Am Samstag wollten wir dann eigentlich nach Denver, Colorado fahren, aber ungluecklicherweise hatte das Wetter da etwas Anderes im Plan. Es hatte die ganze Nacht ueber geschneit und Highways und Interstates waren geschlossen, dadurch konnten wir aus diesem Ort hier nicht raus. Wir haben den Tag also mit Filmen und zahlreichen Spielen verbracht. Zwei davon moechte ich hier mal beschreiben, weil ich sie sonst bestimmt vergesse. Es sind zwei verschiedene Arten von “Wrestling”, bei denen man versucht den anderen duch Koerperkraft hochzuheben oder umzustossen (was bei Lucas ja nicht so schwer ist, bei seinen Gastbrueder aber nicht gerade leicht).
Das erste nennt sich “Leg-Wrestling” und dazu legen sich beide auf den Boden, strecken das jeweils rechte Bein nach oben und nach einem Zeichen versuchen, beim anderen einzuhaken und ihm auf seine Seite zu ziehen.
Fuer das zweite braucht man einen langen Holzstab (Besenstiel), man setzt sich gegenueber hin und haelt mit beiden Haenden den Besenstiel fest. Anschliessend versucht man durch Ziehen den anderen aufzurichten und auf seine Seite zu ziehen.
Am Sonntag hat es angefangen zu tauen und bis zum Nachmittag war auch alles weggetaut, uebrig war eine Schlammlandschaft. Lucas hatte am Sonntag seine Rede in der Kirche, hat ueber Propheten und deren Wirkung auf Gesellschaft gesprochen und hat sich auch recht gut geschlagen. Wir sind dann nach der einstuendigen Messe noch fuer Priesthood und Jugend geblieben, was im Grossen und Ganzen 3h gedauert hat.
Wir konnten am Sonntag dann jedoch nicht so viel machen und zwar weil es ja “Sonntag” war. Also haben wir die Zeit mit Verwandten der Familie, Spielen und Essen verbracht. Am Abend hat uns Laurn dann Bilder gezeigt, von der Zeit als er auf einer Mission in Berlin war. Das war 1963 und dementsprechend war es sehr interessant Berlin mal von dieser Sichtweise kennenzulernen. Obwohl diese Bilder so um die 45 Jahre alt sind, war die Qualitaet ueberraschend gut und wir haben mit Spass versucht rauszufinden, wo das Bild aufgenommen wurde.
Mein erster Schultag: Ich musste mich erstmal (wie danach auch jeden Morgen) im Hauptbuero anmelden und eine kleine Karte abholen, die ich mir an die Jacke/Kleidung kleben musste und die mich als Gast ausschilderte. Lucas’ Schule ist ca. 25 Autominuten von seinem Zuhause weg, hat 900Schueler und ist relativ alt, dennoch nicht “broeckelig”. Wir haben uns also zur ersten Klasse, Physik, aufgemacht, aber ungluecklicherweise sind in dieser Woche irgendwelche Tests staatsweit (so was wie MSA). Dadurch habe ich meine ersten 45minuten in dieser Schule erstmal mit Rumsitzen verbracht und zugesehen wie die anderen ihre Tests geschrieben haben. Auch Lucas musste den Test mitschreiben, obwohl der fuer ihn nicht zaehlt, weil er ja sowieso nicht in den Staaten studieren will. Naechste Klasse war dann Drama. Da habe ich dann gleich erstmal die ersten netten Leute kennengelernt und wir haetten viel Spass gehabt, wenn nicht die Lehrerin eine totalle Furie gewesen waere. Wir haben uns dann also in den schuleigenen Theaterraum begeben und ich habe versucht moeglichst die Aufmerksamkeit der Lehrerin (fuchsteufelswild) nicht auf mich zu lenken. Also war auch das eine relativ ruhige Stunde fuer mich;)
Danach hatten wir Chemie, was wahrscheinlich auf dem Level der siebten/achten Klasse in Deutschland ist und wir dadurch kaum wirklich arbeiten mussten. Die naechste Klasse war dagegen schon viel besser: Deutsch. Viele nette Leute, ein freundlich Lehrer und natuerlich die Tatsache, dass Lucas und ich uns nicht wirklich anstrengen muessen, machten die Stunde zu einer spassigen Zeit. Dennoch war ich ueberrascht wie gut einige Deutsch sprechen konnten und selbst der Lehrer hat nur den ein oder anderen Fehler gemacht.
Danach hatten wir dann endlich Lunch-Time und haben uns zur Cafeteria begeben, wo wir uns dann mit unterschiedlichsten Sachen eingedeckt haben. Nach dem Lunch ging es ab zum Weight-Lifting, eine Klasse, in der man nichts weiter macht als Gewichte hochzuheben. Das haben wir dann auch gemacht.
Danach hatten wir Calculus und da habe ich nun ueberhaupt nichts verstanden, weil die im Stoff ziemlich weit voraus sind und mir da die Grundlagen fehlen. Dann war die Schule auch schon vorbei und Lucas hatte Soccerpractice. Ich, gelangweilt, habe mich mit einem der Maedchen dort unterhalten und herausgefunden, dass sie im letzten Jahr auch eine deutsche Austauschschuelerin bei sich hatte und mehrere Male fuer mehrere Monate in Deutschland war. Wir sind dann also fuer die Zeit, die Lucas beim Practice war, zu ihr nach Hause gefahren und ich habe dort ihre sehr nette Eltern kennengelernt und sie hat mir zahlreiche Bilder von ihrer Zeit in Berlin gezeigt. Anschliessend sind wir dann wieder zur Schule gefahren, um Lucas abzuholen. Wir mussten dort erstmal etwas warten und dann haben wir ihn in den Umkleideraum gehen sehen, aber er kam nicht mehr raus. Wir haben also gewartet und gewartet und dann letztendlich bei ihm zu Hause angerufen und es stellte sich heraus, dass er einen anderen Ausgang gewaehlt hatte und schon laengst zu Hause war. Wir haben dann also ausgemacht, dass ich wieder zurueck zu Alli’s Place fahre und wir uns am Abend bei YoungLife (oertliche Jugendgruppe) treffen. Ich bin dann also wieder zurueck und habe die restlichen anderhalb Stunden damit verbracht, Erfahrungen ueber ein Auslandsjahr mit den Eltern auszutauschen und einen Happen zwischen die Zaehne zu kriegen. Am Abend bin ich dann also zusammen mit Lucas (Alli hat mich abgesetzt) zur YoungLife gegangen und ich war wirklich ueberrascht, weil die YouthLeaders da wirklich ne Menge Arbeit reingesteckt haben. Zuerst haben die mit einem “Wer hat die meisten T-shirts an?”-Contest angefangen und einer der Jungen hatte tatsaechlich 53 Shirts an!!! Und damit hat er dann einen 50$-Gutschein fuer das YouthCamp, zu dem sie jeden Sommer fahren, gewonnen. Dann gabs auch noch andere nette Sachen wie zum Beispiel: Karaoke, Stories (Herzprobleme der einen Sportlerin) und auch eine ganze Menge Singing.
Dann hatten die aber auch einen Film produziert. In dem das Medikament Telox beschrieben wurde. Telox soll gegen eine bestehende Texting-Krankheit helfen und Problemen mit Umstehenden und Gelenkschmerzen vorbeugen. Ich fand das Ganze eine wirklich gute Idee besonders, weil sie zuvor jeden gefragt hatten, ob er/sie heute schon getextet haette und bei einem Jahr eine knallblaue Pille hervorgeholt und dem Betroffenen in die Hand gedrueckt haben. Wir sind dann relativ spaet zurueckgekommen und ich bin dann auch gleich ziemlich muede ins Bett gefallen.
Der naechste Schultag war dann auch schon etwas interessanter. Wir haben in der ersten Stunde Deutschland im Fach “European History” vorgestellt und uns zahlreichen Fragen ausgesetzt. Anschliessend haben wir die Zeit in Physik, wo alle anderen ihren Test schreiben mussten (Lucas hatte ihn schon geschrieben), genutzt um ein bisschen “PocketTanks” zu spielen, ein sehr lustiges Spiel, das kostenfrei im Internet zum Download bereit steht. Auch sonst war der Schultag toll. Und am Abend sind wir dann mit Lucas’ Gastbruder Ken Bow-Shooting gegangen. Er hat professionelle Boegen und wir haben damit auch viel Spass gehabt, vor allem, weil es auch bewegliche Ziele gab:P Auch etliche Gegenstaende zwischen Schuetze und Ziel haben es nicht gerade einfach gemacht.
Am naechsten Tag war das langerwartete Basketballspiel der University of Wyoming-Cowgirls. Das Team ist wirklich gut und ist unter den letzten 4 (!!!) fuer die Champion-Entscheidung in den gesamten Staaten! Wenn sie das also gewinnen, sind sie im Finale um die Meisterschaft in den USA! Lucas und ich hatten beide Tickets (ich habe eins von Alli gekriegt), allerdings hatte er vorher noch Soccerpractice, sodass ich dann erstmal wieder mit Alli zu ihr gefahren bin und dann zusammen mit ihren Eltern (Alli hatte Ballett) zum Stadion gefahren bin, um Plaetze zu sichern. Dazu moechte ich noch sagen, dass der einzige Grund, weshalb dieses Spiel wieder in Wyoming ist (das Spiel davor war auch schon hier), ist die hohe Beteiligung/Anzahl der Zuschauer. Wyoimg hatte die letzten beiden Spiele Rekorde fuer Zuschauer aufgestellt (11.000 und mehr) und dadurch durften sie auch dieses Spiel heir im eigenen Stadion haben.
Das Spiel war zwischen den KansasState Wildcats und unserem Team, den Wyoming Cowgirls. Lucas und Alli sind dann auch etwas spaeter dazugekommen und haben sich dann zu uns und einigen Allis Verwandten gesetzt (wir hatten wirklich tolle Plaetze). Dieses Spiel war superwichtig und dementsprechend auch die Spannung der Spieler und Zuschauer.
Dann gings auch schon los.
Nach einer Minute wars dann auch shcon 0:5 fuer Kansas und wir haben uns die ersten Sorgen gemacht. Dann hat das Team aber bis zum Ende der ersten Halbzeit aufgeholt und der Halbzeitstand war 25:28 wieder fuer Kansas. Was ich an dieser Stelle noch bemerken moechte, ist, dass diese beiden Teams schon frueher in der Saison gegen einander gespielt hatte und Kansas durch einen “letzte-Sekunde-Wurf” von der Mittellinie gewonnen hatte!!Umso mehr Spannung lag in diesem Spiel.
Zweite Halbzeit fing gut an und wir haben praktisch die ganze Halbzeit ueber micht 8Punkten gefuehrt…Bis dann Kansas in unter 2minuten 10Punkte gemacht hatte. Und wir dann letztendlich in der letzten Minute mit 3Punkten zuruecklagen. Und dann, in den letzten 20sekunden, hat die polnische Spielerin (ja, das Team hat eine Polin und drei Australierinnen) mit einem 3-Punkte-Shot ausgeglichen. Also ging es dann in Overtime. Und um ehrlich zu sein, wie oft passiert denn das in Basketballàwirklich selten! Wir haben uns natuerlich gefreut und das Publikum (zum groessten Teil, praktisch die gesamte Uni war ausser Rand und Band). Dann wurde angekuendigt, dass diese Nacht der Rekord gesprengt wurde und zu dem Zeitpunkt sassen 12225 Leute in dem Stadion und das heisst es war praktisch fast ausverkauft (so um die 75Plaetze uebrig).
Also dann gings ab in Overtime und das Publikum war einfach nur am Schreien:P. In den extra 5 Minuten haben die beiden Teams absolut gleichwertig guten Basketball gespielt und unser Team war wieder in der letzten Minute mit zwei Punkten weg. Und dann haben wir zwei Free-Throws bekommen und trotz des unheimlichen Drucks hat die Spielerin diese beiden auch gemacht und am Ende war es dann ein erneuter Punktegleichstand! Und das passiert nun wirklich nie in Basketball;)
Nach einigen Minuten gings dann also in die zweite Overtime und die Zuschauer waren wirklich nicht zu halten. Sobald das andere Team am Ball war, gab es solch starke Rufe, dass die Spieler die Anweisung der Trainer sicherlich nicht verstehen konnten. Und sobald Wyoming im Ballbesitzt war, brach eine Welle aus Zurufen, Pfiffen und Klatschen aus. Das andere Team war jedoch ungluecklicherweise sehr aggressiv und mit mehrere Punkten voraus, bis eine unserer schwarzen Basketballspielerinnen mal aufgedreht hat (es ist eine wissenschaftliche Tatsache, dass jeder Schwarze ein toller Baskettballspieler ist;). Sie hat uns dann wieder nah an die andere Mannschaft rangebracht und uns mit einem SUPER Lay-Up in eine UNGLAUBLICHE dritte geschossen. Und das passiert nun wirklich nie in Basketball. Und jeder im Stadion war sich bewusst, dass wie auch immer das Spiel endet, es war ein grossartiges Match und so ein Spiel wird man nie mehr im Leben (schon gar nicht live) sehen!!!
Ein anderes Problem der beiden Teams waren Fouls; schliesslich spielte man ja jetzt schon fuer 50minuten und einige der Spieler waren schon lange fouled-out (5fouls) und konnten nicht mehr spielen. So auch unsere polnische Spielerin, der von einem roehrenden, applaudierenden Publikum lautstark gedankt wurde.
Dann fing aber auch schon die dritte Overtime an und obwohl niemand mehr dran geglaubt hatte, fuehrten wir mit 2 Punkten Unterschied (hier moechte ich nochmal schnell erwaehnen, dass Laramie auf 7200Fuss Hoehe ist und andere Teams von geringeren Hoehen, so wie Kansas, von Zeit zu Zeit Probleme haben gut Luft zu kriegen). Beide Teams waren also relative mueder, vor allem deshalb, weil mehrere der Spieler bereits fuer 50minuten auf dem Feld waren! In den letzten zwei Minuten haben wir mit einem 3-Punkte-Shot dann aber auch die letzte Hoffnung aus dem anderen Team geschossen und fuer die verbleibende Zeit hat das aggressive Spiel der anderen Mannschaft fuer so viele free-throws gesorgt, dass wir letztendlcih mit 10Punkten GEWONNEN haben. Sie sind also nun im FINALE fuer die Meisterschaft in den gesamtem USA!!!
Das war nun wirklich das beste Basketballspiel, was jeder in diesem Stadion wahrscheinlich jemals live sehen wird (und ich war dabei:P). Dementsprechend war das Publikum nun auch nicht mehr zu halten und die Lautstaerke war so laut, dass man nicht mal mehr mit der Person neben sich vernuenftig sprechen konnte!
Auch Cheerleaders und die Dance-Gruppe hatten so viele Backflips und Figuren zu formen, dass sie sich am Ende einfach nur erschoepft in die Arme fielen…
Friday, March 30, 2007
Thursday, March 29, 2007
Auf nach Laramie! Lucas, here I come!
Ich habe meine letzte Cabaret-Vorstellung am Mittwoch Abend gehabt und danach musste ich schnell alle meine Sachen fuer die Reise in die Staaten zusammenpacken. Am naechsten Morgen sind wir dann frueh am Morgen losgefahren (so gegen 6Uhr..Sara musste erstmal noch ihren Passport suchen). Es gab kaum Probleme, bis wir an der Grenze angekommen sind! Ich wusste ja, dass ich wieder ein extra Visum brauchen wuerde und darauf waren wir auch vorbereitet, aber dann gabs da noch eine Sache, die wir nicht wussten…Tina’s Boss (Henry Zacharias) spielt in einer Country-Gospel-Band und verdient sich damit ein bisschen was extra. Diese Band hat nun so ca. 1000 CD’s und Kassetten nach Texas verkauft und deshalb hat Henry Tina einfach nur gebeten, die CD’s nach Texas zu irgendeiner Kirche zu bringen. So weit, so gut. Ungluecklicherweise ist es nicht erlaubt eine grosse Anzahl von “Waren” zum Verkauf in die Staaten zu bringen. Und Tina hat sich den Zollbeamten gegenueber auch etwas ungluecklich ausgedrueckt (sie haette betonen sollen, dass die CD’s schon laengst verkauft waren), dadurch wurde uns dann erstmal die Einreise in die USA verweigert und wir mussten diese drei riesigen Kisten voll CD’s irgendwie loswerden. Zurueck nach MacGregor ging nicht, weil das sicherlich 2-3stunden mehr gedauert haette. Wir sind also einfach zur naechsten Farm gefahren und haben dort lieb gefragt, ob die nicht einfach fuer eine Woche diese drei Kisten bei sich behalten wollen. Und ueberraschenderweise haben die auch gleich eingewilligt und zwar passiert das anscheinend oefter, dass Leute etwas nicht mit in die Staaten nehmen duerfen und daraufhin es einfach versuchen beim naechsten Haus abzusetzen. Also haben wir die Sachen dann dortgelassen und uns auf die Reise in die Staaten gemacht. An der Grenze gabs dann auch keine Probleme mehr. Dennoch haben wir zusammengenommen mehr als 3h verloren, weil sie ja auch noch ein “Taeterprofil” von Tina erstellen mussten (schliesslich hat sie ja “wissentlich” versucht, etwas “Illegales” in die Staaten zu bringen).
Wir haben uns dann also auf den Weg durch das langweilige, verstaubte North Dakota gemacht und es hat uns ungefaehrt 6-7h gekostet, um bis nach South Dakota zu kommen (es war dann auch shcon so gegen 15Uhr).
Als wir dann aber endlich in South Dakota angekommen waren, hat es uns auch gleich viel mehr Spass gemacht und zwar, weil die dort eine wunderschoene Landschaft haben. Mit Bergen, Fluessen, schoenen Sonnenuntergaengen und allem drum und dran. Wir sind dort aber einfach nur durchgefahren, weil wir ja noch bei Lucas bis zum Abend ankommen wollten! Nach einigen weiteren Stunden sind wir dann aber auch shcon im Nordteil Wyoming’s angekommen und mussten jetzt also “nur” noch durch ganz Wyoming bis zur Suedostecke des States fahren.
Das haben wir dann aber auch letztendlich geschafft und haben uns dann so gegen 1:30Uhr (des naechsten Tages) Laramie genaehert. Ich habe dann auch Lucas angerufen und mir beschreiben lassen, welchen Exit wir nehmen sollen und wie wir uns treffen werden. Dummerweise hab ich da wohl irgendwas falsch verstanden und wir brauchten um die 30minuten, bis wir uns gefunden hatten.
Wir sind dann also alle am Abend erschoepft ins Bett gefallen und Lucas und ich haben uns noch fuer eine lange Zeit unterhalten, bis auch uns dann so gegen 3Uhr die Augen zugefallen sind (Lucas hatte ja Schule am naechsten Tag).
Ich habe also den Morgen des naechsten Tages genutzt, um mal wieder richtig auszuschlafen und Kraft zu tanken. Ich werde diese Gelegenheit mal nutzen, um Lucas’ Family und das Haus, in dem sie leben, zu beschreiben:
Er hat eine sehr grosse Hostfamily mit mehreren Gastbruedern im naeheren Umkreis und weiteren Gastgeschwistern weiter weg (SaltLakeCity, Utah). Das Haus haben sie erst letztes Jahr fertiggestellt und die Familie hat es ganz allein gebaut. Es ist wunderschoen, gross und liegt genau in der Mitte eines verstaubten Feldes (hier wird kaum Ackerbau betrieben, weil es zu trocken ist). Lucas lebt im Keller des Hauses, hat sein eigenes Badezimmer und auch ansonsten geht’s ihm platzmaessig gut. Eine andere interessante Sache ist, dass seine Gastfamilie Mormonen sind. Um mal die Hauptunterschiede zwischen Mormonen und “normalen” Christen zusammenzufassen, laesst sich Folgendes sagen: Mormonen glauben an eine zweite Wiederauferstehung Christi und warten des praktisch jeden Sonntag darauf. Auch nehmen sie ihre Religion sehr, sehr ernst und die Messen sind so gegen 3h lang.
Aber na ja, am naechsten Morgen habe ich mich also erstmal richtig ausgeschlafen und bin dann zusammen mit Laurn (seinem Hostfather) zu dessen Arbeitsplatz gefahren. Er arbeitet in der Bibliothek der Universitaet of Wyoming, die sich in Laramie befindet. Dazu muss man sagen, dass Laramie so gegen 30.000Einwohner hat und min. 15.000davon Studenten sind! Diese Stadt funktioniert also nur um die Uni herum. Und praktisch jeder, dem man auf der Strasse begegnet, ist juenger als 30…
Ich habe also etwas Zeit in seinem Buero verbracht und wir dann anschliessen zusammen losgezogen, um uns Lucas Fussball-Spiel anzusehen. Am Abend haben wir uns dann noch “Per Anhalten durch die Galaxis” ausgeliehen und den Abend in aller Ruhe ausklingen lassen. Am naechsten Morgen haben wir uns dann auf “Trashhunt” gemacht. “trashhunt” bedeutet, dass man mit einem Truck durch die Gegen faehrt und anderer Leute Muell einsammelt und das in den Truck schmeisst. Und zwar hat der Vater diesen Job vorrangig angenommen, weil er seinen Kindern vor Augen fuehren wollte, weshalb es gut ist zu lernen, und sich in der Schule anzustrengen. Ich halte das ehrlich gesagt, gar nicht fuer so eine dumme Idee. Am Freitag hats dann angefangen zu schneien, sodass wir nicht wirklich viel draussen machen konnten….
Wir haben uns dann also auf den Weg durch das langweilige, verstaubte North Dakota gemacht und es hat uns ungefaehrt 6-7h gekostet, um bis nach South Dakota zu kommen (es war dann auch shcon so gegen 15Uhr).
Als wir dann aber endlich in South Dakota angekommen waren, hat es uns auch gleich viel mehr Spass gemacht und zwar, weil die dort eine wunderschoene Landschaft haben. Mit Bergen, Fluessen, schoenen Sonnenuntergaengen und allem drum und dran. Wir sind dort aber einfach nur durchgefahren, weil wir ja noch bei Lucas bis zum Abend ankommen wollten! Nach einigen weiteren Stunden sind wir dann aber auch shcon im Nordteil Wyoming’s angekommen und mussten jetzt also “nur” noch durch ganz Wyoming bis zur Suedostecke des States fahren.
Das haben wir dann aber auch letztendlich geschafft und haben uns dann so gegen 1:30Uhr (des naechsten Tages) Laramie genaehert. Ich habe dann auch Lucas angerufen und mir beschreiben lassen, welchen Exit wir nehmen sollen und wie wir uns treffen werden. Dummerweise hab ich da wohl irgendwas falsch verstanden und wir brauchten um die 30minuten, bis wir uns gefunden hatten.
Wir sind dann also alle am Abend erschoepft ins Bett gefallen und Lucas und ich haben uns noch fuer eine lange Zeit unterhalten, bis auch uns dann so gegen 3Uhr die Augen zugefallen sind (Lucas hatte ja Schule am naechsten Tag).
Ich habe also den Morgen des naechsten Tages genutzt, um mal wieder richtig auszuschlafen und Kraft zu tanken. Ich werde diese Gelegenheit mal nutzen, um Lucas’ Family und das Haus, in dem sie leben, zu beschreiben:
Er hat eine sehr grosse Hostfamily mit mehreren Gastbruedern im naeheren Umkreis und weiteren Gastgeschwistern weiter weg (SaltLakeCity, Utah). Das Haus haben sie erst letztes Jahr fertiggestellt und die Familie hat es ganz allein gebaut. Es ist wunderschoen, gross und liegt genau in der Mitte eines verstaubten Feldes (hier wird kaum Ackerbau betrieben, weil es zu trocken ist). Lucas lebt im Keller des Hauses, hat sein eigenes Badezimmer und auch ansonsten geht’s ihm platzmaessig gut. Eine andere interessante Sache ist, dass seine Gastfamilie Mormonen sind. Um mal die Hauptunterschiede zwischen Mormonen und “normalen” Christen zusammenzufassen, laesst sich Folgendes sagen: Mormonen glauben an eine zweite Wiederauferstehung Christi und warten des praktisch jeden Sonntag darauf. Auch nehmen sie ihre Religion sehr, sehr ernst und die Messen sind so gegen 3h lang.
Aber na ja, am naechsten Morgen habe ich mich also erstmal richtig ausgeschlafen und bin dann zusammen mit Laurn (seinem Hostfather) zu dessen Arbeitsplatz gefahren. Er arbeitet in der Bibliothek der Universitaet of Wyoming, die sich in Laramie befindet. Dazu muss man sagen, dass Laramie so gegen 30.000Einwohner hat und min. 15.000davon Studenten sind! Diese Stadt funktioniert also nur um die Uni herum. Und praktisch jeder, dem man auf der Strasse begegnet, ist juenger als 30…
Ich habe also etwas Zeit in seinem Buero verbracht und wir dann anschliessen zusammen losgezogen, um uns Lucas Fussball-Spiel anzusehen. Am Abend haben wir uns dann noch “Per Anhalten durch die Galaxis” ausgeliehen und den Abend in aller Ruhe ausklingen lassen. Am naechsten Morgen haben wir uns dann auf “Trashhunt” gemacht. “trashhunt” bedeutet, dass man mit einem Truck durch die Gegen faehrt und anderer Leute Muell einsammelt und das in den Truck schmeisst. Und zwar hat der Vater diesen Job vorrangig angenommen, weil er seinen Kindern vor Augen fuehren wollte, weshalb es gut ist zu lernen, und sich in der Schule anzustrengen. Ich halte das ehrlich gesagt, gar nicht fuer so eine dumme Idee. Am Freitag hats dann angefangen zu schneien, sodass wir nicht wirklich viel draussen machen konnten….
Monday, March 19, 2007
Boissevaine Basketball-Provincials
Ungluecklicherweise waren die Basketball-Finals am gleichen Wochenende wie Regina. Deshalb war ich also nicht in Boissevaine und konnte mein Team auch nicht unterstuetzen. Sie sind 2. geworden. Sie haben das Finale verloren. Das Turnier hat drei Tage gedauert. Die ersten 3Spiele haben sie gewonnen aber im Finale mit 5 Punkten sehr, sehr knapp verloren. Wir muessen uns also dieses Jahr mit Silber zufrieden geben. Und naechstes Jahr wieder in Richtung Gold zielen...
Souls Harbour Rescue Mission
Wir sind am Donnerstag Nachmittag so ziemlich gleich nach der Schule um die EastEnd-Kirche Macgregors zusammengekommen und haben dort unser ganzes Gepaeck in die Vans/Trucks gepackt. Alles zusammen genommen sind wir mit einer Gruppe von 47Leuten nach Regina aufgebrochen (viele Teenager, einige kleine Kinder und ne ganze Menge Erwachsene).
Wir sind hier also so gegen 18Uhr aufgebrochen und haben uns auf die 4-5stuendigen Fahrt nach Regina gemacht. Ein bisschen Hintergrund ueber Regina: Es wurde Ende 2006 von dem Magazin MacLean's (sowas wie Spiegel/Focus) zur schlechtesten/gefaehrlichsten Nachbarschaft Canada's gewaehlt. Und das ist genau die Region, wo wir unser Wochenende verbringen sollten.
In den letzten Jahren sind Regina Rescue Mission und Souls Harbor Rescue Mission fusioniert und haben nun genug Geld gehabt um ihren Gebaeudekomplex mit zwei weiteren Gebaeuden zu erweitern. Nun haben sie so um die 5-6 relativ grosse Apartmentblocks und auch eine sehr schoene, jedoch etwas alte Kirche. Wir sind also spaet am Donnerstag Abend angekommen und sind auch gleich zu Bett gegangen. Am naechsten Morgen wurden wir dann in unterschiedliche Gruppen eingeteilt: einige mussten sich um die Garage kuemmern (voll von donations muss die abundzu auch mal augeraeumt werden), andere haben Moebelstuecke etc. von den alten Gebaeuden in die neuen geraeumt, wieder andere haben Waende in einem der sehr grossen Raeume aufgebaut, sodass mehr Residents untergebracht werden konnten. Meine Gruppe sollte sich um Werbung fuer die Mission's Graduation Ceremony in Mai 2007 kuemmern. Dazu wurden wir von einer der Frauen, die dort arbeiten in grossen Malls und auch kleineren Laeden in 2er-Gruppen abgesetzt und sind dann von einem Laden zum anderen gelaufen und haben uns freundlich vorgestellt, ihnen die Informationsbrochuere in die Hand gedrueckt und ihnen das ein oder andere ueber die Mission und unser Ziel erzaehlt. Das habe ich also den gesamten Freitag ueber gemacht. Einige haben uns sofort Gutscheine fuer ueber 200$ geschrieben und andere haben uns Checks oder Bargeld gegeben. Natuerlich haben aber auch einige ihr deutliches Desinteresse gezeigt und uns gebeten ihren Laden zu verlassen. Zum Abendessen sind wir zur SoupKitchen Downtown gegangen, die auch von der Mission finanziert wird. Dort haben wir dann zusammen mit den Residents aus der Mission und anderen Leuten, die auf der Strasse leben, zu Abend gegessen. Wir haben also nette Gespraeche gefuehrt. Ich sass zusammen mit einige Freunden und auch ein paar Residents an einem Tisch. Und konnte ein Gespraech zwischen denen belauschen. Und zwar hatte der eine Schulden in einem ziemlich grossen Beriech bei dem anderen und anstatt ihm Geld zu geben, hat er ihm einen Diamantring gebracht, den er angeblich "im Bus gefunden hat". Am Abend dann sind wir so gegen 22Uhr in unsere Zimmer gegangen (alle auch in den Gebaeuden der Mission). Und haben usn dann in einem der Zimmer fuer eine abendliche Gebetsstunde getroffen. Einige aus unserer Gruppe hielten es jedoch fuer angebracht, anstelle dessen zu DairyQueen zu gehen (worauf ich ziemlich aergerlich war, weil ich naemlich auch gehen wollte). Am naechsten Morgen haben wir uns dann aber auch wieder in Richtung Malls/Einzellaeden gemacht, um weitere Hand-outs zu verteilen. Gegen Mittag haben wir dann wieder in de SoupKitchen gegessen und am Nachmittag sind wir zur "Freizeitgestlaltung" zu ValueVillage gegangen und haben dort ein paar tolle Shirts und so weiter gefunden (ValueVillage ist kirchengesponsert und deshalb kostet da alles nur ein paar Dollars).
Sobald wir von dort zurueckgekommen sind, haben wir den anderen Gruppen geholfen, ihre Arbeit zu beenden. Ich habe Michelle geholfen. Achso, in diesem Zusammenhang moechte ich gerne mal Michelle vorstellen: Michelle Rempel ist 16Jahre alt, nicht mit meiner Hostfamily verwandt und ist eine Klassenstufe unter mir. Sie ist sehr nett und ich verbringe relativ viel Zeit mit ihr waehrend Youth oder auch in der Schule.
Wir haben natuerlich in der Zeit in Regina viel Gelegenheit gehabt uns die Geschichten der Residents anzuhoeren, wovon eigentlich alle sehr interessant waren. Einige davon moechte ich hier einmal erwaehnen. Die meisten haben Drogenprobleme und kein Zuhause und kommen deshalb zur Mission. Ken, mit dem ich einen Grossteil meiner Zeit verbracht habe, hat 15Jahre im Gefaengnis verbracht und zwar fuer Moerder zweiten Grades und Totschlag in zwei Faellen.
Ich habe praktisch das ganze Wochenende Pool gespielt. Er hat Jahre auf der Strasse verbracht und seine Drogen bzw. Alkohol mit Billardspielen finanziert. Er ist unglaublich gut. Er ist so um die 60Jahre alt und eine supernette Persoenlichkeit (zumindest so wie ich ihn kennengelernt habe). Der Koch aus der SoupKitchen war zwei Jahre lang CrystalMeth abhaengig und hat deshalb schwere Gehirnschaeden. Er arbeitet jetzt fuer die Mission und betreibt professionellen BoxSport. Er ist wohl ziemlich gut (all den Medaillen nach zu urteilen, war wohl zweimal unter den 10Besten in Manitoba-->und so sieht er auch aus).
Bei einem anderen der "Insassen" weiss niemand, was ihm passiert ist. Aber der ist riesig, native und hat ein 3jaehriges Kind. Er lebte dort jetzt schon fuer 8Monate und wird bald Canada verlassen und wieder zurueck in die Staaten gehen. Achso ja, Ken, mit dem ich die ganze Zeit Billard gespielt habe, wurde aus den Staaten rausgeschmissen! (irgendwas mit Drogen).
Am Sonntag morgen haben wir dann die neugekaufte Kirche eingeweiht und ich habe das sehr genossen. Ein kleines Extradetail was ich hier noch erwaehnen moechte, ist, dass man wenn man drauf geachtet hat, relativ viele Einschussloecher von Drive-bys finden konnte. Das habe ich allerdings erst am Sonntag und vorallem in der Kirche rausgefunden, sodass ich dennoch ein ruhiges Wochenende hatte;)
Wir sind hier also so gegen 18Uhr aufgebrochen und haben uns auf die 4-5stuendigen Fahrt nach Regina gemacht. Ein bisschen Hintergrund ueber Regina: Es wurde Ende 2006 von dem Magazin MacLean's (sowas wie Spiegel/Focus) zur schlechtesten/gefaehrlichsten Nachbarschaft Canada's gewaehlt. Und das ist genau die Region, wo wir unser Wochenende verbringen sollten.
In den letzten Jahren sind Regina Rescue Mission und Souls Harbor Rescue Mission fusioniert und haben nun genug Geld gehabt um ihren Gebaeudekomplex mit zwei weiteren Gebaeuden zu erweitern. Nun haben sie so um die 5-6 relativ grosse Apartmentblocks und auch eine sehr schoene, jedoch etwas alte Kirche. Wir sind also spaet am Donnerstag Abend angekommen und sind auch gleich zu Bett gegangen. Am naechsten Morgen wurden wir dann in unterschiedliche Gruppen eingeteilt: einige mussten sich um die Garage kuemmern (voll von donations muss die abundzu auch mal augeraeumt werden), andere haben Moebelstuecke etc. von den alten Gebaeuden in die neuen geraeumt, wieder andere haben Waende in einem der sehr grossen Raeume aufgebaut, sodass mehr Residents untergebracht werden konnten. Meine Gruppe sollte sich um Werbung fuer die Mission's Graduation Ceremony in Mai 2007 kuemmern. Dazu wurden wir von einer der Frauen, die dort arbeiten in grossen Malls und auch kleineren Laeden in 2er-Gruppen abgesetzt und sind dann von einem Laden zum anderen gelaufen und haben uns freundlich vorgestellt, ihnen die Informationsbrochuere in die Hand gedrueckt und ihnen das ein oder andere ueber die Mission und unser Ziel erzaehlt. Das habe ich also den gesamten Freitag ueber gemacht. Einige haben uns sofort Gutscheine fuer ueber 200$ geschrieben und andere haben uns Checks oder Bargeld gegeben. Natuerlich haben aber auch einige ihr deutliches Desinteresse gezeigt und uns gebeten ihren Laden zu verlassen. Zum Abendessen sind wir zur SoupKitchen Downtown gegangen, die auch von der Mission finanziert wird. Dort haben wir dann zusammen mit den Residents aus der Mission und anderen Leuten, die auf der Strasse leben, zu Abend gegessen. Wir haben also nette Gespraeche gefuehrt. Ich sass zusammen mit einige Freunden und auch ein paar Residents an einem Tisch. Und konnte ein Gespraech zwischen denen belauschen. Und zwar hatte der eine Schulden in einem ziemlich grossen Beriech bei dem anderen und anstatt ihm Geld zu geben, hat er ihm einen Diamantring gebracht, den er angeblich "im Bus gefunden hat". Am Abend dann sind wir so gegen 22Uhr in unsere Zimmer gegangen (alle auch in den Gebaeuden der Mission). Und haben usn dann in einem der Zimmer fuer eine abendliche Gebetsstunde getroffen. Einige aus unserer Gruppe hielten es jedoch fuer angebracht, anstelle dessen zu DairyQueen zu gehen (worauf ich ziemlich aergerlich war, weil ich naemlich auch gehen wollte). Am naechsten Morgen haben wir uns dann aber auch wieder in Richtung Malls/Einzellaeden gemacht, um weitere Hand-outs zu verteilen. Gegen Mittag haben wir dann wieder in de SoupKitchen gegessen und am Nachmittag sind wir zur "Freizeitgestlaltung" zu ValueVillage gegangen und haben dort ein paar tolle Shirts und so weiter gefunden (ValueVillage ist kirchengesponsert und deshalb kostet da alles nur ein paar Dollars).
Sobald wir von dort zurueckgekommen sind, haben wir den anderen Gruppen geholfen, ihre Arbeit zu beenden. Ich habe Michelle geholfen. Achso, in diesem Zusammenhang moechte ich gerne mal Michelle vorstellen: Michelle Rempel ist 16Jahre alt, nicht mit meiner Hostfamily verwandt und ist eine Klassenstufe unter mir. Sie ist sehr nett und ich verbringe relativ viel Zeit mit ihr waehrend Youth oder auch in der Schule.
Wir haben natuerlich in der Zeit in Regina viel Gelegenheit gehabt uns die Geschichten der Residents anzuhoeren, wovon eigentlich alle sehr interessant waren. Einige davon moechte ich hier einmal erwaehnen. Die meisten haben Drogenprobleme und kein Zuhause und kommen deshalb zur Mission. Ken, mit dem ich einen Grossteil meiner Zeit verbracht habe, hat 15Jahre im Gefaengnis verbracht und zwar fuer Moerder zweiten Grades und Totschlag in zwei Faellen.
Ich habe praktisch das ganze Wochenende Pool gespielt. Er hat Jahre auf der Strasse verbracht und seine Drogen bzw. Alkohol mit Billardspielen finanziert. Er ist unglaublich gut. Er ist so um die 60Jahre alt und eine supernette Persoenlichkeit (zumindest so wie ich ihn kennengelernt habe). Der Koch aus der SoupKitchen war zwei Jahre lang CrystalMeth abhaengig und hat deshalb schwere Gehirnschaeden. Er arbeitet jetzt fuer die Mission und betreibt professionellen BoxSport. Er ist wohl ziemlich gut (all den Medaillen nach zu urteilen, war wohl zweimal unter den 10Besten in Manitoba-->und so sieht er auch aus).
Bei einem anderen der "Insassen" weiss niemand, was ihm passiert ist. Aber der ist riesig, native und hat ein 3jaehriges Kind. Er lebte dort jetzt schon fuer 8Monate und wird bald Canada verlassen und wieder zurueck in die Staaten gehen. Achso ja, Ken, mit dem ich die ganze Zeit Billard gespielt habe, wurde aus den Staaten rausgeschmissen! (irgendwas mit Drogen).
Am Sonntag morgen haben wir dann die neugekaufte Kirche eingeweiht und ich habe das sehr genossen. Ein kleines Extradetail was ich hier noch erwaehnen moechte, ist, dass man wenn man drauf geachtet hat, relativ viele Einschussloecher von Drive-bys finden konnte. Das habe ich allerdings erst am Sonntag und vorallem in der Kirche rausgefunden, sodass ich dennoch ein ruhiges Wochenende hatte;)
Tuesday, March 13, 2007
Hockey Game- Midget Hockey_Team
Unser Schul-Hockey Team hatte am letzten Donnerstag das letzte Spiel vor den Provinicials. Und das war eines der besten Hockeygames, die ich jeh gesehen habe (aber Calgary kommt ja noch). Es gab 3 Fights und mehrere "in die Banden"-Smasher. Einer konnte anschliessen seinen rechten Arm nicht mehr fuehlen, aber noch bewegen, der andere konnte seinen Mund nicht mehr schliessen udn ein dritter hatte sich eine relativ schwere Verletzung im Mundbereich zugezogen, sodass er blutspucken vom Rink geholt werden musste. Unser Team hat 10-4 gewonnen und die Aggression der anderen Mannschaft war entsetzlich. Ich war zum Glueck so weit weg, aber trotzdem muss das ziemlich weh tun!
Das Team ist dann uebers Wochenende zu ihren Provincials gefahren und sind die Zweiten geworden. WIr haben heiralso das zweitbeste Hockeyteam aus Manitoba (in der Alterklasse!)...
Das Team ist dann uebers Wochenende zu ihren Provincials gefahren und sind die Zweiten geworden. WIr haben heiralso das zweitbeste Hockeyteam aus Manitoba (in der Alterklasse!)...
Gladstone-->mein letztes Basketball-match :(
Wir sind gestern nach Gladstone zu meinen letzten Basketball-match gefahren (warum es mein letztes ist, erklaere ich spaeter). Das Spiel war nichts wirklich Besonderes, ausser das wir sie stark geschlagen haben (102:51). Exakt das Doppelte. Ein paar tolle Details gibts aber trotzdem und zwar: unser Team hat noch nie mehr als 100Punkte bekommen und wir haben genau auf die 100gezielt. Dummerweise hat Brogan unsere Rufe ("no shoot!!!") nicht gehoert und danach auch noch einen weiter Korb gemacht und jetzt haben wir also die 2 da mit drin, aber das geht schon.
Um ehrlich zu sein, ich habe in diesem Match ueberragend gespielt und freue mich deshalb auch, weil es halt mein letztes war. Unser Team ist jetzt auf Platz 1 manitobaweit!!!
Kommendes Wochenende sind die Provincials, wo wir dann Champion aus ganz Manitoba werden koennen! (unser Team ist letztes Jahr schon der Champion gewesen...ich hoffe, es klappt dieses auch) Und zu den Provincials kann ich nicht kommen, weil ich in der Zeit in Regina bin und bei dem Missionstrip der Kirche mithelfe. Ich habe mit Wayne und Myron darueber gesprochen und dadurch, dass sie beide auch viel fuer die Kirche machen, konnten sie mich gut verstehen und haben mich auch ermutigt auf diese Trip zu gehen. Ich hoffe, die packens ohne mich! :P
Und wenn sies schaffen, dann bekomm ich nicht nur ein T-shirt, sondern auch die Medallie; schliesslich habe ich den ganzen Weg ueber mitgeholfen;)
Um ehrlich zu sein, ich habe in diesem Match ueberragend gespielt und freue mich deshalb auch, weil es halt mein letztes war. Unser Team ist jetzt auf Platz 1 manitobaweit!!!
Kommendes Wochenende sind die Provincials, wo wir dann Champion aus ganz Manitoba werden koennen! (unser Team ist letztes Jahr schon der Champion gewesen...ich hoffe, es klappt dieses auch) Und zu den Provincials kann ich nicht kommen, weil ich in der Zeit in Regina bin und bei dem Missionstrip der Kirche mithelfe. Ich habe mit Wayne und Myron darueber gesprochen und dadurch, dass sie beide auch viel fuer die Kirche machen, konnten sie mich gut verstehen und haben mich auch ermutigt auf diese Trip zu gehen. Ich hoffe, die packens ohne mich! :P
Und wenn sies schaffen, dann bekomm ich nicht nur ein T-shirt, sondern auch die Medallie; schliesslich habe ich den ganzen Weg ueber mitgeholfen;)
zu Besuch bei Rica...
Letzten Sonntag hatte ich wirklich mal gar nichts zu tun und deshalb habe ich mich einfach mal am Morgen in der Kirche so umgehoert, was alles stattfindet. Und Britney hat mir dann erzaehlt, dass sie und Matthew (Sawatzky) nach Winnipeg fahren, um dort Freunde (Gruppenfuehrer vom ValleyViewBibleCamp) zu besuchen. Das war fuer mich die perfekte Gelegenheit nach Winnipeg zu kommen, um auch meine Bustickets fuer die Reise zu Lucas kaufen zu koennen. Also, bin ich dann auch mit den beiden mitgekommen.
Nach der ueblichen einstuendigen Fahrzeit haben wir dann relativ schnell jedoch anch einigem Ueberlegen Rica's Haus gefunden und dort geklingelt. Ungluecklicherweise war sie nicht da, sodass wir sie anrufen mussten und sie dann 10min spaeter total zerzaust ankam. Dann hatte sie auch noch ihren Schluessel bei den Freunden vergessen und sie musste ihren Vater anrufen, der dann sie Schluessel gebracht und aufgemacht hat. Ein bisschen stressig...
Was ich vorweg ueber Rica und Frichard (er hat eigtl zwei Namen: F. Richard-->aber es wird wohl einfach zusammengezogen...) sagen moechte, ist, dass sie in dem Vorort Winnipegs leben. Ihre Familie ist Phillipinisch und sie haben so um die 4 Geschwister. Ein sehr schoenes Haus und ein unheimliges Gewusel! Rica ist eine bildhuebsche 17-jaehrige (schade, dass sie in Winnipeg lebt;) und Frichard ist superklein, aber 21! Er ist so um die 1,55m. Aber er ist stark wie ein Baer. Ich weiss ja nicht wie viele Stunden der im Fitness-Center verbringt, aber seine Oberarme sind ohne Witz so dick wie meine Oberschenkel! Sie sind beide sehr, sehr nett und auch der Rest ihrer Familie ist nicht nur freundlich, sondern auch supewitzig.
Wir haben dann nach langer Ueberlegungszeit beschlossen zu den "Forks" zu fahren (ein wunderschoenes, nciht allzu grosses Shopping-Center), dort dann einen Happen zu essen, anschliessend einen Film auszuleihen udn Pizza zu kaufen. So haben wir das dann auch gemacht und einen sher schoenen Abend zusammen mit deren Familie und School for Scoundrels verbracht. Zwischendrin sind wir dann aber auch zur Geryhound-Busstation Winnipegs gefahren, um die Bustickets zu kaufen. Ich bin also zusammen mit Matthew (ich glaube, er mag Rica:P ausgestiegen und hab mich aufgemacht, mit Geld in der Tasche, meine Tickets zu kaufen. Als wir dann aber da ankamen, haben ich erstmal in drei maennliche, muede und antriebslose Gesichter geschaut, die aussahen, als ob sie alles in der Welt lieber taeten, nur nicht Tickets verkaufen. Dennoch habe ich dann also um meine Tickets von Omaha nach Laramie gebeten und wurde dann ruckartig aus meinen Traeumen gerissen, als mir der "dicke Mann" erklaerte, dass man keine Tickets fuer die Staaten in Kanada kaufen koennte! Da bin ich dann relativ aergerlich geworden und zwar hatte ich vorher mehrere Male angerufen und die absolut selbe Frage gestellt! Was er mir darauf sagte, hat mich sogar noch wuetender gemacht. Und zwar wird man angeblich, wenn man das Greyhound-Buero in Winnipeg anruft, automatisch nach Texas, USA weitergeleitet, wo die Greyhound-Hauptzentrale ist und die wissen anscheinend nichts ueber den kanadischen Teil Greyhounds. Ich bin dann also verzweifel zum naechsten Schalter gegangen und habe die selbe Frage nochmal gestellt und die selbe Antwort erhalten.
Ich bin dann also geknickt und ziemlich traurig zum Auto zurueckgekehrt und den ganzen Heimweg ueber habe ich mir Gedanken gemacht, was wohl aus meiner REise zu Lucas werden wuerde...
Am naechsten Morgen habe ich dann mit meiner Gastmutter darueber gesprochen udn nach einigem Hin und Her hat sie sich dann bereit erklaert, mich nach Wyoming zu fahren!!!! Yuhuuu!!!
Und zwar habe ich jetzt auch nicht mehr diese Unsicherheit: Bus und bin deshalb ungemein erleichtert. Und ein anderes tolles Extra...ich komme dadurch wesentlich frueher an und kann dadurch mehr Zeit mit Lucas verbringen. Ich war und bin auch immernoch sehr gluecklich uber diese Loesung und hoffe, das alles klatt geht. Und selbst wenn, wir sind ja flexibel:P...
Nach der ueblichen einstuendigen Fahrzeit haben wir dann relativ schnell jedoch anch einigem Ueberlegen Rica's Haus gefunden und dort geklingelt. Ungluecklicherweise war sie nicht da, sodass wir sie anrufen mussten und sie dann 10min spaeter total zerzaust ankam. Dann hatte sie auch noch ihren Schluessel bei den Freunden vergessen und sie musste ihren Vater anrufen, der dann sie Schluessel gebracht und aufgemacht hat. Ein bisschen stressig...
Was ich vorweg ueber Rica und Frichard (er hat eigtl zwei Namen: F. Richard-->aber es wird wohl einfach zusammengezogen...) sagen moechte, ist, dass sie in dem Vorort Winnipegs leben. Ihre Familie ist Phillipinisch und sie haben so um die 4 Geschwister. Ein sehr schoenes Haus und ein unheimliges Gewusel! Rica ist eine bildhuebsche 17-jaehrige (schade, dass sie in Winnipeg lebt;) und Frichard ist superklein, aber 21! Er ist so um die 1,55m. Aber er ist stark wie ein Baer. Ich weiss ja nicht wie viele Stunden der im Fitness-Center verbringt, aber seine Oberarme sind ohne Witz so dick wie meine Oberschenkel! Sie sind beide sehr, sehr nett und auch der Rest ihrer Familie ist nicht nur freundlich, sondern auch supewitzig.
Wir haben dann nach langer Ueberlegungszeit beschlossen zu den "Forks" zu fahren (ein wunderschoenes, nciht allzu grosses Shopping-Center), dort dann einen Happen zu essen, anschliessend einen Film auszuleihen udn Pizza zu kaufen. So haben wir das dann auch gemacht und einen sher schoenen Abend zusammen mit deren Familie und School for Scoundrels verbracht. Zwischendrin sind wir dann aber auch zur Geryhound-Busstation Winnipegs gefahren, um die Bustickets zu kaufen. Ich bin also zusammen mit Matthew (ich glaube, er mag Rica:P ausgestiegen und hab mich aufgemacht, mit Geld in der Tasche, meine Tickets zu kaufen. Als wir dann aber da ankamen, haben ich erstmal in drei maennliche, muede und antriebslose Gesichter geschaut, die aussahen, als ob sie alles in der Welt lieber taeten, nur nicht Tickets verkaufen. Dennoch habe ich dann also um meine Tickets von Omaha nach Laramie gebeten und wurde dann ruckartig aus meinen Traeumen gerissen, als mir der "dicke Mann" erklaerte, dass man keine Tickets fuer die Staaten in Kanada kaufen koennte! Da bin ich dann relativ aergerlich geworden und zwar hatte ich vorher mehrere Male angerufen und die absolut selbe Frage gestellt! Was er mir darauf sagte, hat mich sogar noch wuetender gemacht. Und zwar wird man angeblich, wenn man das Greyhound-Buero in Winnipeg anruft, automatisch nach Texas, USA weitergeleitet, wo die Greyhound-Hauptzentrale ist und die wissen anscheinend nichts ueber den kanadischen Teil Greyhounds. Ich bin dann also verzweifel zum naechsten Schalter gegangen und habe die selbe Frage nochmal gestellt und die selbe Antwort erhalten.
Ich bin dann also geknickt und ziemlich traurig zum Auto zurueckgekehrt und den ganzen Heimweg ueber habe ich mir Gedanken gemacht, was wohl aus meiner REise zu Lucas werden wuerde...
Am naechsten Morgen habe ich dann mit meiner Gastmutter darueber gesprochen udn nach einigem Hin und Her hat sie sich dann bereit erklaert, mich nach Wyoming zu fahren!!!! Yuhuuu!!!
Und zwar habe ich jetzt auch nicht mehr diese Unsicherheit: Bus und bin deshalb ungemein erleichtert. Und ein anderes tolles Extra...ich komme dadurch wesentlich frueher an und kann dadurch mehr Zeit mit Lucas verbringen. Ich war und bin auch immernoch sehr gluecklich uber diese Loesung und hoffe, das alles klatt geht. Und selbst wenn, wir sind ja flexibel:P...
Saturday, March 03, 2007
4-Tage-Wochenende
Es ist jetzt wirklich warm hier geworden. Tagsueber wird es mitunter so warm, dass der Schnee etwas anfaengt zu schmilzen und man es richtig geniessen kann. Ungluecklicherweise sorgt die ganze Verdunstung und Waerme fuer so viel Schneefall, dass in den letzten Tagen gar nichts mehr ging. Alle Highways gesperrt. Vollsperrung auf alle Country-Roads...kein Weg in und auch kein Weg aus MacGregor hinaus. Zusaetzlich hatten wir in den letzten drei Tagen zwei Blizzard-Warnungen und dadurch hatten wir auch schon seit Mittwoch keine Schule mehr.
Ich habe die Zeit genutzt, um mich nach den langen Exams- und Testvorbereitungen wieder mal richtig auszuruhen. Heute haben wir aber auch noch einem aelteren Ehepaar geholfen, den Schnee von ihrem Dach loszuwerden (was gar nicht so einfach war, weil die unterste Schicht pures Eis war, das Dach ist wohl nicht so gut isoliert...).
Ansonsten kann man aber gar nicht so viel machen. Der Wind ist extrem! Sobald man einen Gehweg freischaufelt, wird es durch den starken Wind sofort wieder hineingeweht. Dadurch koennen auch keine grossen Trucks oder aehnliches auf die Highways, weil die ansonsten einfach vom Highway weggedrueckt werden. Wir haben hier uebrigens konstanten Nordwind vom Nordpol:P. Deshalb ists auch so kalt.
Und das grosse Problem mit den Highways ist, dass, sobald die freigeraeumt sind, wird der ganze Schnee wie beim Gehweg wieder draufgeweht. Deshalb machts auch keinen Sinn bei solchen Windgeschwindigkeiten ueberhaupt zu raeumen.
Ansonsten gehts mir aber gut;)
PS: Ich habe jetzt meine Abflugdaten! Es ist vorraussichtlich der 5-6. Juli 2007. Also bis dann...
Ich habe die Zeit genutzt, um mich nach den langen Exams- und Testvorbereitungen wieder mal richtig auszuruhen. Heute haben wir aber auch noch einem aelteren Ehepaar geholfen, den Schnee von ihrem Dach loszuwerden (was gar nicht so einfach war, weil die unterste Schicht pures Eis war, das Dach ist wohl nicht so gut isoliert...).
Ansonsten kann man aber gar nicht so viel machen. Der Wind ist extrem! Sobald man einen Gehweg freischaufelt, wird es durch den starken Wind sofort wieder hineingeweht. Dadurch koennen auch keine grossen Trucks oder aehnliches auf die Highways, weil die ansonsten einfach vom Highway weggedrueckt werden. Wir haben hier uebrigens konstanten Nordwind vom Nordpol:P. Deshalb ists auch so kalt.
Und das grosse Problem mit den Highways ist, dass, sobald die freigeraeumt sind, wird der ganze Schnee wie beim Gehweg wieder draufgeweht. Deshalb machts auch keinen Sinn bei solchen Windgeschwindigkeiten ueberhaupt zu raeumen.
Ansonsten gehts mir aber gut;)
PS: Ich habe jetzt meine Abflugdaten! Es ist vorraussichtlich der 5-6. Juli 2007. Also bis dann...
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