
Ich war gestern bei meinem ersten Footballmatch Winnipeg Blue Bombers vs. Montreal Alouettes. Es war einfach grossartig, vor allem deshalb weil ich mir das Match zusammen mit vielen Klassenkameraden und Freunden angesehen habe (der Ausflug wurde von der Schule organisiert). Gluecklicherweise hatten wir vor dem Spiel noch etwas Zeit, um in Winnipeg selber kurz einkaufen zu gehen und einen Happen zu essen.
Was fuer mich besonders gut ist, das sind die Busfahrten (ewig lang...). Aber waehrend derselben habe ich genuegend Zeit mit Leuten ins Gespraech zu kommen, die ich sonst nur kurz in der Schule sehe udn ansonsten gar nicht.
Im Grossen und Ganzen war es gestern ein sehr schoener Abend, auch wenn es wieder mal ziemlich spaet wurde.
Heute Abend kommt meine Gastmutter aus Mexiko zurueck und morgen habe ich mein erstes EF-Treffen, wo ich dann die ganzen Leute wiedertreffe,die ich auf dem Flug von Toronto nach Winnipeg kennen gelernt habe.
Also um ehrlich zu sein, ich habe hier superviel zu tun. Und komme nur ab und zu dazu, neue Posts oder Mails zu schreiben...
Ich vermisse euch trotzdem;)
Saturday, September 30, 2006
Blue Bombers Game---Winnipeg vs. Montreal
Friday, September 22, 2006
Hawaiian Dance und meine erste Party
Es wurde groesstenteils die bekannte Disco-Musik gespielt, aber spaeter wurde Countrymusic aufgelegt und die (nicht alle, aber manche) haben richtig professionell dazu getanzt. Was mich ziemlich ueberrascht hat.
Danach sind dann alle raus aufs Land gefahren oder vorher noch booze kaufen. Denn dort gab es die erste Highschool-Party seitdem ich hier bin. Wir hatten eine riesige Farm zur Verfuegung und haben das auch genutzt, indem wir mehrere Lagerfeuer und einen Haufen Camping-Sitze hatten. So hatten wir eine ganz gemuetliche Runde (es waren ungefaehr 30Leute pro Lagerfeuer und wir hatten 5 davon).
Ich habe im Laufe des Abends (eigtl war es schon morgen) sehr viele nette, neue Gesichter kennen gelernt (vor allem Maedchen, die mich in der Schule zwar schon das ein oder andere Mal gegruesst haben, mit denen ich aber vorher nie richtig ins Gespraech gekommen bin). Also waehrend die meisten Kanadier dabei waren sich zu betrinken, habe ich mich mit den Maedchen ganz nett ueber dies und das unterhalten. In diesem Zusammenhang muss ich einfach sagen, dass ich ziemlich viel Glueck hatte. Denn ich habe gleich zu Beginn sher nette Freunde hier gefunden, viele von denen sind zwar auch nciht ganz ohne, aber wenigstens rauchen die kein Marihuana (oder zumindest nicht alle und schon gar nciht regelmaessig). Was mich besonders ueberrascht hat, war, dass es so eine friedliche Stimmung war, viele haben sich einfach nur nett unterhalten und den Abend in Ruhe genossen. Natuerlich wurde viel getrunken und der ein oder andere hat auch Mary Jane geraucht. Aber alles in allem war es sehr nett und es gab keine Probleme (nur der eine ist gegen eine Kornspeicher gerannt...).
Und selbst der Transport wurde mit erstaunlich guter Organisation durchgefuehrt. Die Fahrer blieben alle nuechtern und so war es ein wirklich schoener Abend.
Das Beste an dieser Party war wirklich, dass ich mich mit vielen unterhalten konnte, die man anonsten nur fuer ein paar Minuten in der Schule sieht und somit habe ich sehr viele neue Gesichter kennen gelernt. Und was besonders toll fuer mich ist, dass mich die meisten anfangen wirklcih zu moegen (nicht nur die Maedchen, sondern insgesamt). Am Anfang war es groesstenteils Freundlichkeit und Neugierde, aber jetzt, da mich die meisten schon besser kennen, kommen sie auf mich zu und laden mich zu anderen Treffen/Parties (ich hab gestern auf der Party insgesamt 4Einladungen zu Geburtstagen bekommen) ein oder wollen sich einfach nur nett unterhalten. Na gut, ich muss mich jetzt mal an meine argument-essays fuer Englisch machen, weil ich das ganze Wochenende wieder zu tun habe (Treffen mit Freunden in Brandon am Samstag udn ein Baseballmatch am Sonntag nach der Kirche...)!
30S Trip nach Winnipeg-Shakespeare in Ruins

Mein Trip nach Winnipeg mit meine Pre-Calc class(30S) hat sehr viel Spass gemacht, vor allem deshalb weil ich auf der Busfahrt viel Zeit hatte mit allen moeglichen Kanadiern ins Gespraech zu kommen und wir Supper und Lunch alle zusammen bei diversen Fast-Food-Restaurants gegessen haben.
Das Musical selber war eine interessante Interpretation von Romeo und Julia und hat mir, bis auf wenige Ausnahmen, sehr gut gefallen.
Nach dem Musical war ich dann noch bei meiner Englisch-Lehrerin zu Hause (einen Happen Essen). Der Grund dafuer ist, dass sie die Mutter meines besten Freundes hier ist und ich somit schon das ein oder andere Mal bei denen zu Hause war.
Ach ja und wir hatten gestern unsern grossen Creek-Cleanup-Day, das heisst, dass wir (meine grade12 Bio-class) das kleine Fluesschen, was hier fliesst, von allem Unrat befreien und saeubern durften. Aber das ist schon okay, denn als Ausgleich machen wir mit dieser Klasse einen Trip nach Calgary (1woche) und sehen uns ein Hockey-Spiel an.
Und ich werde hoechstwahrscheinlich im Januar am Ski-Trip teilnehmen und mit allen Freunden hier in Richtung Rockies fahren.
Exhibition Game und erstes Fussballmatch

Vorgestern hatte ich mein erstes Ehibition Game, das heisst, dass wir (unser Soccer-Team) gegen eine Auswahl aelterer Fussballinteressierter spielen mussten. Das hat aber sehr viel Spass gemacht, zumal wir deutlich gewonnen haben (was aber auch daran liegen koennte, dass unsere Gegner nicht in bestechend guter, koerperlicher Verfassung waren).
Und gestern sind wir dann (2einhalb Stunden, fuer ein Fussballspiel!) nach Minnedosa gefahren und haben das dortige Team mit 6:1 deutlich geschlagen. Anschliessend waren wir noch unseren Sieg feiern (bei TimHortons, wo sonst?).
Ach ja und am letzten Wochenende waren wir (ca.15Leute, meine Gastschwester hat alle ihre Freunde aus naechster Naehe zusammengetrommelt) wieder mal in Brandon (die fahren hier erstaunlich selten nach Winnipeg) und haben dort einen tollen Abend verbracht. Wir waren erst im SportSplax (Schwimmbad), haben uns dann einen Film ausgeliehen, Pizza gekauft und den Abend in aller Ruhe verbracht.
erster Schnee
Gestern (17.09.2006--aehem!) hat es hier das erste Mal, seitdem ich hier bin, geschneit. Ich habe zusammen mit Henry (Gastbruder), Jessica und Stephen (Kinder der Familie Zacharias, die mich zur Zeit in ihrem Haus leben lassen) auf den Schulbus gewartet, als es auf einmal anfing zu schneien (es war zwar nur Schneegriesel, aber trotzdem).Und was ich wohl nicht zu erwaehnen brauch...hier ists in der Nacht schon ziemlich kalt (regelmaessig unter -4C).
Wednesday, September 13, 2006
Gastmutter in Mexiko, Fussball
Ach ja, apropos Fussball: Ich hab bis jetzt bei jedem Training und bei jedem Exhibition Game ein oder mehr Tore geschossen (aber das ist nicht so sehr schwer, weil die Kanadier einfach etwas mehr Uebung brauchen). Und der Coach meinte gestern, dass wir, wenn unser Team weiterhin so gut spielt, die Provinzmeisterschaft gewinnen koennten (ganz Manitoba!). Und danach gehts dann weiter; es ist allerdings eher unwahrscheinlich, dass wir uns auch gegen die anderen Gewinnner aus den Prairie-Staaten durchsetzen koennen. Wir haben uebrigens eine phantastische Abwehr im Team (gegen die moechte ich nciht stuermen), das sind alle typische Football-Spieler, wahrscheinlich wiegt jeder von denen 100kilo und ist 2m gross. Aber man glaubt es nicht, die sind erstaunlich schnell. Na ja, was ich damit sagen will, ist, dass die meisten ihr Leben lang Hockey und Football gespielt haben und jetzt einfach jeden tackeln, der versucht in den Strafraum zu kommen. Und auch die Schiedsrichter scheinen etwas rauheres Spiel gewohnt zu sein, denn die pfeifen fast nur beim Anstoss.
Also das wars erstmal zum Thema Fussball.
Ach ja, ich habe gestern das erste Mal Tennis hier gespielt. Die Plaetze hier sind zwar etwas ruppig und mein Gegner hat auch noch nciht so oft einen TEnnisschlaeger in der Hand gehabt, aber es hat Spass gemacht und wenigstens kriege cih so etwas Uebung (vorm Winter).
Ach ja, Sport machen ist hier nur unter ziemlich krassen Umstaenden moeglich. Denn heute waren es tagsueber 30C und nachts sinds bereits -2C. Also im Sommer ist es heiss und im Winter arktisch. Ausserdem fegen hier im Sommer trockene Winde uebers Land und im Winter der ein oder andere Blizzard. Deshalb ist es nicht ganz unproblematisch.
Na ja, trotzdem sind hier alle total sportbegeistert und das kommt mir eigentlich ganz recht.
Saturday, September 09, 2006
Ach ja Schule...
Aber nochmal zum Thema Schule, dadurch dass das Verhaeltnis von Lehrer zu Schueler hier so anders und dass alle Lehrer in unmittelbarer Umgebung wohnen, treffe ich meine Lehrer taeglich auf der Strasse, was sich als ganz gut herausstellt (der "Werken"- und der "Woodwork"-Lehrer helfen uns zum Beispiel beim Renovieren unseres Hauses).
Also, im Grossen und Ganzen habe ich ueberhaupt keine Probleme in der Schule und geniesse es, dass mich hier alle fuer einen grossartigen Fussballspieler halten (die haben hier einfach keine Uebung^^).
Na gut, ich geh jetzt schlafen (morgen muss ich sehr frueh aufstehen, weil ich mithelfe ein Pancake-Breakfast in der Kirche vorzubereiten)...
Quads, Muzzle-loader-hunting, Potato-Gun

Ich war heute den ganzen Tag bei Freunden meiner Gastfamilie (, bei denen ich auch die erste Woche der Zeit sein werde, die meine Gastmutter in Mexiko verbringt). Ich habe viel erlebt, unter Anderem habe ich mit meinem Gastbruder und den Kindern der Familie einen Trip zum Jackson's lake unternommen. Jeder von uns hatte ein Quad-Bike und die Fahrt zum See hat so nur ca. 30min gedauert. Da ich noch nie zuvor mit einem Quad gefahren bin, habe ich anfangs Zeit gebraucht, um mich an die Steuerung zu gewoehnen, es wurde aber besser und besser. Und am Ende konnten wir auf dem Highway (auf dem es so gut wie keinen Verkehr gibt) mit Hoechstgeschwindigkeit (90kmh) unserm Ziel entgegen brausen. Anschliessend haben wir ein, zwei nette Stunden am Strand verbracht. Als wir dann so gegen 14Uhr wieder auf der Farm angekommen waren, hat mir der Vater seine Waffen vorgefuehrt; darunter Scharfschuetzengewehre, Muzzle-Loaders und zwei Pumpguns. Insgesamt waren es 12 Waffen (ich weiss zwar nicht, wozu man so viele Waffen braucht, es schindet aber maechtig Eindruck:P
Also wir (auch ich^^) haben dann zuerst auf Gurken (die wurden in die Luft geworfen) und kleine Ziele geschossen. Anschliessend haben wir uns nach Tieren umgeschaut. Gluecklicherweise haben wir kaum welche gesehen (dazu muss man nachts los). Und deshalb haben wir nur auf ein paar Voegel und auf zwei Biber geschossen (ich hab sie verfehlt und sie haben sich blitzartig aus dem Staub gemacht). Aber wenn die Jagdsaison naechsten Monat beginnt, dann werden wir wahrscheinlich noch das ein oder andere Mal losziehen um Biber, Elche, Braunbaeren (ja, hier gibt es Baeren) und "coyotes" zu jagen. Das wird ganz sicher eine erlebnissreiche Zeit (nicht zuletzt deshalb, weil die Beute anschliessend in einem grossen Festmahl mit saemtlichen Nachbarn gemeinsam gegessen wird).
Und nun zum letzten Punkt meiner Ueberschrift: "potato-guns". Potato-guns werden von Jugendlichen in meinem Alter selber gebaut und funktionieren nach folgendem Prinzip. In den Lauf wird ein Geschoss gesteckt, so dass es genau passt (bevorzugt werden gefrorene Kartoffeln). Anschliessend wird am Ende aufgeschraubt, Haarspray hineingesprueht und wieder zugeschraubt. Nun zuendet man das Haarspry-Luftgemisch durch einen elektrischen Zuender. So wird die Kartoffel herauskatapultiert. Die Lautstaerke und die Geschwindigkeit sind amazing. Der Rueckstoff dieser, ja man kann schon fast sagen "Kanone", ist unheimlich intensiv. Wir haben auf Plastikkanister und einfach in die Luft geschossen. Und es hat erstaunlich lang gedauert, bis die Kartoffeln wieder runterkamen. Na ja, alles in allem ist es schon ein bisschen merkwuerdig, dass die Eltern hier ihre Kinder solche Waffen bauen lassen, denn die sind ziemlich gefaehrlich.
Jedenfalls bin ich froh, dass in Deutschland nicht jeder 12-Jaehrige mit einer solch durchschlagskraeftigen Kanone in der Hand durch die Strassen laeuft.
Monday, September 04, 2006
Wolken?
Hier gibt es keine Wolken!
Ich habe hier im Ernst erst ein einziges Mal erlebt (und das auch nur fuer 10min), dass die Sonne von einer Wolke verdeckt wurde. Deshalb sind hier auch alle so braun, als ich das erstemal die Leute hier gesehen habe, war ich ziemlich ueberrascht. Aber wenn man sich hier mal den blauen Himmel anschaut (den es eigentlich den ganzen Tag zu bestaunen gibt), dann ist es nicht verwunderlich. Auch im Winter soll hier so viel die Sonne scheinen, nur dass man da nicht rausgehen kann, weil es meistens viel zu kalt ist. Die einzige Jahreszeit, wo nicht so viel die Sonne scheint, ist der Herbst, also die Zeit, die jetzt kommt; und zwar weil dann die ganzen Blizzards hier uebers Land ziehen.
Achso, ja, und gestern (waehrend des Ausflugs nach Brandon) habe ich eine Windhose gesehen, aber nicht so eine kleine wie in Deutschland manchmal sondern eine ziemlich grosse, die ist einfach ueber ein abgeerntetes Feld hinweggefegt, ohne Schaden anzurichten. War aber trotzdem beeindruckend. Das wars auch schon, was man ueber Wolken sagen kann, denn sie sind einfach meistens nicht da.
Also, trotzdem liebe Gruesse ins verregnete Deutschland!
Trip, Nordlicher und Highway
Da gestern eine der Freundinnen meiner Gastschwester Geburtstag hatte, sind wir nach Brandon gefahren (130km). Und ich muss sagen, dass es die lustigste Autofahrt meines Lebens war, wir haben die ganze Zeit alle (Gastgeschwister, 2 Freunde und ich) lauthals zur Musik von Avril Lavigne und anderen kanadischen Interpreten gesungen. Also wir sind halt die ganze Zeit in Richtung Brandon einfach gerade aus gefahren (so wie immer), bis auf einmal meine Gastschwester fast eine Vollbremsung gemacht hat und bei der naechsten Moeglichkeit auf die in die entgegengesetzt gerichtete Spur gewechselt ist. Auf der sind wir dann eine kurze Zeit praktisch wieder in Richtung MacGregor gefahren. Dann hat meine Gastschwester angehalten. Angehalten, mitten auf dem Highway. Neben der Spur ganz rechts. Ist ausgestiegen, in den Abtrennbereich gelaufen, der die beiden Fahrtrichtungen separat haelt und hat sich ein Strassenschild geschnappt, was dort inmitten des Highway lag. Sie hats dann im Kofferraum verstaut, hat sobald wie moeglich wieder gewendet und dann sind wir ganz normal weitergefahren.Also das war schon ziemlich krass (beaengstigend). Ich weiss ja nicht, wie viele von euch schon mal zur Haelfte auf der Ueberholspur und zur Haelfte links daneben stehen geblieben sind, um auszusteigen und sich irgendein Schild zu schnappen.Zumindest haben wir dann einen sehr netten Abend mit dem "Geburtstagskind" verbracht (wir waren essen, Bowling spielen und anschliessend haben wir uns einen Film ausgeliehen).Wir haben uns dann so gegen 22:30Uhr auf den zweistuendigen Rueckweg gemacht (also 2h sind hier nichts, die wuerde man auch zum Baecker fahren;) Waehrend wir also gefahren sind (immer geradeaus versteht sich), habe ich auf einmal merkwuerdige "Wolken" bemerkt. Ich habe gedacht, es liegt bestimmt an meiner Muedigkeit, aber es sah so aus, als ob sie sich in einer ungeheuren Geschwindigkeit ueber den Himmel bewegen und neue Formen annehmen wuerden (zudem haben sie auch noch so ein unheimliches Leuchten ausgestrahlt). Auf einmal hat mein Gastbruder aufgeschrien: "Look at those Northern Lights!" Es waren also Nordlichter, die uns die ganze Zeit "verfolgt" hatten. Und es war wirklich ein beeindruckendes Schauspiel. Besonders deshalb, weil es so dunkel war, die beiden Staedte (hem..."staedte") 100km voneinander entfernt sind und ansonsten nur alle 30min ein Auto entgegenkommt. Also konnten wir die regenbogenfarbenen Nordlichter, die fuer mein Empfinden immer heller und groesser wurden, und den unglaublich hellen Mond (der das Strahlen der Nordlichter wahrscheinlich noch intensivierte) bestaunen. Und die Fahrzeit verging wie im Flug.Und damit wechsel ich auch schon auf den naechsten Post...
Saturday, September 02, 2006
Jugend der Kirche und Kartoffeln
Ich vermisse euch.

