meinen Anschlussflug warten muss. Na ja, irgendwie wird es schon gehen...

Monday, August 07, 2006

Monaco


Wie ich schon im vorangegangenen Post erwähnt habe, war ich im Rahmen unseres Frankreich-Sommerurlaubs auch in Monaco. Es war wirklich beeindruckend. Selbst als wir in einer abgelegenen Straße ein kleines Parkhaus für unseren Stopp benutzten, war ich schon sehr überrascht, dass ein paar Parkplätze weiter ein völlig zu Schrott gefahrener Bentley stand.

Als wir dann aber immer mehr Richtung Monte-Carlo und später auch zum Casino gelangten, waren Bentley, Aston Martin, Lamborghini, Ferrari, Porsche und Rolls Royce so häufig vertreten, dass man sich schon fast an den Anblick gewöhnte (aber auch nur fast!).

Als mein Bruder dann aber einen Ferrari Enzo entdeckte, war es natürlich sofort wieder sehr spannend. Das Besondere an diesem Wagen ist, dass er limitiert ist und zwar auf eine sehr geringe Stückzahl (ich glaube 500-1000); sodass man sich nicht mal einen kaufen könnte, ohne vorher persönlich ausgewählt worden zu sein (und diese Ehre wird wirklich nur wenigen zuteil).

Aber im Grunde genommen besteht jedes Auto aus einem Haufen Blech, sodass man diesen ganzen Edelkarossen auch nicht zu viel Beachtung zukommen lassen muss!

Trotzdem ist es ein ziemlich „geiles“ Gefühl, wenn man auf der Autobahn von einem Porsche mit 250 überholt wird oder dem Aston Martin von James Bond gegenübersteht.

Frankreich-Urlaub

Die letzten 3 Wochen habe ich mit meiner Familie in Südfrankreich an der Côte d’Azur verbracht.

Auf der Hinfahrt haben wir zwischendurch kurz in Mailand und dann später auch bei Verwandten in Genua gestoppt.

Die darauf folgenden zwei Wochen haben wir dann in einem wunderschönen Ferienhaus in der Nähe der Stadt Grasse (bekannt durch seine Parfümerien) verbracht. Wir hatten wirklich eine tolle Zeit und haben (besonders wenn mein kleiner Bruder mal geschlafen hat) in aller Ruhe ausspannen können. Natürlich haben wir es uns auch nicht nehmen lassen, die nahe liegenden „Attraktionen“ Cannes und Monaco zu besichtigen.

Auf der Rückfahrt haben wir dann wieder in Mailand übernachtet und erneut bei Verwandten, diesmal aber am Drei-Länder-Eck Lörrach, zu Abend gegessen.


So jetzt bin ich wieder hier und muss mich mit meiner langen „To Do-List“ für mein HSY in Kanada beschäftigen...


Wednesday, July 19, 2006

Christopher goes to... "RED BAY!"



Christopher verbringt sein HighSchoolYear ja auch in Kanada (wie ich) und er wusste lange Zeit nicht, wer seine Gastfamilie wohl sein wird und wohin es ihn verschlägt. Jetzt weiß er es mit Gewissheit. Und zwar nach RedBay nach New Foundland, dem wahrscheinlich langweiligsten Flecken Kanadas! Mit 246 Einwohnern und einer Schule (die alle von Grundschule bis Graduation Class besuchen 4 Lehrer alle Frauen ) hat dieses soziale Eiland sicherlich etwas zu bieten; fragt sich nur was!

Nein, aber mal im Ernst. Mein Ort (MacGregor) hat mit 900 Einwohnern nun auch nicht „den Vogel abgeschossen“, aber ich bin damit eigentlich sehr zufrieden, ich bin seltsamerweise zufriedener als, wenn ich wüsste in eine 2 Millionen Metropole zu ziehen. Das hätte einfach keinen Reiz, keinen „Kick“. Ich meine nur: Ich bin mein ganzes Leben in der „asozialen Anonymität“ einer Millionenstadt aufgewachsen und habe das typische Großstadtflair immer gelebt, ich kenne einfach nichts anderes. Und selbst wenn ich für ein, zwei Wochen raus aufs Land gefahren bin; immer hatte ich die Gewissheit, nach Berlin in eine Metropole zu gehören. Und ich möchte während dieses Kanada-Jahres doch nicht alles gleich erleben.

Ich will etwas Neues.

Außerdem sollte man einmal mit objektiver Distanz all die Vorteile, die ein Leben in einer solch kleinen Gesellschaft für dieses Jahr mit sich bringt, betrachten. Nicht nur, dass man gekannt wird, gegrüßt wird, beachtet wird, man geht auch nicht unter in einem Meer von Menschen (von der verschwindend geringen Kriminalitätsrate ganz zu schweigen!), sondern „hier werden Sie geholfen!“. Die gesamte Atmosphäre wird für Christopher und mich so bewegend/prägend sein, dass wir entweder nach anderthalb Monaten die Gastfamilie wechseln oder auch mit großartigen Erfahrungen wieder nach Berlin zurückkehren! Und wenn wir Berlin und sein Großstadttreiben, dann einmal von weit weg (nicht nur räumlich, sondern vor allem mental) gesehen haben, dann bin ich mir sicher, sehen wir viel deutlicher die Vorteile, die diese kleine Gesellschaft für uns, für dieses HighSchoolYear mit sich brachte!

Und in dem Sinne: „Wir werden auf jeden Fall die Werte einer beschaulichen Gesellschaft kennen lernen und zu schätzen wissen!“

Wenn jetzt jemand denkt, dass ich mir dies hier nur schön reden will: Dann hat er einfach mal Recht! Selbstverständlich hatte ich anfangs bedenken: „Mann nur 900 Einwohner, das sind ja weniger als an meiner Schule, was fürn Kaff, das wird suuper langweilig!“


Aber das stimmt nicht, ein solches Dorf ist mitunter besser geeignet für uns Großstadtjunkies als, wie schon gesagt, eine vergleichbar große Stadt!

Aber eine Sache möchte ich noch sagen: „Unter 500 Einwohner? Da hört bei mir der Spaß aber endgültig auf!"

Trotzdem viel Spaß, Crispy!!!


PS: Das Foto ganz oben ist aus MacGregor ;) ...und Red Bay lebte immer vom Walfang, seitdem dies aber ein strittiges Thema ist, geht es dem Ort wirtschaftlich miserabel!