Friday, April 27, 2007

Dirt-biking und EXCELS

Und dann wars auch schon Mittwoch und ich habe alle meine Sachen wieder zusammen gepackt und mich am Nachmittag gleich nach der Schule auf zu Matthew Sawatzkys gemacht! David war waehrenddessen zusammen mit der gesamten Band-KLasse auf dem Weg nach St.Louis.Mal ein paar Worte zu Matthew. Er verbringt praktisch jede freie Minute auf der Farm und dementsprechend ist er auch ziemlich staemmig. Wenn er nicht auf der Farm ist, dann rast er mit dem Dirtbike durch die Gegend und so war das auch die perfekte Moeglichkeit fuer mich endlich mal meine Motorrad-Kenntnisse zu verbessern und aufzufrischen! Matthew ist der beste Fahrer aus der Schule und nimmt auch ab und zu an grossen Turnieren in Winnipeg und Brandon teil. Hinterm Haus und praktisch alles Land, was nciht als Farmland genutzt wird, haben sie ihre eigenen Trails und Tracks gebaut, damit er seine Spruenge und so weiter ueben kann. Die Familie besitzt 6 Dirtbikes (2 Quads, 2Snowmobiles, 1 Threewheeler, Hottub, Pool etc....) und somit habe ich auch eins bekommen. Und diese Motorraeder habens ganz schoen drauf, mein Motorrad konnte bis zu 160km/h schnell werden und seines wahrscheinlich noch viel schneller. Aber auf den Tracks gings natuerlich erstmal langsam und behaglich los und ich habe meine ersten kleinen Motorradspruenge hingelegt. Ich bin auch nur einmal kraeftig abgerutscht und habe mir ungluecklicherweise (ich hatte keine Motorradstiefel) das ganze Schienbein aufgerissen...Aber ich habe gleich einen Verband bekommen und dann gings auch gleich weiter. Wir haben den ganzen Nachmittag auf den Dirtbikes verbracht und sind dann am Abend wieder rueber zur Farm, um wieder fuer einige Stunden so um die 3 Semi-Trucks mit frisch geschnittenen Kartoffeln vollgeladen. Am Abend sind wir dann relativ frueh ins Bett gegangen, weil ich am Morgen dann auch noch meine Sachen fuer den Franzoesisch-Trip nach Brandon packen musste.Achso, eine andere Sache moechte ich auch noch erwaehnen und zwar, dass die Sawatzkys fuer eine lange Zeit Emu-Zucht zusaetzlich zu dem Kartoffel-Farming betrieben haben. Sie haben Fleisch und Pelze damals zu einem guten Preis verkauft, aber jetzt geht das anscheinend nicht mehr, weil sie das alles nicht mehr loswurden und es dann gelassen haben.Also ich bin dann frueh zu Bett gegangen und am naechsten Morgen habe ich mich mit Essen eingedeckt und meine Sachen gepackt. Ich habe dann einen "halben" Schultag gehabt und bin dann mit meiner Franzoesischklasse und den Grade 11 Franzoesischschuelern nach Brandon aufgebrochen. Ich habe mir zusammen mit Tyson und Mark auf der Fahrt Casino Royale angesehen und sobald wir angekommen waren, haben wir uns gleich 2 zusammenliegende und Badezimmer teilende Zimmer genommen (Tanner wuerde spaeter noch dazukommen, weil er bei den Badminton-Provincials war). Wir sind dann auch gleich zu unserer ersten Session gegangen, die 5h gedauert hat (!!!) und ziemlich schell langweilig wurde. Wir haben ueber kleine franzoesische Orte gelernt, was mich sehr an unseren letzten Sommerurlaub erinnert hat;).Nach der ganzen Lernerei fings dann aber erst richtig an SPass zu machen und zwar sind wir alle bei "Gulliver's" essen gegangen (ziemlich fancy) und haben dann auch meheree Stunden in einer Mall verbracht, wo dann auch noch Cody, Evan und Spencer dazugekommen sind, weil sie von Badminton kamen. Das lustigste der gesamten zwei Tage ist dann aber am Abend passiert, wo wir uns alle "Deja Vu" im universitaetseigenen Spieleraum auf einem riesigen Fernseher angesehen haben und ich einfach nur noch mal schnell eine Dusche vorher haben wollte.Ich habe mich also geduscht als Mark ins Badezimmer gekommen ist und mit allen meinen Sachen in meinem Raum verschwunden sit. Und irgendwie hat er es geschafft, die Tuer so zuzumachen, dass wir nicht mehr reinkonnten, weder durch die Badezimmertuer noch durch die eigtl Tuer., beide waren verschlossen.Ich musste also nackt in Mark's (und Tysons) Zimmer sitzen und anderthalb Stunden warten, bis der Sicherhietsdienst, das Schloss geknackt hatte.Wir habens aber dann doch noch geschafft, einen grossen Teil des Filmes zu sehen, auch wenn das dann ganz schoen kompliziert zu verstehen war.Am naechsten Morgen haben wir dann als Gruppe ein kleines franzoesisches Dorf gebaut und ich habe versucht mti meiner Gruppe so gut sie moeglich das Dorf nachzubauen, wo wir im Sommer waren (Fluss, Kirchengemaeuer, Weinanbau, Berge etc...). Wir haben damit auch im Vergleich zu den anderen ganz gut abgeschnitten und damit war der Tag dann auch zu Ende und ich kann im Grossen und Ganzen ueber die Brandon University sagen, dass ich es sehr genossen habe und das Essen des Campus ausgezeichnet war, ganz im Gegensatz zu den Betten, die praktisch so hart wie der Fussboden waren!Wir sind dann auch wieder zurueckgefahren und heute abend gehe ich zu einer Party, weil Kurtis ja wegfaehrt (es ist eine Ueberraschungsparty, die meine Gastschwester und ihr Freund fuer ihn vorbereitet haben und deshalb wird es auch eine gute "clean-party" sein)...Mal sehen, wie das so wird...PS: in den naechsten Wochen werde ich wahrscheinlich sehr viel oefter zu Matthew gehen, weil Dirt-Biking unheimlich viel Spass macht und die (besonders wenns warm wird) auch nen Pool haben und ich habe die Elter gefragt-->ich bin herzlich willkommen und kann auch wenn ich moechte ruhig noch ein bisschen auf der Farm mithelfen.

Henry's Surgery and the last day with Kurtis...

Letztes Wochenende war hier eine ganze Menge los, weil Henry's Operation (wegen seines Sprachproblems) anstand und ich meine Sachen packen musste. Ich hatte beschlossen die Woche lieber irgendwo bei Freunden zu verbringen, da ja meine Gastfamilie sowieso die Haelfte der Woche in Winnipeg verbringen wuerde und auch danach der Umgang mit Henry sicherlich nicht unbedingt immer leicht ist. Ich wollte also die ersten 3 Tage (Sonntag bis Mittwoch) bei David Sawatzky verbringen und dann am Mittwoch, weil David und seine Mutter auf den schulgeplanten "Band-Trip" fahren, zu einem der anderen Freunde, Matthew Sawatzky, gehen. Dort eine Nacht bleiben und am naechsten Tag mit den Franzoesischkursen 11/12 nach Brandon fuer ein 2-taegigen Aufenthalt in der Universitaet Brandons aufbrechen. Ich plante dann am Freitag wiederzukommen und das Wochenende mit meiner Gastfamilie zu verbringen...
So weit, so gut, das war also meine Woche, eine ziemlich durchorganisierte, aber sicherlich spassige Zeit.
Am Sonntag hatte ich also alle meine Sachen gepackt und war fertig auf die Woche vorbereitet, als mich Kurtis anrief und mich wissen liess, dass er ja naechstes Wochenende nach BC aufbrehcne wuerde (er geht dort fuer 3 Monate "tree-planting") und dass es unser letzter Sonntag zusammen sei. Er wollte also was Tolles machen. Nach einigem Hin und Her sind wir dann zusammen mit David, Michael und Beau Teichroew nach Brandon aufgebrochen. Dort sind wir wieder mal im Sportsplex schwimmen gegangen und haben den Abend mit einem kuehlen A&W Rootbeer ausklingen lassen. Wir sind dann sehr spaet bei David zu Hause angekommen, haben uns dort noch ein Hockeymatch angeschaut (es ist jetzt die zweite Runde des Stanley-Cups) und sind dann todmuede ins Bett gefallen. Gute Nachrichten: naechsten Morgen hatten wir Track and Field, was fuer uns, um 7Uhr aufzustehen, hiess. Wir haben uns also muede aus dem Bett gequaelt und sind schlaftrunken Runden gerannt und haben meine Speerwerftechnik verbessert (David ist ein grossartiger Speerwerfer und bringt mir die Technik bei, sein Bruder Joey wurde vor 2 Jahren der beste Speerwerfer Manitobas!). Wir sind danach ganz normal zur Schule gegangen und ich anschliessend zum Fussballtraining, von wo ich dann von Ryan Wiebe's Mum nach Hause gefahren wurde (Ryan Wiebe ist ein guter Fussballspieler und will professioneller Golf-Spieler werden, er ist auch auf dem besten Weg dorthin, weil seiner Familie 1 Golfplatz und 2 Driving Ranches gehoeren!). Sobald ich bei Davids angekommen war, hat man mcih schnell wissen lassen, dass ich wohl als Aushilfe auf deren Farm gebraucht werden wuerde. Die Sawatzky-Farm ist eine der groessten hier, was sich auch einfach an der Groesse der Haeuser erkennen laesst (wahre Palaeste:P)...und dadurch, dass es jetzt so warm ist, muessen die so schnell wie moeglich ihre Kartoffelpflanzen in die Erde kriegen! Ich habe mir also ein paar von Davids alten Sachen geschnappt und wir haben uns dann auch gleich auf den Weg zu deren Farm gemacht, die auch nur ein paar Minuten weit weg ist. Dort angekommen wurden mir Handschuhe in die Hand gedrueckt, ich wurde kraeftig desinfiziert (kann ja sein, dass ich irgendwas reinschleppe) und wir haben uns zusammen mit Matthew, Nicholas und ja David Sawatzky an die Arbeit gemacht. Wir sollten sogenannte "seed-potatoes" in die richtige Groesse schneiden, die werden naemlcih als Saat verwendet und wenn sie gross genug sind, kann man sogar zwei daraus machen. Wir standen also am Fliessband und haben versucht, die schnell vorbeirasenden Kartoffeln nach Groesse abzuschaetzen, die Groessten herauszugreifen und mit einem der dort befestigten Klingen in zwei zu schneiden. Die ersten 20Minuten gings mir dabei gar nicht gut, weil das schnelle Fliessband in mir einen unheimlich Drehwurm ausgeloest hat, danach gings aber besser und wir haben die Kartoffeln fuer 2h geschnitten. Anschliessend sind wir mit den Fahrraedern nach hause gefahren und erneut todmuede ins Bett gefallen.
Am Dienstagmorgen dann konnten wir wenigstens eine Stunde laenger schlafen, weil wir nicht fuer Track aus dme Bett mussten. Wir hatten beide einen ganz normalen Schultag, obwohl man auf der Busfahrt auch mal mit Leuten sprechen konnte, mit denne man sich vllt nicht so haeufig unterhaelt. Na ja, zumindest sind wir dann nach der Schule nach Hause gekommen und ich habe bis zum spaeteren Nachmittag hinterm Haus meine Speerwurftechnik verbessert (die haben ihre eigenen Speere, Joey musste ja schliesslich trainieren!). Anschliessend mussten wir dann aber auch schon wieder raus um noch ein paar mehr Kartoffeln zurecht zu stutzen. Wir sind dann 3h(!!!) spaeter nach Hause gekommen und ich habe mit David Crokinole gespielt, waehrend wir uns das Vancouver=Dallas Match angeschaut haben...

Sunday, April 22, 2007

Indoor-Soccer Tournament

An diesen Wochenende hatten wir ein grosses Indoor-Soccer Tournament. Und zwar brauchten wir Geld um neue Netze fuer die Tore zu kaufen und auch die ganzen Schiedsrichter zu bezahlen (das kostet so um die 120$pro Schieri).WIr haben also dieses Soccer-Tournament organisiert und sind dann auch als eines der insgesamt 8Teams angetreten. Wir sollten zwei Maedchen in unserem Team haben. Daher bestand unser Team aus Tyson Gunther (goalie), Mark Klippenstein, Garrettt Bodie, Breanne Burch (sie kann 100m in 12,9sekunden rennen!!!) und Stephanie Tomchuk (tysons freundin) und auch mir.Wir haben also wirklich gut geschlagen, das erste Team haben wir mit 7:0 vom Platz gefegt und anschliessend ein paar Spiele gewonnen und ein paar unentschieden gelassen. Auch Carl hatte ein Team auf die Beine gestellt und gegen das Team haben wir die ganze Spielzeit ueber 1:0 gefuehrt, bis sie dann in der letzten Minute den Ausgleich geschossen haben und wir daran nicht mehr anknuepfen konnten. Aber wir sind dann im Endeffekt 2. aus der Vorrunde geworden und sind dann in die Finalspiele eingetreten. Wir hatten Mark und Garrett als Defense und Breanne und Steph haben einfach alles gemacht. Ich habe vorrangig Mittelfeld gespielt und dann die "Vorwaertsbewegung" geleitet. Dadurch habe ich auch ein paar nette Tore bekommen. Das eine Mal war der Torwart sehr weit draussen und ich habe es ueber ihn rueber gelupft (das war ziemlich peinlich fuer den Goalie vor allem weil es unser Soccercoach war-->Mr.May). Ich habe noch ein paar Tolle Tore von der Mittellinie aus erzielt udn damit unser Team bis ins Halbfinale geschossen.Im Halbfinale jedoch mussten wir erneut gegen das Team unseres Coaches antreten, sein Team bestand vorrangig aus ueber 30-Jaehrigen, die relativ langsam und schnell muede, aber sehr erfahren und gute Spieler waren. Ungluecklicherweise konnten beide Teams nur jeweils ein Tor erzielen, sodass es am Ende der regulaeren Spielzeit 1:1 stand, wir haben auch in Verlaengerung nichts reinbekommen und so mussten wir wohl oder uebel gegen diese so erfahrene Mannschaft im Elfmeterschiessen antreten. Dazu muss ich sagen, dass Tyson den ganzen Tag ueber schon gute Arbeit geleistet hatte, aber nie wirklich grossartige Paraden hingelegt hat. Tyson ist im Basketball-, Volleyball- und Baseballteam und seine Reflexe sind einfach wirklich gut, ausserdem ist er es von Volleyball und Baseball gewohnt sich auf den Boden zu werfen und Baellen nachzuspringen. Er hat also im Elfmeterschiessen udn besonders gegen unseren eigennen Coach so tolle Paraden hingelegt, dass das ganze Publikum nur am Jubeln war. Mark, Garrett und ich haben alle unsere Schuesse versenkt und damit auch das Spiel gewonnen.Damit waren wir dann im Finale.Und zwar gegen das Team von Juanita's Bruder Kenny der praktisch professionell fuer seine Universitaet Fussball spielt. Es war also so ein kleiner persoenlich Wettkampf zwischen mir und ihm, weil wir uns beide kannten und unser Team zum Sieg fuehren wollten.Ich habe gleich am Anfang ein relativ glueckliches Tor geschossen, aber Kenny hat gegen Ende der zweiten Halbzeit nachgelegt(!). Das andere Team hat praktisch gedacht, es sei zu Ende und sich schon mehr oder weniger auf die Verlaengerung vorbereitet als wir nochmal alles nach vorne geworfen haben und durch eine tolle Kombination habe ich dann mein 2.Tor erzielt, was dann auch die Entscheidung fuer das Spiel war!Wir haben nicht viel gewonnen, das Turnier war ja schliesslich dafuer dar um Geld zu kriegen und das nicht gleich wieder rauszuschmeissen. Jeder von uns hat ein T-shirt bekommen und uns vom Publikum feiern lassen:PAuch unser Coach war ziemlich beeindruckt und wir haben einen tollen Nachmittag verbracht...PS: Fuer Track werde ich wahrscheinlich vorrangig Javelin machen (Speerwerfen!), weil das was ganz Neues ist und es eigentlich wirklich Spass macht.

Sunday, April 15, 2007

Tyson Unrau's Taufe

Tyson Unrau ist ein junger Mann, der in den ersten Wochen, als ich heir war, den Hub geleitet hat und dem ich dadurch eine Menge zu verdanken habe. Heute war seine Taufe. Ja, die haben hier alle ihre Taufe erst sehr spaet (17-25). Ich bin gerade von dem Bankett gekommen und wir hatten zusammen mit vielen meiner Schulkameraden und anderen aelteren, die letztes Jahr den Abschluss gemacht haben, viel Spass gehabt.
Diese Woche Freitag war die weltweite 30-h-Famine, wo praktisch die ganze Schule teilgenommen hat. Es gab einen tollen Spielenachmittag (bis mitternacht) at the Hub und wir haben dort eine tolle Zeit gehabt, auch wenn der Magen maechtig geknurrt hat. Zwei der Schueler, die nciht teilgenommen haben, sind nach Portage gefahren und haben bei BostonPizza fuenf grosse Pizzen gekauft und die uns dann vor die Nase gehalten. Nur zwei oder drei haben klein beigegeben und die durften dann auch nach Hause gehen...
Gestern nachmittag waren die 30h endlich vorbei und deshalb bin ich zusammen mti Matthew, Michael und Adam nach Portage gefahren, wo wir dann auch noch David getroffen haben; dort sind wir in Southport (altes Militaergelaende) schwimmen gegangen und haben seit langer Zeit mal wieder was gegessen.
Und heute war halt die Taufe.
Ich habe uebrigens auch mit Mattews Dad gesprochen und der meinte, dass ich bei ihnen sehr willkommen sei und wann immer ich wollte, koennte ich auch deren Dirtbikes benutzen. Im Mai fuellen sie dann ihren Pool wieder und ich werde wahrscheinlich oefter mal dort sein:P
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Ich bin dann am Nachmittag noch einfach mal durchs Dorf gefahren, weil es ein wunderschoener Tag war, als ich einen ganzen Haufen meiner Freunde durch die Strassen kommen sah. Das war die ganze Feiergesellschaft von Tyson und ich habe mich ihnen dann einfach angeschlossen und wir sind ein bisschen durchs Dorf gezogen.Am spaeteren Nachmittag sind wir dann wieder zurueck zu Tyson's gelaufen und haben dort den Abend mit Videospielen, Poker und Basketball verbracht.Und da Tyson, Derek und Brendan die Band "only castles burning" sind haben sie uns dann auch gleich eine Kostprobe von der neuen CD gegeben.Am Abend davor hatte uebrigens Dustin Unrau (tysons bruder) das Lagerfeuer, was die anlaesslich seiner Taufe gehabt haben, nicht wirklich ausgetreten. Und ueber Nacht hat sich das hunderte Meter weit ausgebreitet und entlang des Highways ist jetzt fuer 150m alles schwarz. Das habe ich jetzt heir uebrigens schon ein paar Mal gesehen, Feuer. Viele Farmer brennen das ganze Gestruepp in den Waeldern ab und lassens einfach brennen, bis es dann ein anderer loescht, weil es zu nahe ans Haus rankommt.Auch David (Sawatzky) hat mir erzaehlt, dass sie selbst als Farmer einen grossen Loeschtruck besitzen, mit dem sie dann im Sommer so 2mal die Woche rausmuessen, weil irgendwo auf ihren Feldern Feuer sind. Entweder wegen heissgelaufener Maschinerie oder einfach nur wegen der Hitze. Scheint hier etwas ganz Alltaegliches zu sein.Okay aber zurueck zu Tyson, Dustin hatte also das Feuer nicht ganz ausgemacht und es hatte sich uber Nacht sehr weit ausgebreitet und sie haben es ueberhaupt nicht gemerkt. Bis sie dann nach der Kirche einer ihrer Nachbarn aufgeregt darauf aufmerksam gemacht hat.Also, wir haben einen tollen Nachmittag mit Tyson verbracht und ich bin erst spaet in der Nacht wiedergekommen, was sich fuer meinen Montagmorgen nicht ganz so gut gemacht hat.
PS: Ich weiss nicht, ob ich schon erwaehnt habe, dass Carl und Sara jetzt zusammen sind. Sie haben sich dafuer allerdings reichlich Zeit gelassen (7monate) und sind letztendlich zusammen gekommen.

Mr.Hoyak

Mein Geschichtslehrer, den ich mit sicherheit auch schonmal in meinem Blog erwaehnt habe, hatte waehrend meiner Zeit in Calgary einen Schlaganfall! Es war waehrend des Gym-Blasts (einer alljaehrlichen Veranstaltung, wo alle Schueler der Schule zusammen "spielen"), er hat sich nicht ganz so gut gefuehlt, ist nach Hause gegangen und hat dort den Schlaganfall gehabt. Er ist jetzt schon seit anderthalb Wochen im Krankenhaus und es geht ihm deutlich besser. Obwohl er 65 Jahre alt ist und naechstes Jahr sowieso in die REnte gehen will, laesst er sich es nciht nehmen die letzten Schulwochen noch zu unterrichten. Und wir koennen ihn wahrschienlich so gegen naechste Woche wieder erwarten. Die Schuelerschaft freut sich natuerlich, dass es ihm gut geht, obwohl er mit Abstand der strengste Lehrer ist und es auch meinen Noten gut tun wuerde vielleicht bei einem anderen Lehrer Endjahresexamen zu schreiben. Aber na ja, mal sehen...

Monday, April 09, 2007

spring soccer, there we go again...

Heute hat Fruehlingsfussball angefangen und wir haben gleich beim ersten Training so viel Spass gehabt, dass die Mannschaft gleich ein paar Extrarunden und Liegestuetze hinlegen durfte...
Das Tolle und der grosse Unterschied zum Fussball im Herbst ist, dass ich jetzt alle kenne. Nicht nur die Leute aus meienr Klassenstufe, sondern auch die anderen und so macht das gleich hundertfach mehr Spass und ich habe das Training sehr genossen, auch wenn es fuer Fussball noch wirklich kalt ist...
na ja, morgen frueh ist TrackPractice, die haben hier ein Trackteam (Sprints, Discuss, LongDistance und so weiter und so fort) und ich werde da einfach mal beitreten. Es kostet nur ein paar Dollars und ich kann koerperliche Fitness fuer Fussball gut gebrauchen...also ich muss morgen frueh raus

Calgary...let's go, FLAMES, let's go!!!

Wir sind also letzte Woche Mittwoch superfrueh (um 6:30Uhr!!!) nach Calgary aufgebrochen. Am Abend zuvor hatte ich das Packen so lange verschoben, dass ich letztendlich nur wenige Minuten am Abend noch hatte um meine Tasche zu packen. Und auch nur EINE Tasche war erlaubt, was sich als gar nicht so einfach erstellte, weil ich auch noch ein paar Sachen in Calgary kaufen wollte.Dennoch habe ich dann alles, zusammen mit einigen Essenssachen (schliesslich sollten wir uns ja selbst versorgen und ich wollte ja nicht eine Woche lang nur FastFood essen), in die Tasche gestopft und bin dann verschlafen in den Van gesetzt und gewartet, bis wir endlich all die anderen aus kleineren Gemeinden aufgesammelt hatten und die Reise beginnen konnte. Fuer den Van brauchten wir einen extra Fahrer und zwar weil es ein 15-Passenger-Van (also ein kleiner Bus) ist. Gluecklicherweise war der Vater von Cara (Dale Macdonald) ein Truckdriver und hatte deshalb eine solche Erlaubnis. Er hat also einen Teil unseres gesponserten Geldes bekommen und hat uns also den ganzen Weg nach Calgary gefahren (das ist ein gesamter Tag fahren, ohne Pause!). Dadurch, dass wir frueher als gedacht aufgebrochen sind, sind wir auch relativ frueh in Drumheller angekommen. Drumheller ist circa 1,5h von Calgary entfernt und ist sehr bekannt und zwar fuer die Dinosaurierausgrabungen, die dort stattgefunden haben. Dort wurden naemlich ein Grossteil der Skelette und Fossilien gefunden. Dementsprechend sah auch die Landschaft rund um Drumheller aus, augebuddelt und riesige Schutthuegel...Wir sind also so gegen 7Uhr in Drumheller angekommen und haben uns in unserem Hotel zurechtgemacht. Ungluecklicherweise hatte dieses Hotel keinen Pool, weil wir dachten, wir wuerden sowieso sehr spaet kommen. Wir haben also versucht uns etwas Anderes zu tun zu suchen. Das stellte sich aber als relativ schwierig heraus und zwar, weil Dale (driver) sofort ins Bett gefallen war (er war ja den ganzen Tag lang nur gefahren) und wir somit keine Moeglichkeit hatten, irgendwo hinzugehen, weil unser Hotel ziemlich weit weg vom Stadtcenter lag. Die einzigen Sachen, die wir machen konnten, waren: Essen im nahen Restaurant oder...ja, das wars auch schon.Bis dann Beau (Teichroew, Schueler aus meiner Klasse) auf einmal mit einer Superidee hervorkam und zwar wollte er einen der nahen Huegel erklettern. Das ist einfacher gesagt als getan, weil es langsam dunkel wurde, die Schneeschicht sehr eisig war und der Huegel gar nicht mal so klein war (so um die 350meter)...Aber da wir nun wirklich nichts Anderes zu tun hatten, haben wir uns also auf den Weg gemacht. Der Weg auf den Berg war gar nicht so schwierig vor allem, weil es nicht ganz so steil war und wir im ZigZag hochgeklettert sind. Oben angekommen haben wir aber etwas ueberrascht festgestellt, dass wir alle Kaktusstacheln in den Haenden hatten. Und zwar konnten wir das ja nicht fuehlen, weil es dafuer viel zu kalt war und anscheinend gab es hunderte Kakteen unter dem Schnee, die wir auch nicht sehen konnte. Als wir also oben angekommen unsere Haende aufgewaermt haben, hat es unheimlich angefangen wehzutun und an einigen Stellen zu bluten...Aber das war schnell an den Hosen abgewischt und dann haben wir unsere Freunde, die im Hotel geblieben waren, angerufen und sie gebeten Fotos von uns zu machen. Zwei der Maedchen haben sich dann aber auch noch spontan entschieden zu uns auf den Berg zu klettern und deshalb haben wir dann noch gut 45minuten auf sie gewartet. Waehrenddessen wurde es allerdings bitterkalt und der Wind frischte auch erheblich auf. Als die beiden dann endlich angekommen waren, war es so kalt, dass wir uns gleich wieder auf den Rueckweg gemacht haben. Wir wollten allerdings einen anderen Weg nehmen und haben uns deshalb schlichtweg fuer den naechstbesten Weg nach unten (ohne viel Ueberlegen) entschieden. Das hat sich dann allerdings spaeter als Fehler herausgestellt, weil diese Stellen auf der Sonnenseite lagen und wir deshalb den ganzen Weg nach unten geschlittert sind, was abundzu schonmal ziemlich gefaehrlich wurde, wenn man mal versucht hat anzuhalten. Ich bin zusammen mit den Maedchen relativ langsam (so langsam wie es eben ging) nach unten geklettert, waehrend die anderen beiden den schnelleren Weg gewaehlt haben. Das Ergebnis daraus waren eine aufgerissene Jacke und der andere War mit Schlamm bedeckt, weil da den ganzen Tag die Sonne raufgeknallt hatte und er direkt in eine Riesenschlammpfuetze gerutscht ist (stoppen war kaum moeglich;).Wir sind dann also schlammbeschmiert und sehr, sehr muede so gegen 10Uhr in unser Hotel zurueckgekehrt und ich bin ins Bett gefallen und bin nach ein bisschen Fernsehen auch gleich eingeschlafen.Am naechsten Morgen ging es dann relativ frueh zum Royal Tyrrell Museum, um uns nicht nur Ausgrabungsstaetten sondern auch Dinosaurierskelette und andere Modelle und Tiere anzuschauen. Das Museum hat mich eigentlich positiv ueberrascht, auch wenn es an die Qualitaet des Naturkundemuseums nicht ganz heranreicht.Anschliessend haben wir uns dann endlich auf den eigentlichen Weg nach Calgary gemacht und sind so gegen fruehen Nachmittag dort angekommen. Dort haben wir zuerst das TelusWorld of Science Museum besucht und dort zusammen mit hunderten von Fuenf-Jaehrigen alle moeglichen Sachen ausprobiert und mit rumgespielt (ich glaube, dass Museum war eher fuer Grundschueler, aber wir hatten trotzdem Spass...).Am Abend sind wir dann zur einer ziemlich grossen ShoppingMall gegangen und haben dort den Abend verbracht. Ich habe fuer mich zwei Paar kurze Hosen und eine neue Badehose gekauft, bevor wir dann zusammen wieder nach Canmore (ein anderer von Calgarys Vororten) aufgebrochen sind. Am naechsten Tag sind wir circa. 1h nach Banff gefahren. Banff ist selbst in Manitoba sehr bekannt fuer die Berge und es ist mit Sicherheit eine der schoensten Regionen Canadas. Und zwar ist das genau in der Mitte der kanadischen Rockies und man hat einen Superblick aufs Gebirge und auf das Touristenmetropol Banff. Heute war Wandern dran und wir haben uns auf einen 4meilen-langen Marsch entlang einer der Canyons gemacht. Wir haben dort supertolle Fotos geschossen von einem gefrorenen Wasserfall und einigen schon getauten Stellen. Und einige der Eiszapfen waren so lang wie die Baeume und allein die Baeume waren riesig. Ich bin dann zusammen mit ein paar anderen vom Pfad abgewichen und wir sind den einen Eisberg hochgekraxelt (ich weiss nicht wie man das buchstabiert:P) und haben dort oben an einer der getauten Stellen pures, kristallklares Bergwasser in unsere Flaschen gefuellt. Danach sind wir dann wieder nach unten geklettert und haben uns dabei ziemlich nass gemacht, weil man nie wirklich sagen konnte, was schon getaut war und was noch tief gefroren...Es hat uns eine ganze Weile gedauert, bis wir die Wanderung auf dem Pfad endlich beendet hatten und zwar, weil wir staendig vom Weg abgewichen sind und es wirklich supereisig war. Wir hatten alle keine Wanderstiefel dabei und der Pfad lag auf der stark sonnenbeschienen Seite des Berges und deshalb war die gesamte erste Schneeschicht zu dicken und sehr, sehr rutschigen Eis gefroren. Deshalb war der Weg den Berg hinunter auch dreimal so gefaehrlich, weil man groesstenteils die Baeume zum Bremsen benutzen musste und das bei dem ein oder anderen zu blauen Flecken und aufgeschlitzten Hosen oder Sweaters gefuehrt hat (auch ich habe einige blaue Flecke an Knien und Ellenboegen).Nach diesem doch relativ erschoepfenden Trip haben wir uns in die bekannteste Gondola Kanadas gesetzt und sind zur "Spitze der Welt" gefahren (so haben die es wenigstens genannt). Von dort aus hatte man eine tolle Sicht ueber mehrere Bergspitzen und wir haben dort relativ viel Zeit verbracht, bis die Sonne so stark wurde, dass ich es fuer meinen Teil kaum mehr aushalten konnte. Dort oben war uebrigens eine festgetretene Schneeschicht, die so um die 2m dick war, weil die anstatt es wegzuschaufeln einfach nur plattgewalzt haben...Wir haben uns dann also wieder in die Gondel auf dem Weg nach unten gesetzt, sind heil angekommen und haben uns dann zurueck auf den Weg nach Canmore gemacht, wo wir wieder in unsere Zimmer gegangen sind. Das Hotel hatte auch einen Pool, Hottub und Slide, sodass wir dann am Abend auch noch viel Spass hatten. Der naechste Tag war dann auch schon unser vorletzter und wir haben uns nach einem ausgiebigen Fruehstueck in Richtung Calgary Zoo gemacht. Dazu muss man sagen, dass der hier unheimlich bekannt ist. Und anscheinend einer der groessten Zoos im Umkreis ist (wahrscheinlich in gesamt WestCanada)...Wir sind also dort angekommen und es war relativ stuermisch und kalt. Die anderen Tage ueber war es immer sehr sonnig und warm (also kanadisch "warm") gewesen, aber halt nicht heute. Wir haben uns also eine Fuehrung angehoert ueber CanadianWildlife und anschliessend haben wir uns auf die eigenen Socken gemacht und den Zoo erkundet. Um ehrlich zu sein, war ich nicht so beeindruckt (der Zoo hatte ungefaehrt die gleiche Groesse wie der BerlinerZoo), aber der Rest der Gruppe war nicht zu halten, und hat sich mit kindlichem Eifer auf alles Moegliche gestuerzt. Wir sind also mehrere Stunden dort geblieben und haben viel Spass gehabt. Vor allem deshalb weil einige der Schueler, die letztes Jahr graduiert haben und die ich in den ersten paar Wochen meines Aufenthalts in Kanada kennengelernt hatte, nach Calgary gezogen sind und alle zum Zoo gekommen sind, sodass wir dann die Gelegenheit genutzt und mit ihnen geredet haben und herum gelaufen sind. Am Abend haben wir uns dann also in Richtung Saddledome aufgemacht. Das Eisstadion Calgarys, was auch schon relativ alt ist, weil es fuer die Olympischen Winterspiele hier gebaut wurde. Der Saddledome ist das Zuhause eines der besten Hockeyteams Canadas, der Calgary Flames, das uebrigens das EINZIGE canadische Hockeyteam ist, dass es in die NHL-PLayoffs geschafft hat (sowas wie die Championsleaque nur fuer Hockey eben und die kanadischen Teams ins wirklich gut!!!)...Wir sind ungluecklicherweise 5stunden zu frueh dort gewesen, sodass wir den Saddledome sogar mal ganz leer sehen konnten. Der hat sich dann aber so 2h bevor Start angefangen zu fuellen, und war 1h vor Beginn komplett gefuellt mit roten und blauen Fans. Und zwar war das Gegnerteam, das Team der Edmonton Oilers. Diese beiden Teams sind zwei der sehr wenigen TEams, die es in die us-amerikanische NHL schaffen (nur eine begrenzte Anzahl kanadischer TEams ist dort uberhaupt erlaubt). Und dazu kommt noch, dass diese beiden Teams aus ein und derselben Provinz Canadas kommen, Alberta. Die Konkurenz und auch die Feindschaft, war also unheimlich hoch, was waehrend des Matches fuer zahlreiche Kaempfe und dreimal Blutpfuetzen auf dem Eis gesorgt hat. Die Pfuetzen sind sofort gefroren und musste dann mit einem "Eiskratzer" runtergekratzt und zusammengefegt werden (mehrere der Spieler haben bei dem Spiel den ein oder anderen Zahn verloren...).Das Spiel an sich (ausser die Kaempfe) war gar nicht so toll und das Publikum war erstaunlich still. Was wahrscheinlihc daran lag, dass es eines der wichtigesten Matchs fuer the Flames war, weil sie das gewinnen mussten, um sich von selbst in die Playoffs zu spielen. Gegen Ende der ersten (der drei) Periods jedoch wurde verkuendet, dass eine anderes Spiel des Tages zu Gunsten von Calgary ausgegangen war und sie deshalb von einem anderem Team in die PLayoffs katapultiert wurden.Die folgenden beiden Periods waren grossartig und selbst die Schueler aus meiner Schule, die das Spiel am Fernseher mitverfolgten, haben mir bestaetigt, dass es eines der besseren Spiele war und wir wohl wirklich Glueck haetten (und das nicht nur wegen der Kaempfe...).Als eines der ganz grossen Extras hatte die am Anfang, bevor es eigentlich losging, eine tolle Licht/Lasershow and am Ende dieser und auch mehrere Male im Spiel haben die riesige Flammen in der Kuppel und an den Seiten des Stadions (da wo keine Zuschauer sassen) abgefackelt und die Hitzewelle war enorm. Und ich sass relativ weit weg und konnte es heiss auf der Haut spueren, ich will gar nicht wissen, wie das ist, dichter dran zu sitzen. Und dieses Licht/Flammenspektakel haben sie natuerlich dort wegen des Namens-->Flames...das Spiel war dann so gegen 11Uhr zu Ende (es hatte 8Uhr angefangen) und wir haben uns praktisch sofort auf den Heimweg gemacht, was sich als gar nicht so einfach herausstellte, weil jeder der 20.000Fans ja nach Hause wollte.Wir hatten also erstmal Schwierigkeiten den richtigen Ausgang zu finden und es hat uns gut und gerne eine Stunde gekostet, bis wir aus dem Fanverstopften, feiernden Calgary wieder herausgekommen sind.Wir sind sehr spaet in unserem Hotel in Strathmore (east von Calgary) angekommen und haben uns, da wir sowieso wieder in 7h haetten aufstehen muessen, entschieden, die ganze Nacht wachzubleiben, wir sind also ein bisschen durch Strathmore gewandert und haben so gegen Mitternacht eine kleine Mahlzeit in eines der 24/7 Restaurants Strathmores gekauft. Dann sind wir wieder zurueck ins Zimmer und haben uns dort die Zeit mit Filmen und so weiter vertrieben. Um 5Uhr morgens gabs dann Fruehstueck und wir sind gegen 5:45Uhr wieder in Richtung Manitoba, macgregor aufgebrochen, wo wir dann auch am Abend gegen 8Uhr angekommen sind. Ich bin dann gleich todmuede ins Bett gefallen mit dem Gedanken, dass das Reisen nach Regina, Wyoming und Calgary nun erstmal ein Ende hat und ich mich fuer die naechsten Wochen erstmal zuruecklehnen kann.Aber auch mit dem Gedanken, dass das wahrscheinlich die erlebnissreichste Zeit meines Lebens war...und auch die stressigste;)

Tuesday, April 03, 2007

Salt Lake City, Utah...heck yeah!

Am Abend des Donnerstag hat es wieder unglaublich angefangen zu schneien und dadurch waren wir sehr besorgt um unsere geplante Fahrt nach Salt Lake City, Utah, was ungefaehrt 6-7h weit weg ist. Die Interstates rund um Laramie waren schon am Abend noch alle geschlossen und unsere Hoffnung war anscheinend aussichtslos. Es gab keinen Weg in oder aus Laramie. Und selbst in einem Notfall koennte man nur mit dem Helikopter vielleicht in die naechste Stadt kommen. Und "vielleicht" auch nur deshalb, weil der Wind so stark war, dass man hoechstwahrscheinlich auch nicht mit einem Hubschrauber durchgekommen waere.Wir sind also praktisch ohne Hoffnung ins Bett und ich habe mich langsam mit dem Gedanken abgefunden, dass aus unserer Reise nach Utah wohl nichts wird.Am naechsten Morgen jedoch war strahlender Sonnenschein und ich habe mich gleich aufgeregt vors Radio gesetzt und dem Wetter-/STrassenbericht zu hoeren, um dann ueberrascht herauszufinden, dass immer noch alle Highways gesperrt waren. Anscheinend hatte es die Regionen oestlich von uns (Utah) noch haerter getroffen als uns. Wir haben also den Morgen mit dem Spiel "pocket tanks" verbracht, was uebrigens ein tolles Spiel ist (free download:P).So gegen fruehen Mittag haben wir dann aber einen ganz aufgeregten Anruf des Gastvaters bekommen, dass wir wohl doch gehen koennten und wir sollten in den naechsten Minuten fertig gepackt vor der Tuer auf ihn warten. Wir haben also in Windeseile alles in die Taschen geschmissen und haben uns dann zusammen mit Laurn auf den Weg gemacht.Es war eine 8h lange Fahrt, die normalerweise nur so gegen 5-6h dauert. Auf der Fahrt haben wir so um die 6 Trucks neben der Strasse liegen sehen und einige hatten sich sogar ueberschlagen und obwohl Laurn so langsam gefahren ist, hat das Auto trotzdem einmal eine ziemlich lange Schlitterbahn abgelegt. Das war ganz schoen unheimlich:PWir sind dann aber trotzdem relativ spaet am Abend in Salt Lake City angekommen, was eine superschoene Stadt ist und die Fahrt dorthin und alle Vororte waren einfach supertoll (vor allen Dingen Provo mit der wunderschoenen Skilandschaft!!!)Wir haben dann schnell mit Hilfe von Lucas' Gastbruders (der lebt in einem der Vororte)Beschreibung die naechste Mall aufgesucht und ganze 5 Minuten (!!!) Zeit gehabt einzukaufen. Natuerlich haben wir auf die Schnelle nichts Supertolles gefunden und so haben wir uns dann auch wieder ins Auto gesetzt. Allerdings hatten wir dann doch noch etwas Zeit, um den grossen Mormonen-Tempel in Salt Lake City zu besichtigen. Salt Lake City ist so ziemlich die Hochburg mormonischen Glaubens und deshalb stehen hier auch die ganz grossen Tempel und es gibt hier sehr viele Kirchen. Trotzdem hatten wir es sehr eilig, sodass sogar fuer das kaum Zeit war und der Grund fuer unsere Eile war folgender: Lucas Gastvater, Laurn Wilhelm, war 1963 auf einer drei-jaehrigen Mission in Westberlin, das ist auch der Grund, weshalb er fast fluessig Deutsch spricht. Die Mitglieder dieser Mission treffen sich nun jedes Jahr im Fruehling in Salt Lake City und besprechen Neuigkeiten oder tauschen einfach nur Erfahrungen aus. Das ist also auch der Grund, warum wir ueberhaupt in Utah sind; er moechte uns gerne dieser Gruppe vorstellen und uns dorthin als kleines "Geschenk" mitbringen. Wir haben uns natuerlich auch super drauf gefreut und sind dann mit allerhoechsten Erwartungen zur Kirche gegangen, wo das ganze stattfinden sollte.Wir haben uns dann schnell im Badezimmer umgezogen (man wollte ja chick gekleidet sein) und haben uns dann auf in die Halle gemacht, wo schon ein Grossteil der Gaeste sass. Natuerlich waren Lucas und ich mit Abstand die Juengsten und dadurch dass die meisten Tische schon ziemlich voll waren, haben wir uns dann erstmal allein mit Laurn an einen Tisch gesetzt. Lucas und ich waren natuerlich die ganze Zeit ueber im Rampenlicht schon allein deshalb, weil Altersunterschied zwischen uns und jedem anderen in dem Raum sicherlich mindestens 40 Jahre war.Wir haben uns also hingesetzt und dann auch gleich auf der anderen Seite der Halle ein riesiges Buffet gefuellt mit deutschen Koestlichkeiten erspaeht. Sachen, die wir seit Monaten nicht zu Gesicht bekommen hatten, zum Beispiel: Pumpernickel, richtiges Brot, wirklich guten Kaese und allerlei Wurstsorten. Dann gabs auch noch mehr typisch Deutsches wie Fassbrause!!! und auch Berliner (Dessert)...wir hatten uns also nicht zu beklagen. Und alleine fuer das Essen hat es sich gelohnt die 8h zu fahren! Zumindest find dann das "Programm" an, worin Deutschland und dessen Freundlichkeit in den hoechsten Toenen gelobt wurde und dann wurden kleine Preise vergeben, fuer die unterschiedlichsten Sachen. Zum Beispiel: "Wer hat die meisten seiner Kinder auf die selbe Mission geschickt?" oder auch "Wer ist am laengsten verheiratet?" und selbst Lucas und ich haben was gewonnen und zwar auf die Frage "Wer kommt von am weitesten weg?"...und das waren wir. Wir haben uns also unseren Preis (eine DVD ueber den Kreuzzug Jesu-->mormonische Perspektive) abgeholt und in diesem Moment ist wohl auch dem letzten in der Halle aufgefallen, dass wir eigentlich nicht wirklich dahineingehoeren. Wir wurden also gebeten uns vorzustellen (irgendwie war schon durchgesickert, dass wir aus Deutschland kommen; nur haben die meisten ungluecklichweise auch Laurn fuer einen Deutschen gehalten...) und das haben wir dann auch getan. Nachdem wir uns dann vorgestellt hatten, was unser Tisch gar nicht mehr so leer und wir hatten kaum Zeit unser Essen runterzukriegen als auch schon "Bruder Uchtdort" den Raum betrat. Dazu muss ich jetzt aber erstmal erklaeren, dass die mormonische Kirche einen Fuehrer (Praesidenten) und 12 Apostel hat. Diese sind die maechtigsten Glieder dieser Kirche. Und einer dieser 12Apostel ist Dieter Uchtdort. Er ist in Deutschland aufgewachsen (im Osten), ist so um die 50Jahre alt und ist sehr freundlich. Er ist sofort auf uns zugekommen und hat gute 20minuten mit uns geredet. Und wir haben uns schon sehr geehrt gefuehtl, vor allem, weil es anscheinend so eine "ganz tolle Sache" ist, mal mit einem der Apostel ueberhaupt sprechen zu koennen. Nach diesem Gespraech (ueber alles Moegliche) mussten wir dann unser Mahl auch abbrechen (wir hatten kaum was runter bekommen), weil der Apostel dann eine Rede halten sollte (so viel Zeit hatte er ja nun auch wieder nicht).Seine Rede war (auch obowhl ich kein Mormon bin) sehr bewegend. Er hat seine Brueder und Schwestern zum Glauben aufgerufen und seine Lebensgeschichte dargelegt. ER ist in Ostdeutschland aufgewachsen und obwohl es nicht einfach war, ist er Pilot geworden. Anschliessend ist er nach Texas gegangen, um dort seine Ausbildung zum Kampfpiloten abzuschliessen. Daraufhin ist er wieder zurueck und hatte sehr viele Jahre fuer die Lufthansa die Boeing 747 geflogen, bis er dann letztendlich zum Apostel ernannt wurde und da dass ja eine ganze Menge Zeit in Anspruch nimmt, hat er dann seine Karriere als Pilot auch bleiben lassen.Nach dieser Rede gabs dann noch ne Hymne und einige Gebete und dann gings auch fuer jeden wieder nach Hause. Wir haben das Gewimmel der Abreise der anderen genutzt, um uns noch ein paar dutzend Butterbrote zu schmieren und haben uns dann auch uaf den Weg gemacht und zwar zu Lucas' Gastbruder. Er lebt in einem Vorort von Salt Lake City und geht dort mit seiner frischverheirateten, schwangeren Frau zur Schule. Wir haben uns allerdings auch nur kurz mit denen unterhalten und sind dann auch schon ins Bett. Lucas und ich haben uns "Ocean's Eleven" angesehen, waehrend Laurn ja schon wieder Kraft fuer den Rueckweg tanken musste.Am naechsten Morgen, frueh, haben wir uns dann auf den Weg gemacht und haben den Weg, zwar etwas hungrig, aber ohne Probleme zurueck nach Laramie gemacht.Ich habe dann auch meine eigene Gastfamilie angerufen und sie wissen lassen, dass ich zuhause sei und sie mich abholen kommen koennten. Ich war dann aber ueberrascht festzustellen, dass sie Colorado noch gar nicht verlassen hatten und auch nicht bis zum spaeteren Nachmittag hier sein wuerden. Ich war also etwas aergerlich und musste mir eine andere Beschaeftigung suchen. Und dann fiel mir auch shcon ein, dass das Finale der UniversityGirls heute sein wuerde. Ich habe dann auch schon sofort Laurn gefragt und mich erkundigt, ob wir da vllt hingehen koennten. Allerdings kam daraufhin auch gleich die ernuechternde Antwort, dass die Tickets wohl schon nach wenigen Stunden des Abends des Halbfinales ausverkauft gewesen waeren.Also ging das auch nicht. Oder vielleicht doch? Einer von Laurns Arbeitskollegen geht wohl immer zur Halbzeit hin und dnan lassen sie ienen ohne Kartenkontrolle kostenlos rein. So haben wirs dann auhc gemacht und ehe man sich versieht, waren wir auch shcon unter groehlenden Fans und haben der 20Punktefuehrung unseres Teams mit Freude zugesehen. Das Match war nicht annaehrend so toll wie das andere, weil Wyoming keine Probleme zeigte, dieses Team zu schlagen und so war es dann am Ende auch und wir konnten einen tollen Sieg unseres Teams feiern. Saemtliche Studenten sind aufs Feld gestroemt und das Team wurde mit Lieder, Gesaengen und viel Applaus gefeirt. Auch vorgedruckte Broschueren ueber den Sieg des TEams wurden rumgegeben. Selbst T-Shirts waren schon vorgedruckt (allerdings nur in begrenzter Anzahl, weil ja uach die Moeglichkeit einer Niederlage bestand) und diese wurden dann an Spieler und deren Familien weitergegeben. Und da sah ich meine Chance; ich habe mir den Weg durch die Massen gebahnt und denjenigen, der die Shirts verteilt hat, angefleht mit eins zu geben. Aber der bliebt steinhart und auch ich habe nicht klein beigegeben und bin dort geblieben. Er hat sich dann die letzten Shirts unter den Arm geklemmt und hat sich auf die Richtung zu den Spielerfamilien gemacht (auch ich hatte mich schon zum Gehen umgedreht) als er sich ein letztes Mal umwandte und mir mit einem Laecheln das Shirt ins Gesicht geschmissen hat. Das war ein toller Moment, der allerdings nicht lange von Dauer war, weil Lucas (der etwas neidisch auf das Shirt war, schliesslich hatten das nur Spieler, deren Familien und ICH bekommen) mit Laurn telefoniert und festgestellt hatte, das meine Gastfamilie auf dem Weg nach Cheyenne sei und mich nun gerne auch treffen wuerde. Wir sind also schnell nach Hause, ich habe meine Tasche gepackt und dann haben wir uns auch shcon auf den Weg nach Cheyenne gemacht (50miles). Wir haben sie dann dort auch schnell getroffen, der Abschied von Lucas fiel aufgrund der Eile auch nicht ganz so schwer und schwups sass ich shcon wieder im Auto auf der Fahr tnach Canada.Es war eine Fahrt wie jede andere nur ein zwei Dinge sind erwaehnenswert:Und zwar haben wir die Nacht in SouthDakota verbracht. Am naechsten Morgen haben wir uns dann mit einer Tour durch die Berge die wunderschoene Landschaft und auch Mt. Rushmore angesehen! Es war sehr beeindruckend und wir haben dort eine tolle Zeit gehabt. Ach uebrigens hatte mein Gastbrude sein Versprechen war gemacht und 2 Chihuahuas in Texas gekauft, mit denen hatten wir allerdings keinerlei Aerger und mussten sie nur abundzu mal rauslassen. Auch hatte er sich einen portablen DVD-player gekauft und wir haben uns auf dem Rueckweg bestimmt etliche Filme angesehen!Wir haben uns also SouthDakota angesehen und uns dann aber auch den Weg durch NorthDakota nach canada gemacht. So gegen Mitternacht sind wir dann auch an der Grenze angekommen und zu unserer grossen Ueberraschung war sie geschlossen!!! Und ich hatte echt die Nase voll, auf der Hinfahrt das Problem mit den Boxen und nun das...Wir haben also umgekehrt und sind die 150meilen zur naechsten Grenzstation gefahren, die dann aber auch offen hatte (endlich....). Dummerweise konnten wir nun aber nicht die Boxen von dem Farmhaus abholen, aber das scheint wohl kein Problem fuer Henry Zacharias zu sein, er meinte, er wuerde sie selber abholen (ist ja nur 170meilen-->ein Weg!!).Wir haben uns also auf den Heimweg gemacht (The Notebook hat mir und Sara die Zeit vertrieben) und dann MacGregor auch heil und so gegen 2am erreicht. Am naechsten Morgen bin ich dann auch erst zur zweiten Haelfte des Tages zur SChule gegangen....und mittwoch morgen um 6am!!! gehts auch schon nach Calgary...(man, im pumped)