Sunday, December 31, 2006

Ice-Fishing


Dadurch dass mein Hostbrother Neal wie beschrieben mit gefangenen Fischen nach Hause kam, hat er uns auch alle gleich eingeladen ihn am naechsten Morgen zu begleiten.
Wir sind dann zusammen alle an die selbe Stelle gefahren, wo er den Tag zuvor mit seinen Freunden war. Wir haben eine echte Angel und Hockeysticks mit Angelsehne benutzt, das hat aber auch voellig ausgereicht. Wir haben in den ersten 30min nichts gefangen und uns deshalb daran gemacht, das Feuer anzufachen, was bei diesen Temperaturen nicht gerade ein Kinderspiel ist. Kurz darauf haben Neal und Sara ihre ersten Fische gefangen und es war ziemlich aufregend vor allem deshalb, weil die Fische zwar nicht supergross waren, aber unheimlich viel Kraft hatten und dadurch, dass wir duch ein Loch im Eis fischen mussten, war es nicht gerade einfach die Kontrolle zu behalten...Was auch erwaehnenswert ist, dass das Eis seltsame Toene von sich gab. Es knirschte und knarzte und einmal als wir alles um das Feuer standen, hat es etwas geknackt und wir haben uns wieder ueber die gesamte Flaeche verstreut. Ich habe dann auch meinen ersten Fisch gefangen und war damit nicht der letzte (-->Henry:P). Er hat dann aber im Ausgleich die meisten Fische gefangen (14 glaub ich), ich habe mich viel ums Feuer gekuemmert, dadurch habe ich "nur" 9 gefangen...Im Grossen und Ganzen haben wir ca. 35 Fische gefangen (Neal hat auch ziemlich viel gehabt); anschliessend haben wir dann angefangen die Fische auszunehmen, Neal hat uns gezeit wie's geht und wir haben daraufhin mehr oder weniger bereitwillig mitgeholfen. Es war eine ziemlich ekelhafte Angelegenheit, obwohl es eigentlich so kalt war, dass man es weder riechen konnte oder den ganzen Schleiman die Haende bekam. Wir haben dann die ganzen Filets in Plastiktueten und Zeitungspapier gepackt und sie mit nach Hause gekommen. Sobald die gesamten Fischschuppen und andere "Bestandteile" begannen aufzutauen, fing es an zu riechen und wir haben bei Freunden halt gemacht um unsere Haende und Jacken zu waschen. So richtig geholfen hats aber nicht, meine Jacke stinkt immer noch;)
Und heute ist New Year's Eve, wie schon gesagt, das ist hier in Kanada nicht ganz so ein grosses Event und dadurch dass man Feuerwerk das ganze Jahr ueber kaufen kann, ist auch das nicht so wichtig hier. Ich werde also gleich zu Freunden gehen und dort wahrscheinlich die Nacht verbringen. Am 2. bis zum 4. werde ich dann zusammen mit Kurtis und Michael nach Winnipeg fahren und dort in Kurtis' Appartement bleiben (er studiert Physik in Winnipeg).Darauf freue ich mich schon, jetzt muss ich aber erstmal meine Freunde anrufen und sehen, was wir machen koennten...

Wednesday, December 27, 2006

Weihnachten und the Grand Forks in North Dakota



Ach ja, mein Weihnachtsfest hier in MacGregor.
Mein Gastbruder und seine Frau sind drei Tage vorher aus BC heirher gekommen und haben sowohl viel Zeit mit uns als auch mit Unraus verbracht (das ist die Familie von Melissa). Den ganzen Tag bevor Weihnachten haben wir mit Spielen und Kirchenmessen verbracht. In der Nacht bevor Weihnachten habe ich dann zusammen mit Neal, Carl und Sara die Poker-Meisterschaften in Toronto im Fernsehen gesehen. Wir haben alle am Anfang einen der Poker-Player ausgewaehlt und ihn dann angefeuert. Das Tournament ging bis 2:30Uhr am Weihnachtsmorgen. Neal's Chinese Guy won. Und meiner ist als erstes ausgeschieden, aber ncihtsdestotrotz sind wir dann zu Bett gegangen (wir haben alle auf einer ziemlich grossen Matratze vor dem Weihnachtsbaum geschlafen). Am naechsten Morgen sind wir dann alle relativ frueh aufgewacht (ich hatte so ungefaehr 4h Schlaf;) und haben uns daran gemacht unsere Geschenke auszupacken...
Jeder war sehr zufrieden; es gab Stuehle, Geschirr, Bettbezuege, einen Ipod, Buecher, Schuhe, Kleidung und andere tolle Sachen. Ich habe Folgendes bekommen: einen tollen Guertel von meiner Gastschwester, einen Zippo-lighter aus den USA von Neal und Melissa, einen Data-Traveller (4Gb) von meiner Gastmutter und ich habe mir selbst Ski-pants geschenkt,weil ich ansonsten beim Snowboarden einen kalten po bekomme:P
Gleich nach dem Mittagessen sind wir dann in Richtung Winkler aufgebrochen (ungefaehr 2h entfernt, Tina, Henry und ich), wo wir ein paar Freunde besuchen wollten (die die wir auch schon am Anfang des Jahres besucht haben) und dann mit denen nach GrandForks in die Staaten fahren wollten. Wir sind dann auch bald aufgebrochen und nach ungefaehr 30min haben uns die US-amerikanischen Zollbeamten einer kompletten Durchsuchung unterzogen. Und ich dadurch, dass ich nicht kanadischer Staatsbuerger bin, musste meine Fingerabdruecke abgeben, Foto machen lassen und alle moeglichen persoenlichen Daten abgeben; habe dann ein Visum bekommen, was mich berechtigt bis 25.Maerz wannimmer ich will in die Staaten zu kommen. Ich musste natuerlich auch alle moeglichen Fragen beantworten: "Have you ever been involved in any criminal actions in the states? Or are you planning on doing so?". Also, selbst wenn, wuerde ich doch nicht mit yes antworten! Aber wasauchimmer, ich habe dann also diese Karte bekommen, die ich bei der Ausreise aber wieder abgegeben habe und zwar, weil ich, falls ich vor dem 25.Maerz nciht in die Staaten kommen sollte und des demzufolge nicht abgeben kann, ganz schoen Aerger kriege, weil die dann naemlich glauben dass ich immer noch in denStaaten bin und anfangen mich zu "suchen".
Als wir dann nach 90min weiterer Fahrzeit in Grand Forks (nicht ganz so gross wie Winnipeg aber ziemlich dicht dran) angekommen sind, was es schon relativ spaet und wir haben uns gleich auf die Suche nach einem Hotel gemacht (musste unbedingt Rutsche, Hottub und grossen Pool haben). Anschliessend haben wir uns dann auf die Suche nach einem Restaurant gemacht, was sich als sehr schwierig herausstellte, da es zwar sehr spaet, aber immernoch Weihnachten war. Wir haben dann aber letztendlich eins gefunden und sind dann auch irgendwann nach einem ausgiebigen Poolbesuch und einem Film und mehreren TV-shows zu Bed gegangen. Am naechsten Morgen nach einem erneuten ausgiebigen Pool-Besuch und zwei Coffee mit so viel Amaretto, dass man den Kaffee gar nicht mehr schmecken konnte:P, sind wir dann relativ frueh in Richung Malls aufgebrochen. Wir hatten sehr viel Spass und dadurch, dass Boxing Day war, gab es zwischen 30-60% Rabatt auf alles! Und wir haben auch ein paar Sachen kaufen koennen. Das Highlight des Tages war mit Sicherheit der riesige Cabela's Store (hunting brand) mit all den Gewehren, Schrotflinten, Messern, Boegen, Armbruesten, Kleidung und auch gefakten Jagdtrophaen.
Wir haben also den ganzen Tag in unterschiedlichen Malls und Stores verbracht und auch viele tolle Sachen gesehen und manches gekauft. Am Abend haben wir uns dann wieder auf den Weg hier nach Hause gemacht. Nach 50min sind wir dann an der kanadischen Grenze angekommen und ich habe mein Visum an der US-amerikanischen Zollstation abgegeben. Tina musste 44$ bezahlen, weil sie Waren ueber einem bestimmten Wert gekauft hat. Aber unsere Soft-Air-Pistolen und die beiden Armbrueste fuer Henry und Cornie (der Sohn der Familie Fast, aus Winkler) haben sie nicht gefunden, ansonsten haetten wir die entweder abgeben oder zurueckbringen muessen...
Wir haben dann kurz in Winkler zwischengehalten und dort einige Stunden verbracht, bevor wir wieder nach MacGregor aufgebrochen sind.
Oh. jetzt muss ich aber hier aufhoeren. Mein Gastbruder Neal ist gerade nach hause gekommen. Er war ice-fishing gegangen und ist gerade zurueckgekommen. Er ist mit einigen seiner alten Freunde gegangen und sie haben im Grossen und Ganzen ca. 60 Fische gefangen, aber nciht nur so ne kleinen sondern so zwischen 3-4feet...
Er hat 5Exemplare fuer Tina und uns mitgebracht (die waren natuerlich gefroren). Er hat sie dann zum Auftauen in die Badewanne gelegt und sich erstmal gruendlich die Haende gewaschen. Zu unserer aller Ueberraschung sind zwei der Fische aufgewacht und schwimmen jetzt munter in unserer Badewanne. Deshalb sollte ich jetzt besser SChluss machen und mich daran machen, dieses kleine Problemchen in unserem Waschraum zu belegen...
auf dann...

La Riviere-->Snowboarding! Heck Yeah!


Ich bin am 23.12 zusammen mit zwei Schulkameraden (Lucas Robinson and Sheldon Penner) an die Grenze zu den Usa in ein ziemlich grosses Skigebiet gefahren (es hat insgesamt 5-7km Pisten, was fuer die Praerie hier schon ein halbes Wunder ist).
Wir sind also ziemlich frueh aufgebrochen, weil das Skigebiet um 9 Uhr oeffnet und wir vorher noch mein Snowboard von nem anderen Schulfreund abholen mussten; ausserdem duaert die Fahrt allein schon fast 2h.
Als wir dann angekommen waren, das Liftticket gekauft haben und die gesamte Ausruestung angelegt haben (ich war ehrlich ueberrascht, wie gut alles gepasst hat-->als haette ichs selber gekauft;), konnte es auch schon losgehen. Meine Ausruestung war und ist wirklich klasse. Und wenn ich am Ende des Jahres immer noch so gern Snowboard fahre (und mir nichts gebrochen habe), dann bring ichs mit nach Deutschland.
Die ersten 2h haben sie damit verbracht mir die Grundregeln des Snowboardings beizubringen, anschliessend haben sichdie beiden dann daran gemacht, die Zeit in Half-Pipe und Skating-park zu verbringen.
Ich habe dann die weiteren 2-3h auf dem "Bunny-Hill" verbracht, bevor ich mich auf die groesseren Pisten gewagt habe. Bevor irgendjemand fragt, ja ich bin hingefallen. Und auch nicht nur ein paar Mal sondern relativ haeufig...
Am Ende des Tages (so gegen 17:30Uhr) haben wir dann zusammen eine Schlussbilanz gezogen. Die beiden waren sich einig, dass ich fuer meinen ersten Tag gar nicht schlecht war und zwar vor allem, weil ich es vollbracht habe eine 5-feet-Reling entlangzugleiten...
Ich weiss, das hoert sich jetzt nicht so schwierig an, aber man muss erstmal auf die draufspringen und dann auch noch fuer 2sekunden draufbleiben und ordentlich landen. Lucas und Sheldon haben aber selbst mit der 40-feet-rail keine Probleme mehr und koennen anschliessen am Ende auch noch einen 360-Sprung hinlegen. Schon irgendwie beeindruckend.
Ich denke uebrigends darueber nach, mir einen Season-Ticket zu kaufen (269$), weil die mich wahrscheinlich bis zu 3-4mal die Woche mitnehmen werden. Und dadruch dass die beiden auch solche Tickets haben, kriege ich das Geld bestimmt wieder "rein".
Aber erstmal sehen und warten bis meine blauen Flecken an Knien und *****abheilen...danach gehts weiter;)

Monday, December 18, 2006

Chinese Armwrestling, "Soccer", Garbage-Locker

Letzte Woche hatte ich wahrscheinlich den daemlichsten Tag, den ich jemals hier in Kanada hatte. Es fing an mit meiner Physikstunde, in der ich gefragt wurde, ob ich einen meiner Klassenkameraden im Armdruecken versuchen wolle. Ich habe natuerlich eingewilligt, vor allem weil meine Chancen gar nicht mal so schlecht aussahen.
Wir haben also eine spezielle Form des Arm-wrestlings ausgeuebt und zwar macht einer der Teilnehmenden eine Faust, der andere greift sie und dann versucht jeder den anderen runterzudruecken. Ja und derjenige der keine Faust gemacht hat, laesst dann urploetzlich los und die Faust schlaegt einem selbst ins Gesicht. Ja und genau das ist mir auch passiert. Ich habe mir also mit aller Kraft auf die Nase gehauen...ja, es hat wirklich weh getan.
Ich habe mich in diesem Moment wirklich doof gefuehtl, weil das jeder kannte, einer von den superalten Tricks;ja, nur ich halt nicht...(zum Glueck habe ich kein Nasenbluten gekriegt, das waere ja noch Schoener gewesen)
Gestern musste ein jeder Schueler seinen Locker aufraeumen und zwar, weil ueber Wochen mehr und mehr Fruchtfliegen in unserer Schule aufgetreten sind. Jeder Schueler wusste warum, nur halt die Lehrer nicht. Einer meiner Mitschueler hatte sich anfang des Jahres entschieden seinen Locker aufzugeben und ihn in einen Muelleimer zu wandeln. Also haben so durchschnittlich ein bis zwei Schueler pro Tag die Reste ihres Lunches dort entleert. Das ist der Grund fuer die ganzen Fruchtfliegen und den Gestank in einem gesamten Hallway.
Nun ist aber gruendlich sauber gemacht worden und es gibt keine Fruchtfliegen in unserer Schule mehr, solange die nicht anfangen zu brueten:P
Ja und der letzte Punkt fuer heute ist "Table-Soccer". Ein kleines Spiel, was ich zusammen mit meinen Freunden in Niverville gelernt habe. Es funktioniert folgendermassen!
Man braucht: 3Muenzen gleicher Groesse, eine glatte Tischoberflaeche
Man ordnet die Muenzen in einem Dreieck an und schnippst sie dann auseinander. Nun schiesst man immer die letzte Muenze durch das "Tor", das die anderen beiden bilden. Der jeweils andere Spieler haelt seine Haende so, dass sie ein Tor bilden. Ziel des Spiels: den "Ball" ins Fingertor zu schiessen. Es macht wirklich viel Spass und ich brings euch bei sobald ich zurueckkomme:P
bis dann...

Niverville


Ich bin im Basketball-Team! Ich bin zwar nicht der beste "Shooter", aber ich kann das Spiel ganz gut aufbauen und bin damit als "PointGuard" gar nicht so schlecht. Ich bin also letztes Wochenende zu meinem ersten Tournier mit meiner Mannschaft gefahren, dazu muss ich sagen, dass ich gluecklicherweise in einem aussergewoehnlich guten Team bin; sie haben letztes Jahr die "Praerie-Meisterschaften" gewonnen, sind also die besten aus Manitoba and Saskatchewan.
Wir sind also nach Niverville gefahren um an dem dortigen Tournier teilzunehmen.
Wir haben die Nacht in Steinbach verbracht, wo wir in einem sehr schoenen Hotel untergekommen sind. Es ist keinem von uns je vorher passiert, aber wir sind tatsaechlich im Fahrstuhl stecken geblieben!!!
Es passierte, als wir vom Pool zurueckkamen, fast das ganze Basketballteam, nass und halbnackt(was sich spaeter als gut erweisen sollte). Wir sind also das erste Mal mit diesem einen Fahrstuhl im Hotel gefahren und haben wie eigtl immer ein bisschen rumgealbert, so von wegen: " Waer ja ganz lustig, wenn wir stecken bleiben wuerden..."
Und dann sind wir doch tatsaechlich stecken geblieben, es liess sich dadurch bemerken, dass sich die Fahrstuhltuer auch nach mehreren Minuten nicht mehr oeffnen lassen wollte.
In dem Fahrstuhl waren das gesamte Basketballteam (wo auch ziemlich kraeftig/athletisch gebaute Typen dabei sind) und eine Familie (bestehend aus dem Vater und seinen beiden 6-8-jaehrigen Toechtern).
Der Fahrstuhl war also offensichtlich nicht ueberladen, es hiess, 16 Personen; wir waren gerade mal 12 (mit einigen Playern, die nicht ganz so schwer sind; und zwei kleinen Maedchen).
Wir haben natuerlich sofort saemtliche Alarm-Tasten betaetigt und ueber das angebrachte Telefon die Rezeption angerufen, die haben uns dann versichert, dass Hilfe im Anmarsch ist und unser Coach hat mit uns ueber das Telefon gesprochen. Dadurch, dass wir alle jung und voller Elan sind, haben wir die Zeit im Aufzug mit Humor verbracht; auch wenn es waermer und "stickiger" wurde...was mich ehrlichgesagt ueberrascht hat, ist, dass die Kinder so ruhig geblieben sind, ich glaube der Grund war, dass wir keinerlei Anzeichen von Panik oder Furcht gezeigt haben.
Wir haben also zusammengenommen 35minuten in dem Fahrstuhl verbracht und ich glaube die einzigen die waehrend dieser Zeit ernsthaft besorgt waren, waren der Vater und unser Coach.
Wir sind dann letztendlich auch rausgekommen, alle etwas verschwitzt und wirklich muede...Als wir uns dann auch noch die Vorwuerfe der Hotelmanagerin anhoeren mussten, wurde es unserem Coach wirklich zu viel und er hat der Managerin ruhig aber mit einem Unterton in der Stimme, bei dem man besser nicht widerspricht, klar gemacht, dass es nicht unser Fehler war und sie uns deshalb nicht zurechtzustutzen hat. Wir haben dann in der Nacht viel geschlafen und uns damit auf den naechsten Tag und damit das Tournier vorbereitet.
Wir haben also am Samstag 3 Spiele gehabt. Ich durfte imm ersten Spiel nciht auf den Platz, weil es ein ziemlich knappes Ergebnis war und der Coach (Myron Friesen) das Spiel unter keinen Umstaenden verlieren wollte (er ist sehr, sehr ergeizig und wir auch ziemlich laut, aber er meint er wirklich nicht so und ist im Grunde genommen ein herzensguter Kerl). Wir haben das Spiel dennoch verloren...
In den darauffolgenden 2 Spielen durfte ich dann aber auch ran (jeweils fuer ca. 15-25minuten). Ich habe um ehrlich zu sein, wirklich gut gespielt. Im ersten Spiel habe ich insgesamt 4Punkte erzielt (das erste: ich allein gegen einen Gegner...ich habe den Wurf angetaeuscht, bin an ihm vorbeigehuscht und dann mit einem "Lay-up" den Ball in den Korb befoerdert; das zweite Mal war es fast das Gleiche, angetaeuschter Wurf, 2 Schritte nach hinten und dann geworfen...)
Das beste Erlebnis meines gesamten Kanada-Jahres ist mir dann im 3.Spiel passiert. Ich bin wie schon gesagt, bestimmt der schlechteste "Shooter" in unserem Team. Wir haben uns also den Ball im altbekannten "Iowa-System zugepasst, um eine Luecke in der Abwehr des Gegnerteams zu finden. Als ich dann den Ball bekam, war ich sowas von frei, dass ich eigtl werfen musste! Ein weiterpassen haette keinen Sinn gemacht und das Gegnerteam hatte ziemlich hohe Tuerme im Center, sodass ein "Lay-up" fuer mich auch keinen Sinn gemacht haette...
Also habe ich es einfach versucht. Ein 3-Punkte-Wurf (bei mir geht beim Training so einer von 20 rein:P, ein solcher Wurf ist von ziemlich weit weg und ich habe eigentlich nicht darauf gehofft, dass es reingeht, sondern dass einer unserer grossen Spieler den Ball nach meinem unerfolgreichen Wurf fangen kann und dann "vollstreckt".
Ich habe mich also dementsprechend schon wieder umgedreht um zur Abwehrstellung zurueckzukehren, als ich gehoert habe, wie der Ball ohne den Rand zu beruehren durch den Korb gefallen ist...
Ich glaube so gluecklich war ich noch nie! Mein ganzes Team ist aufgesprungen auf mich zugelaufen und mir um den Hals gefallen, weil sie alle wussten, wie schrecklich meine Wuerfe sonst sind.
Ich habe mich sehr darueber gefreut und war auch wirklich stolz auf mich;)
Von jetzt an werde ich meine Wuerfe von genau meiner Position im Spiel noch mehr ueben und ich hoffe, bald ein sicherer Schuetze zu werden;)

Christmas-Concert

Dadurch dass ich in dem Schulchor bin, bin ich auch an allen Konzerten und aehnlichen Schulaktivitaeten beteiligt. So auch am letzten Mittwoch, als wir unser grosses Weihnachtskonzert hatten. Wir hatten Vorstellungen der Choere der unterschiedlichen Klassenstufen (Elementary and HighSchool), die unterschiedlichen Orchester, ein grossartiges Bankett, eine Auktion und eine kleine Parade. Es war wirklich ein sehr schoener Abend.
Auch haben wir eine ganze Menge Essen gesammelt, was jetzt an Hilfsbeduerftige in ganz Kanada geht. Am naechsten Morgen fing die Schule zur Freude aller erst um 10:30Uhr an, sodass sich ein jeder den vollgegessenenen Bauch wegschlafen konnte...
Auch der ganze Schulalltag hat sich wesentlich entspannt. Naechste Woche ist die letzte Woche bevor Weihnachten und in dieser Woche gibt es ein weiteres Weihnachtsbankett und ein Hockey-Tournament, sodass nur 3 Tage "Schule" uebrig bleiben...wir sehen uns in der letzten Woche vor Ferien meistens Filme an oder machen irgendwelche Spielchen.
Also ich wuensche euch allen eine wunderschoene Woche vor Weihnachten...
Und merkt euch und geniesst es: "Vorfreude ist die schoenste Freude!"

Saturday, December 09, 2006

Snow-mobiling and our Snowfort


Dadurch,dass es innerhalb der letzten 3-4 Tage ca. 50cm Neuschnee gab, haben so ziemlich alle meine Freunde ihre SChneemobile rausgeholt und angefangen die Weiten der Felder unsicher zu machen. So habe auch ich gestern die Gelegenheit bekommen einen Tag zusammen mit meinen Freunden mal mehr mal weniger im Schnee zu verbringen. Wir haben den Tag also damit begonnen mit den 2 Schneemobilen meines Freundes in die Nachbarorte zu fahren und unsere anderen Freunde "zusammenzutrommeln". Anschliessend sind wir so ca. 3h (natuerlich mit Unterbrechungen alle 20min...sonst viel zu kalt) durch die Gegend gesaust (und wenn ich gesaust sage, meine ich das auch..die meisten Schneemobile sind relativ gut in Schuss und schaffen so zwischen 80-150km/h...was ziemlich schnell ist:P).
Natuerlich sind wir kaum so schnell gefahren (vllt. 70), weil wir uns ja auch nicht alle Knochen brechen wollten. Was allerdings sher viel Spass macht, ist nicht nur das Springen mit sonder auch vom (!) Schneemobil. Denn durch den ganzen Neuschnee wird man sehr sanft abgefangen und kriegt nur wenige blaue Flecke:P.
Als wir dann so gegen 17Uhr zurueckgekommen sind, haben wir beschlossen ein Iglu zu bauen. Ungluecklicherweise hatten wir zu dem Zeitpunkt aber keinen Zugang zu Traktoren oder anderen Maschinen, sodass unser SChneehuegel etwas mickrig ausfiel (dass sind trotzdem immerhin 2,5m!). Wir haben die Aussenhuelle dann mit Wasser abgespritzt und das Innere ausgehoelt. Und jetzt habe ich mein eigenes Iglu im Garten, na! wer hat das schon in Deutschland;)?
Wir haben beschlossen nach dem naechsten Blizzard den gesamten Neuschnee mit Hilfe von Maschinen (Traktoren und Trucks mit SChneeschiebern vornedran!) zu einem riesigen Haufen zusammen zu schieben. Dann ein Snowfort zu bauen. Und eine oder mehrere Naechte darin zu verbringen. Wir haben schon ganz tolle Ideen: Tuer aus Styropor!, Schornstein+Feuer, Taschenlampen und natuerlich so viele Winterjacken, Bettdecken und alles, was isoliert, wie wir greifen koennen. Das Quinsy wird dann so gross, dass man darin stehen kann und 4-5 Personen bequem darin schlafen koennen...
In dem Sinne: Ich freue mich shcon auf den naechsten Schneesturm und auch schoene Gruesse ins sommerliche Berlin;)

Living Christmas Tree (Staff-Party)


Gestern abend bin ich zusammen mit allen Arbeitern aus dem Homecenter in Macgregor nach Winnipeg gefahren (meine Gastmutter arbeitet dort und das war die Weihnachtsparty, die sie jedes Jahr haben). Wir haben dort zu Abend gegessen, die verbleibende Zeit genutzt, um noch ein paar Kleinigkeiten einzukaufen und uns anschliessend in eine der groessten Kirchen Canadas begeben, um eine Darstellung des Living Christmas Tree zu geniessen. Dieses Programm wird jedes Jahr aufs Neue gespielt, allerdings immer anders. Eine Sache bleibt jedoch gleich und das ist der riesige kuenstliche Christmas Tree der mehrere "Etagen" besitzt, wo die Saenger dann raufklettern und von dort aus Weihnachtslieder singen. Dazu gibt es jedes Jahr eine Weihnachtsgeschichte, welche dieses Jahr ueberraschend modern war und mir aufgrunddessen sehr gut gefallen hat.
Es war wirklich eine beeindruckende Presentation, natuerlich auch deshalb, weil sie sogar mit Autos auf die Buehne gefahren sind!
Ich habe also, alles zusammengenommen, einen sehr schoenen Abend mit meiner Gastfamilie und einigen anderen Freunden in Winnipeg verbracht und habe es sehr genossen. Ueberraschenderweise habe ich sogar einige Schulkameraden getroffen, die auch zu dieser Vorstellung gegangen sind und so hatten wir alle einen sehr schoenen Abend!

Sara moved home!...Mr. Skyhar

Meine Gastschwester ist letztes Wochenende von Winnipeg zurueck nach Macgregor gezogen. Sie lebt jetzt zusammen mit der Familie des Priesters meiner Kirche ungefaehr 20m von dem Haus meiner Gastfamilie entfernt.
Sie hat auch shcon einen neuen Job, in Portage. Sie arbeitet dort in einem Haarsaloon und das nur 3 Tage die Woche, was heisst, dass sie viel Zeit mit uns verbringen kann und mich auch ab und zu nach Winnipeg, Brandon udn Portage bringen kann. Ach ja, was ich shcon immer mal erwaehnen wollte, die meisten meiner Freunde gehen nicht nach Winnipeg um einen schoenen Tag zu verbringen sondern nach Brandon. Dafuer gibt es mehrere Gruende: Brandon ist eine schoenere Stadt, ist nicht so schmutzig und auch die gesamte Atmosphaere ist viel freundlicher.
Also, meine Gastschwester kommt nun so ziemlich jeden Tag zu meinem Haus hier, schmueckt, hilft mit im Haushalt und wir unternehmen viel zusammen.
oh ja, was ich auch noch erwaehnen wollte, sit, dass mein Physiklehrer (Mr.Skyhar) vor einige Tagen etwas aergerlich auf mich geworden ist und mit mir ein Gespraech unter vier Augen hatte. Und zwar hat er deutlich gemacht, wer hier unterrichtet und wer der Schueler ist. Ausserdem hat er mir vorgeschlagen weniger soziale Kontake waehrend seiner Unterrichtsstunden zu knuepfen (sprich: weniger reden).
Das ist jetzt aber schon einige Tage her und seitdem gab es keine Probleme mehr. Ich kann ihn auch verstehen und deshalb habe ich beschlossen keinen Aerger mehr mit ihm zu bekommen. Das einzige Problem damit ist aber nur,dass er total unberechenbar ist. Was ich damit meine, ist, dass er von einer Sekunde zur anderen seine Meinung und auch seine Stimmung aendern kann, was ich vorher nicht gewohnt war, und weshalb ich das ein oder andere Problemchen hatte.
Aber so weit, so gut...

TDA-->Team Development Activity

In der Kirchenjugend haben wir von Zeit zu Zeit TDAs, so auch letzten Donnerstag. TDAs sind grundsaetzlich sehr spassige Aufgaben, die man als Team zu loesen hat und haeufig gibt es unerwartete Ueberraschungen oder eine interessante Schlussfolgerung...
Also die Aufgabe am letzten Donnerstag war aus allen moeglichen Utensilien (Bretter, Klebeband, Becher, Alufolie, Tellern, und allen moeglichen anderen Sachen) etwas moeglichst Interessantes zu "bauen".
Wir haben dann zwei Gruppen gebildet und dadurch einen kleinen Wettkampf gehabt. Nach ungefaehr 2h hat mein Team ein ziemlich huebsches Raumschiff zusammengebastelt. Natuerlich mit allem drum und dran...
Das andere Team hat einen Ritter (lebensgross:P) konstruiert ausgestattet mit Schild, Schwert, Ruestung und sogar einem Pferd (allerdings nicht lebensgross;)
Wir waren also alle froh endlich unser Projekt beendet zu haben und auch stolz auf unser "Projekt".
Die Leiter der Jugendgruppe jedoch hatten offensichtlich etwas Anderes im Sinn. Sie haben sowohl den Ritter (+Pferd) als auch unser Raumschiff genommen, nach draussen gebracht, mit Benzin uebergossen und angezuendet! (das hat zwar nicht beim ersten Versuch geklappt, weil es -40C kalt war^^, aber trotzdem...)
Wir waren natuerlich alle erstmal geschockt und nicht gerade erfreut unsere 2h-arbeit in Flammen aufgehen zu sehen. Aber nachdem die Leiter uns erklaert hatten, weshalb sie es angezuendet haben, konnten wir es wenigstens ansatzweise verstehen.
Der Grund dafuer war, dass sie uns zeigen wollten, dass nichts, was wir hier auf der Erde erwerben (Geld, Ruhm, Markenklamotten), wirklich wichtig ist und schon gar nicht fuer die Ewigkeit zaehlt. Sie haben uns also vor Augen gefuehrt, dass all die Arbeit, die wir in die erwaehnten Dinge stecken, bedeutungslos und vergebens ist.
Diese Schlussfolgerung fand ich sehr interessant und habe darueber nachgedacht mit dem Ergebnis, dass ich finde, dass dies bedeutend fuer jeden sein sollte. Dennoch haetten sie unser Raumschiff nicht verbrennen muessen...