Tuesday, April 03, 2007
Salt Lake City, Utah...heck yeah!
Am Abend des Donnerstag hat es wieder unglaublich angefangen zu schneien und dadurch waren wir sehr besorgt um unsere geplante Fahrt nach Salt Lake City, Utah, was ungefaehrt 6-7h weit weg ist. Die Interstates rund um Laramie waren schon am Abend noch alle geschlossen und unsere Hoffnung war anscheinend aussichtslos. Es gab keinen Weg in oder aus Laramie. Und selbst in einem Notfall koennte man nur mit dem Helikopter vielleicht in die naechste Stadt kommen. Und "vielleicht" auch nur deshalb, weil der Wind so stark war, dass man hoechstwahrscheinlich auch nicht mit einem Hubschrauber durchgekommen waere.Wir sind also praktisch ohne Hoffnung ins Bett und ich habe mich langsam mit dem Gedanken abgefunden, dass aus unserer Reise nach Utah wohl nichts wird.Am naechsten Morgen jedoch war strahlender Sonnenschein und ich habe mich gleich aufgeregt vors Radio gesetzt und dem Wetter-/STrassenbericht zu hoeren, um dann ueberrascht herauszufinden, dass immer noch alle Highways gesperrt waren. Anscheinend hatte es die Regionen oestlich von uns (Utah) noch haerter getroffen als uns. Wir haben also den Morgen mit dem Spiel "pocket tanks" verbracht, was uebrigens ein tolles Spiel ist (free download:P).So gegen fruehen Mittag haben wir dann aber einen ganz aufgeregten Anruf des Gastvaters bekommen, dass wir wohl doch gehen koennten und wir sollten in den naechsten Minuten fertig gepackt vor der Tuer auf ihn warten. Wir haben also in Windeseile alles in die Taschen geschmissen und haben uns dann zusammen mit Laurn auf den Weg gemacht.Es war eine 8h lange Fahrt, die normalerweise nur so gegen 5-6h dauert. Auf der Fahrt haben wir so um die 6 Trucks neben der Strasse liegen sehen und einige hatten sich sogar ueberschlagen und obwohl Laurn so langsam gefahren ist, hat das Auto trotzdem einmal eine ziemlich lange Schlitterbahn abgelegt. Das war ganz schoen unheimlich:PWir sind dann aber trotzdem relativ spaet am Abend in Salt Lake City angekommen, was eine superschoene Stadt ist und die Fahrt dorthin und alle Vororte waren einfach supertoll (vor allen Dingen Provo mit der wunderschoenen Skilandschaft!!!)Wir haben dann schnell mit Hilfe von Lucas' Gastbruders (der lebt in einem der Vororte)Beschreibung die naechste Mall aufgesucht und ganze 5 Minuten (!!!) Zeit gehabt einzukaufen. Natuerlich haben wir auf die Schnelle nichts Supertolles gefunden und so haben wir uns dann auch wieder ins Auto gesetzt. Allerdings hatten wir dann doch noch etwas Zeit, um den grossen Mormonen-Tempel in Salt Lake City zu besichtigen. Salt Lake City ist so ziemlich die Hochburg mormonischen Glaubens und deshalb stehen hier auch die ganz grossen Tempel und es gibt hier sehr viele Kirchen. Trotzdem hatten wir es sehr eilig, sodass sogar fuer das kaum Zeit war und der Grund fuer unsere Eile war folgender: Lucas Gastvater, Laurn Wilhelm, war 1963 auf einer drei-jaehrigen Mission in Westberlin, das ist auch der Grund, weshalb er fast fluessig Deutsch spricht. Die Mitglieder dieser Mission treffen sich nun jedes Jahr im Fruehling in Salt Lake City und besprechen Neuigkeiten oder tauschen einfach nur Erfahrungen aus. Das ist also auch der Grund, warum wir ueberhaupt in Utah sind; er moechte uns gerne dieser Gruppe vorstellen und uns dorthin als kleines "Geschenk" mitbringen. Wir haben uns natuerlich auch super drauf gefreut und sind dann mit allerhoechsten Erwartungen zur Kirche gegangen, wo das ganze stattfinden sollte.Wir haben uns dann schnell im Badezimmer umgezogen (man wollte ja chick gekleidet sein) und haben uns dann auf in die Halle gemacht, wo schon ein Grossteil der Gaeste sass. Natuerlich waren Lucas und ich mit Abstand die Juengsten und dadurch dass die meisten Tische schon ziemlich voll waren, haben wir uns dann erstmal allein mit Laurn an einen Tisch gesetzt. Lucas und ich waren natuerlich die ganze Zeit ueber im Rampenlicht schon allein deshalb, weil Altersunterschied zwischen uns und jedem anderen in dem Raum sicherlich mindestens 40 Jahre war.Wir haben uns also hingesetzt und dann auch gleich auf der anderen Seite der Halle ein riesiges Buffet gefuellt mit deutschen Koestlichkeiten erspaeht. Sachen, die wir seit Monaten nicht zu Gesicht bekommen hatten, zum Beispiel: Pumpernickel, richtiges Brot, wirklich guten Kaese und allerlei Wurstsorten. Dann gabs auch noch mehr typisch Deutsches wie Fassbrause!!! und auch Berliner (Dessert)...wir hatten uns also nicht zu beklagen. Und alleine fuer das Essen hat es sich gelohnt die 8h zu fahren! Zumindest find dann das "Programm" an, worin Deutschland und dessen Freundlichkeit in den hoechsten Toenen gelobt wurde und dann wurden kleine Preise vergeben, fuer die unterschiedlichsten Sachen. Zum Beispiel: "Wer hat die meisten seiner Kinder auf die selbe Mission geschickt?" oder auch "Wer ist am laengsten verheiratet?" und selbst Lucas und ich haben was gewonnen und zwar auf die Frage "Wer kommt von am weitesten weg?"...und das waren wir. Wir haben uns also unseren Preis (eine DVD ueber den Kreuzzug Jesu-->mormonische Perspektive) abgeholt und in diesem Moment ist wohl auch dem letzten in der Halle aufgefallen, dass wir eigentlich nicht wirklich dahineingehoeren. Wir wurden also gebeten uns vorzustellen (irgendwie war schon durchgesickert, dass wir aus Deutschland kommen; nur haben die meisten ungluecklichweise auch Laurn fuer einen Deutschen gehalten...) und das haben wir dann auch getan. Nachdem wir uns dann vorgestellt hatten, was unser Tisch gar nicht mehr so leer und wir hatten kaum Zeit unser Essen runterzukriegen als auch schon "Bruder Uchtdort" den Raum betrat. Dazu muss ich jetzt aber erstmal erklaeren, dass die mormonische Kirche einen Fuehrer (Praesidenten) und 12 Apostel hat. Diese sind die maechtigsten Glieder dieser Kirche. Und einer dieser 12Apostel ist Dieter Uchtdort. Er ist in Deutschland aufgewachsen (im Osten), ist so um die 50Jahre alt und ist sehr freundlich. Er ist sofort auf uns zugekommen und hat gute 20minuten mit uns geredet. Und wir haben uns schon sehr geehrt gefuehtl, vor allem, weil es anscheinend so eine "ganz tolle Sache" ist, mal mit einem der Apostel ueberhaupt sprechen zu koennen. Nach diesem Gespraech (ueber alles Moegliche) mussten wir dann unser Mahl auch abbrechen (wir hatten kaum was runter bekommen), weil der Apostel dann eine Rede halten sollte (so viel Zeit hatte er ja nun auch wieder nicht).Seine Rede war (auch obowhl ich kein Mormon bin) sehr bewegend. Er hat seine Brueder und Schwestern zum Glauben aufgerufen und seine Lebensgeschichte dargelegt. ER ist in Ostdeutschland aufgewachsen und obwohl es nicht einfach war, ist er Pilot geworden. Anschliessend ist er nach Texas gegangen, um dort seine Ausbildung zum Kampfpiloten abzuschliessen. Daraufhin ist er wieder zurueck und hatte sehr viele Jahre fuer die Lufthansa die Boeing 747 geflogen, bis er dann letztendlich zum Apostel ernannt wurde und da dass ja eine ganze Menge Zeit in Anspruch nimmt, hat er dann seine Karriere als Pilot auch bleiben lassen.Nach dieser Rede gabs dann noch ne Hymne und einige Gebete und dann gings auch fuer jeden wieder nach Hause. Wir haben das Gewimmel der Abreise der anderen genutzt, um uns noch ein paar dutzend Butterbrote zu schmieren und haben uns dann auch uaf den Weg gemacht und zwar zu Lucas' Gastbruder. Er lebt in einem Vorort von Salt Lake City und geht dort mit seiner frischverheirateten, schwangeren Frau zur Schule. Wir haben uns allerdings auch nur kurz mit denen unterhalten und sind dann auch schon ins Bett. Lucas und ich haben uns "Ocean's Eleven" angesehen, waehrend Laurn ja schon wieder Kraft fuer den Rueckweg tanken musste.Am naechsten Morgen, frueh, haben wir uns dann auf den Weg gemacht und haben den Weg, zwar etwas hungrig, aber ohne Probleme zurueck nach Laramie gemacht.Ich habe dann auch meine eigene Gastfamilie angerufen und sie wissen lassen, dass ich zuhause sei und sie mich abholen kommen koennten. Ich war dann aber ueberrascht festzustellen, dass sie Colorado noch gar nicht verlassen hatten und auch nicht bis zum spaeteren Nachmittag hier sein wuerden. Ich war also etwas aergerlich und musste mir eine andere Beschaeftigung suchen. Und dann fiel mir auch shcon ein, dass das Finale der UniversityGirls heute sein wuerde. Ich habe dann auch schon sofort Laurn gefragt und mich erkundigt, ob wir da vllt hingehen koennten. Allerdings kam daraufhin auch gleich die ernuechternde Antwort, dass die Tickets wohl schon nach wenigen Stunden des Abends des Halbfinales ausverkauft gewesen waeren.Also ging das auch nicht. Oder vielleicht doch? Einer von Laurns Arbeitskollegen geht wohl immer zur Halbzeit hin und dnan lassen sie ienen ohne Kartenkontrolle kostenlos rein. So haben wirs dann auhc gemacht und ehe man sich versieht, waren wir auch shcon unter groehlenden Fans und haben der 20Punktefuehrung unseres Teams mit Freude zugesehen. Das Match war nicht annaehrend so toll wie das andere, weil Wyoming keine Probleme zeigte, dieses Team zu schlagen und so war es dann am Ende auch und wir konnten einen tollen Sieg unseres Teams feiern. Saemtliche Studenten sind aufs Feld gestroemt und das Team wurde mit Lieder, Gesaengen und viel Applaus gefeirt. Auch vorgedruckte Broschueren ueber den Sieg des TEams wurden rumgegeben. Selbst T-Shirts waren schon vorgedruckt (allerdings nur in begrenzter Anzahl, weil ja uach die Moeglichkeit einer Niederlage bestand) und diese wurden dann an Spieler und deren Familien weitergegeben. Und da sah ich meine Chance; ich habe mir den Weg durch die Massen gebahnt und denjenigen, der die Shirts verteilt hat, angefleht mit eins zu geben. Aber der bliebt steinhart und auch ich habe nicht klein beigegeben und bin dort geblieben. Er hat sich dann die letzten Shirts unter den Arm geklemmt und hat sich auf die Richtung zu den Spielerfamilien gemacht (auch ich hatte mich schon zum Gehen umgedreht) als er sich ein letztes Mal umwandte und mir mit einem Laecheln das Shirt ins Gesicht geschmissen hat. Das war ein toller Moment, der allerdings nicht lange von Dauer war, weil Lucas (der etwas neidisch auf das Shirt war, schliesslich hatten das nur Spieler, deren Familien und ICH bekommen) mit Laurn telefoniert und festgestellt hatte, das meine Gastfamilie auf dem Weg nach Cheyenne sei und mich nun gerne auch treffen wuerde. Wir sind also schnell nach Hause, ich habe meine Tasche gepackt und dann haben wir uns auch shcon auf den Weg nach Cheyenne gemacht (50miles). Wir haben sie dann dort auch schnell getroffen, der Abschied von Lucas fiel aufgrund der Eile auch nicht ganz so schwer und schwups sass ich shcon wieder im Auto auf der Fahr tnach Canada.Es war eine Fahrt wie jede andere nur ein zwei Dinge sind erwaehnenswert:Und zwar haben wir die Nacht in SouthDakota verbracht. Am naechsten Morgen haben wir uns dann mit einer Tour durch die Berge die wunderschoene Landschaft und auch Mt. Rushmore angesehen! Es war sehr beeindruckend und wir haben dort eine tolle Zeit gehabt. Ach uebrigens hatte mein Gastbrude sein Versprechen war gemacht und 2 Chihuahuas in Texas gekauft, mit denen hatten wir allerdings keinerlei Aerger und mussten sie nur abundzu mal rauslassen. Auch hatte er sich einen portablen DVD-player gekauft und wir haben uns auf dem Rueckweg bestimmt etliche Filme angesehen!Wir haben uns also SouthDakota angesehen und uns dann aber auch den Weg durch NorthDakota nach canada gemacht. So gegen Mitternacht sind wir dann auch an der Grenze angekommen und zu unserer grossen Ueberraschung war sie geschlossen!!! Und ich hatte echt die Nase voll, auf der Hinfahrt das Problem mit den Boxen und nun das...Wir haben also umgekehrt und sind die 150meilen zur naechsten Grenzstation gefahren, die dann aber auch offen hatte (endlich....). Dummerweise konnten wir nun aber nicht die Boxen von dem Farmhaus abholen, aber das scheint wohl kein Problem fuer Henry Zacharias zu sein, er meinte, er wuerde sie selber abholen (ist ja nur 170meilen-->ein Weg!!).Wir haben uns also auf den Heimweg gemacht (The Notebook hat mir und Sara die Zeit vertrieben) und dann MacGregor auch heil und so gegen 2am erreicht. Am naechsten Morgen bin ich dann auch erst zur zweiten Haelfte des Tages zur SChule gegangen....und mittwoch morgen um 6am!!! gehts auch schon nach Calgary...(man, im pumped)
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